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    Takeover: Wie unsere SweekKeeper zum Schreiben kamen – Blerta

    June 29, 2018

June 29, 2018

Takeover: Wie unsere SweekKeeper zum Schreiben kamen – Blerta



Unsere SweekKeeper wollen eine neue Runde beginnen, in der sie Euch erzählen, wie sie zum Schreiben gekommen sind. Hier geht es weiter mit unserem neusten Mitglied Blerta.


Wie ich zum Schreiben kam

Jeder Autor schreibt andere Geschichten. Genauso ist es auch mit den Geschichten von Autoren, wie
sie ihre Leidenschaft zum Schreiben entdeckten. Jede Geschichte ist anders.

Meine Eltern haben mir nie übermässig viele Geschichten erzählt oder vorgelesen. Im Allgemeinen
sind meine Eltern nicht so lesebegeistert. Wenn ich jetzt auf meine Kindheit zurückblicke, merke ich,
dass ich schon immer einen Drang dazu hatte, meine Kreativität in Geschichten auszudrücken. Als ich
noch nicht schreiben konnte, habe ich Bilder gezeichnet, die in meinem Kopf entstanden sind und diese
anschließlich zu einem kleinen Buch zusammengeheftet. Als ich dann in die Schule kam
und endlich schreiben konnte, habe ich mich oft an meinen Schreibtisch, und später an den
Computer meines Vaters gesetzt, um meiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Jedoch verlor ich nach
einigen Jahren leider das Interesse und die Leidenschaft am Schreiben.

Eine Detektivreihe, die mittlerweile aus unzähligen Bänden besteht, weckte meine Aufmerksamkeit
zum Lesen. Sogar als ich gerne geschrieben habe, mochte ich es überhaupt nicht zu lesen. Bücher
waren damals für mich die reinste Hölle – bis ich diese Bücherreihe entdeckte. Seit dem
verschanze ich mich stundenlang in meinem Zimmer, um Geschichten zu lesen. Zum Schreiben kam
ich aber erst vor drei Jahren wieder. Man könnte es als Zufall bezeichnen. Als ich meine alten
Schulsachen sortierte, flog mir ein Blatt in die Hand, auf dem ich einen Aufsatz für die Schule
geschrieben hatte. Ich erinnerte mich daran, dass ich es früher gar nicht mochte Geschichten zu
schreiben, wenn man mir ein konkretes Thema vorgab. Ich bevorzugte es, meiner Fantasie keine
Grenzen zu setzen (Heute komme ich schon besser damit klar!). Nachdem ich meinen Aufsatz gelesen hatte,
setzte ich mich an meinen Laptop und schrieb das erste Mal seit Jahren wieder etwas.

Seit dem hatte ich immer wieder Phasen, in denen ich es kaum erwarten konnte, von der Schule nach
Hause zu kommen um zu schreiben. Jedoch hatte ich auch Phasen, in denen ich monatelang kein
Wort schrieb. Zuerst begann ich damit, zu jedem Sänger, Schauspieler, Film und jeder Serie, die ich
mochte, eine Fan-Fiction zu schreiben. Ich hatte unzählige Seiten auf Instagram, auf denen ich meine
Geschichten veröffentlichte. Einige Zeit später, stieß ich auf die Plattform Wattpad, die mir damals
von einer Freundin vorgeschlagen wurde. Ich begann, meine Geschichten dort zu veröffentlichen und
hatte auch schnell einige Leser dazugewonnen. Jedoch traute ich mich nicht, meinen Freundinnen
von meiner Freizeitbeschäftigung zu erzählen. Ich fand mein neues Hobby ziemlich merkwürdig zu
der Zeit. Bis heute weiß ich nicht, an was es lag, aber ich fühlte mich nicht wohl. Ich bin ein Mensch,
der gerne in Teams arbeitet. Deshalb fühlte sich das Schreiben so fremd für mich an. Also ließ ich es
wieder mit dem Schreiben.

Jetzt kann ich von Glück sprechen, dass ich vor ungefähr zwei Jahren diese Leidenschaft wieder
aufgegriffen habe. Zu der Zeit riss ich mich auch von den Fan-Fictions los und entwarf eigene
Charaktere. Es war ein schönes Gefühl, seine eigene Welt zu erschaffen. Die Bilder, die ich in meinem
Kopf hatte, in Worte umzuwandeln. Ich hatte mit einem Mal so viele Ideen, dass ich nicht mehr
nachkam mit schreiben. Ein weiterer Grund, weshalb ich wieder zum Schreiben zurückgefunden
hatte, war, dass ich einiges zu verarbeiten hatte. All meine Gefühle konnte ich in die Geschichten
einfließen lassen und konnte feststellen, dass es tatsächlich half. Auch heute schreibe ich gerne
Kurzgeschichten, die mein eigenes Leben widerspiegeln.

Ich stehe noch ganz am Anfang. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich noch vieles zu lernen habe. Aber
im Moment ist das Schreiben für mich noch ein Hobby, das ich mit grosser Leidenschaft verbinde.
Natürlich ist es mein größter Wunsch, einmal mein eigenes Buch zu veröffentlichen, aber der Weg
bis dahin wird noch ein langer sein.

Ich konnte am eigenen Leib erfahren, was es heißt, ein Hobby immer wieder neu zu entdecken.
Schreiben braucht Motivation. Aber nur Motivation alleine reicht nicht. Man braucht Kreativität, Hilfe und viel  Durchhaltevermögen. Das Schöne an einer Leidenschaft ist, dass jeder irgendwann zu ihr
findet und sich seinen eigenen Rhythmus bildet.

 



Dieser Post im #sweekkeeperblog kommt von eurer SweekKeeperin Blerta @blerta__. Sie schreibt gerne Kurzgeschichten, Young Adult und Fantasy.

Du hast die Ankündigung des SweekKeeper Takeovers verpasst? Schau hier vorbei, um einen Überblick über die Autoren und die Themen zu bekommen.

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