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    Takeover: Schreibblockaden

    March 16, 2018

March 16, 2018

Takeover: Schreibblockaden

Man schreibt und schreibt und schreibt und plötzlich… fühlt sich der Kopf nur noch leer an. Egal wie sehr man es auch versucht, man bekommt einfach keine Worte mehr auf das Papier niedergeschrieben. Wer von uns kennt dieses Problem nicht?

Egal in welcher Form und Ausprägung, Schreibblockaden werden den meisten von euch bekannt
sein, und wenn nicht, dann schätzt euch glücklich, diese Erfahrung noch nicht gemacht haben zu müssen!

 

Wie kann man Schreibblockaden wieder loswerden?

Ich wünschte, es gäbe ein Wundermittel, ein Geheimrezept, wie Omas Apfelkuchen mit Zimt oder so
etwas, das ich euch einfach verraten könnte. Leider muss ich euch da enttäuschen. Ganz so einfach ist
es dann doch nicht!

Da ich mich selber momentan überwiegend mit Poetry Slam und Kurzgeschichten auseinandersetze,
pausiere ich meistens einfach das Werk und versuche mich solange an anderen Ideen, bis ich wieder
ins Schreiben hineingekommen bin.

Bei längeren Werken hingegen funktioniert das leider nicht ganz so gut. Hat man schon 50 Seiten
oder gar mehr geschrieben, so fällt es deutlich schwerer, sich, wenn auch nur zwischenzeitlich, von
der Idee abzuwenden und vorwiegend mal auf ganz andere Werke zu konzentrieren.
In diesem Fall solltet ihr euch wirklich dringend klar machen, was genau euer Problem ist. Ist es ein
verlorener Fokus, fehlt die Inspiration oder vielleicht doch eher die Motivation?
Zum Thema Inspiration, gibt es bereits zwei spannende Beiträge hier auf diesem Blog, die ihr euch nicht
entgehen lassen solltet. Auf die Themen Fokus und Motivation werde ich jetzt ein wenig eingehen.

 

Wie findet man seinen Fokus wieder?

Kaum haben wir eine freie Minute, schauen wir auf das Handy und surfen beispielsweise in den
sozialen Netzwerken. Selten gönnen wir uns wirklich einmal eine richtige Pause; problematisch
hierbei ist, dass wir unser Gehirn damit schneller überfordern, als wir denken. Besonders spürbar ist
das wiederum bei kreativen Tätigkeiten, wie dem Schreiben. Um euch wieder auf eure Geschichte zu
fokussieren, gibt es eine zentrale Frage, mit der ihr euch auseinandersetzen solltet:

Worum geht es in eurer Geschichte wirklich?

Versucht sie in nur 2-3 Sätzen zusammenzufassen! Setzt euch mit eurem Konzept auseinander und überarbeitet es, ergänzt ab der ein oder anderen Stelle und streicht woanders etwas heraus.

Ich selber schreibe auch gerne einfach mal Exposés, um mich auf das Wesentliche, die Quintessenz
der Geschichte, zu konzentrieren. Eine weitere Idee wäre es, einfach mal das zu überarbeiten, was ihr bisher geschrieben habt. Das kann man generell kaum oft genug tun und es kann euch ebenfalls helfen, den Fokus wiederzufinden.
Wichtig ist vor allem aber, dass ihr die Geschichte nicht aufgebt, nur weil es einen Tag mal nicht so
gut läuft! Selbst die Profis haben mal Tage, an denen sie lieber durch das Fenster schauen um
Wölkchen zu zählen und am Ende müssen sie feststellen, dass sie im Laufe des Tages nicht mehr als
eine Hand voll Worte niedergeschrieben haben.

 

Und wie motiviere ich mich jetzt?

Motivation ist definitiv einer der Knackpunkte, an denen viele angehende Autoren scheitern. Ein
Trick der fast allen von euch bekannt sein wird, ist es, sich regelmäßige und feste Schreibzeiten in den
Terminplan einzutragen und dennoch Luft zu lassen für Flexibilität. So solltet ihr, wenn ihr gerade Lust
haben solltet zu schreiben, auch genau das tun, anstatt es euch selber zu verbieten, weil ihr gerade
euren schreibfreien Tag habt. Darauf werde ich gleich genauer eingehen. Mithilfe dieser Planung
bekommt ihr Routine. Das ganze könnt ihr dann noch mit Dingen wie einer Tasse eures Lieblingstees
zu jeder Schreibeinheit aufpeppen. So schafft ihr es, dass die Motivation zu schreiben, euch generell
einfacher fällt, als wenn ihr komplett unkoordiniert schreibt.

Das Problem dabei ist, dass viele von euch einen vollen Terminplan haben werden und so kaum Zeit
bleibt, um mal durchzuatmen. Deshalb möchte ich euch ein oder zwei aktive Pausen pro Woche ans
Herz legen. Damit meine ich Tage, an denen ihr zwar keine Schreibzeiten einplant, dafür aber
beispielsweise einen Spaziergang oder ein paar Bahnen im Schwimmbad. Während diesen
Aktivitäten könnt ihr super über eure Geschichte nachdenken oder Freunden davon erzählen (Fokus)
und vielleicht sogar ein paar Anregungen von diesen oder eurer Umwelt bekommen (Inspiration).
Außerdem steigert ihr so gleichzeitig eure Fitness. Bei mir selber kann ich beobachten, dass ich
motivationsfähiger bin, wenn ich gerade fit bin. Somit haben diese Pausen den Effekt, dass ihr in
eurer Geschichte weiterkommt, obwohl ihr gerade mal nicht am Schreibtisch sitzt.
Speziell diese Form der Pause kann häufig euch auch von Schreibblockaden fernhalten oder sie
zumindest schnell wieder verschwinden lassen.

Was tut ihr, wenn ihr in einer Schreibblockade landet?  Habt ihr ein Wundermittel für euch
gefunden? Welche meiner Methoden habt ihr selber schon ausprobiert und was sind eure
Erfahrungen mit ihnen?

 

Dieser Post im #sweekkeeperblog kommt von eurer SweekKeeperin Eve @writtenbetweenthelines. Sie schreibt gerne Poesie.

Du hast die Ankündigung des SweekKeeper Takeovers verpasst? Schau hier vorbei, um einen Überblick über die Autoren und die Themen zu bekommen!

2 Comments
  • Malina, May 27, 2018 Antworten

    Ich setze mich bei Schreibblockaden gerne vor ein leeres Blatt und schreibe 5 Minuten von dem, was mir gerade in den Sinn kommt. Ohne den Stift abzusetzen oder zu korrigieren. Das hilft mir, meinen inneren Editor abzustellen.

    • Sweek Deutschland, May 28, 2018 Antworten

      Guter Tipp! :)


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