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February 16, 2018

Takeover: Tipps zur Inspiration II

 

Hier bin ich wieder – Manuel vom Sweek Keeper Team. Ich habe unlängst versucht, euch von ein paar Inspirationserfahrungen zu berichten. Dabei ging es um neue Geschichten. Inspirationen sind wichtig, um überhaupt erst einen Anfang zu machen. Für eine Kurzgeschichte mag das auch ausreichen. Aber was ist, wenn man eine längere Geschichte oder sogar einen Roman schreibt? Nun, dafür braucht man immer wieder neue Impulse. Also:

 

Inspiration, Teil II: Inspirationen für laufende Werke? Na klar!

 

Vielleicht seid ihr jemand, der für jede Geschichte ein Outline schreibt und Notizbücher voller Gedanken niedergeschrieben habt. Vielleicht schreibt ihr auch eher aus dem Bauch heraus – ich kann euch wirklich keinen Tipp geben, was besser ist. Manche Geschichten funktionieren für mich so besser, andere so. Grundsätzlich empfiehlt es sich, spontane Ideen auf jeden Fall aufzuschreiben. Das hilft euch auch dabei, dass das Inspirationslevel nie nachlässt. Ich habe immer ein Notizbuch in meiner Tasche.

Am meisten hasse ich beim Schreiben den Moment, wenn ich genau weiß, dass ich für diese und jene Szene eine Idee hatte – aber einfach nicht mehr weiß, was genau das für eine Idee war. Genau aus diesem Grund sollte man auch nicht vergessen, dass Inspiration eben nicht nur für den Anfang einer Geschichte gut, sondern dass sie dauerhaft vonnöten ist. Sonst produziert man schnell Längen in seinem eigenen Werk. Ihr wisst selbst, wie langweilig es ist, solche zu lesen.

Ich möchte euch ein ganz persönliches Beispiel geben, wie Inspiration für ein schon bestehendes und durchaus auch umfangreiches Werk aussehen kann. The Change of Everything, das ihr gerade bei Sweek lesen könnt, ist ein wichtiges Projekt für mich.

Von Anfang an hatte ich eine klare Vorstellung von Corin, dem Protagonisten, und Jasper, seinem Ex-Freund, den Corin eine ganze Weile vermisst und am liebsten zurückhaben möchte. Vielleicht kennt ihr es selbst: Irgendwann seht ihr in vielen Personen draußen auf der Straße (oder im Supermarkt, in der Straßenbahn, oder …) die Figuren aus euren Geschichten. Ich schreibe The Change of Everything mit meiner Frau zusammen. Wir haben immer noch nicht die perfekte Lucy gefunden, aber viele junge Männer da draußen sind Jasper oder Corin. Ach, eigentlich ist das wirklich eine schlimme Angewohnheit von Autoren, anderen Leuten einfach andere Namen zu geben – und sie noch dazu intensiv zu beobachten, nur weil sie aussehen wie Figuren aus dem eigenen Roman.

Entschuldigt also, falls ich euch da draußen mal anstarre…

Zurück zum Beispiel: Eigentlich sind Jasper und Corin schon länger nicht mehr zusammen und wie sich ihre Geschichte ganz aktuell in meinem Word Dokument weiterentwickelt, kann ich euch unmöglich verraten. Aber um die beiden Figuren weiter zu prägen und ihre Interaktionen noch ein bisschen realistischer zu machen, haben mir zwei junge Männer im Londoner St James’ Park vergangenen August wirklich weitergeholfen.

Vielleicht klingt es wirklich albern, wenn ihr es lest. Aber merkt euch: Genauso funktionieren die besten Inspirationen. Die beiden Jungs, von denen ich sprach, sie dürften vom Alter her in Jaspers und Corins Altersgruppe passen, waren zusammen im Park und haben ihre Hausaufgaben gemacht – genauer gesagt: Sie haben versucht, sich jeweils auf ihre Lektüre zu konzentrieren.

Ich glaube, Corin und Jasper würden niemals zusammen Bücher lesen, aber die beiden waren von ihren Interaktionen her einfach nur wahnsinnig witzig. Sie konnten sich kaum so richtig konzentrieren, haben viel miteinander gelacht und irgendwann tauchte noch eine böse Wespe auf, die sie gemeinschaftlich zu „killen“ versuchten, mit dem Inhalt einer ganzen Wasserflasche.

Da die beiden vom Aussehen her genau auf „Corin-Jasper“ passten, habe ich gesagt, dass ich so eine Szene unbedingt auch noch in The Change of Everything brauche. Bisher wurde sie noch nicht real, allerdings hat mir die Begegnung mit den beiden wirklich geholfen, zu verstehen, was Corin mit Jaspers Witzen oder generell seiner Art meinte. Das hatte er nämlich bisher nur so gesagt, und ich konnte selbst noch nicht so viel damit anfangen, weil ich keine klare Szene zwischen den beiden vor unserer Geschichte im Kopf hatte. Das hat sich nun geändert. Danke, ihr beiden, wer auch immer ihr wart!

Ihr seht: Ich persönlich kann als Autor unmöglich mit einem Outline arbeiten. Und genau deshalb sind Inspirationen wie diese so wichtig für mich, weil ich leider nicht konstruieren kann, sondern nur mit Alltagsinput arbeite.

Meine Beispiele für Inspiration in diesem Post und dem letzten sind wirklich sehr spezielle und persönliche. Ich kann nicht sagen, ob es für euch genauso funktionieren würde – aber genau das ist das Tolle am Arbeiten als Autor. Deswegen dürfen wir so, so viele verschiedene Geschichten mit unterschiedlichen Einflüssen lesen. Schaut euch alleine nur die Geschichten für die MikroFiction-Wettbewerbe an, um in kurzer Zeit einen Überblick zu bekommen.

Ganz allgemein ‚verstecken‘ sich für mich in vielen Dingen Inspirationen: In Musik, in Filmen und Serien, und natürlich auch in anderen Büchern. Das heißt nicht, dass ich Figuren oder Szenen klaue. Bestimmte Äußerungen, Interaktionen oder Beschreibungen aber helfen einem schlichtweg weiter, seine eigene Welt detaillierter auszuformulieren oder ihr neue Nuancen zu verpassen – und wenn es einfach nur der perfekte Songtext ist, den eure Figur in einem bestimmten Moment hört.

 

Findet eure Inspiration!

Abschließend und zusammenfassend lässt sich sagen, dass alles, was ihr seht oder hört, jede Erfahrung, jedes Gespräch und auch jeder Gemütszustand eine Inspiration sein kann. Papier für Notizen (oder ein digitales Notizbuch) immer dabei zu haben, lohnt sich wirklich.

Wichtig ist, offen für alles für sein, denn vielleicht braucht ihr gerade jene Inspiration nicht heute und nicht morgen, vielleicht auch nicht in diesem Jahr – aber irgendwann könnte es euch so gehen, wie es mir manchmal geht: „War da nicht mal, hier und dort…?“ Wenn ihr dann nachschauen könnt, was euch damals beschäftigt hat, ist das wirklich viel wert. Auch wichtig: Vielleicht ist es euch auch noch nicht bewusst, wofür ihr die Inspiration braucht, aber eine zukünftige Geschichte bereichert sie umso mehr.

Ich hoffe, meine Tipps bringen euch etwas und haben euch auch Spaß beim Lesen gemacht. Und nun: Ran an die Tasten! Ich freue mich, von euch zu lesen!

 

Dieser Post im #sweekkeeperblog kommt von eurem SweekKeeper Manuel @Maneic. Er schreibt gerne Young Adult und verschiedene (Misch-)genres und war Finalist bei #MikroTanz und #MikroFeuer.

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February 9, 2018

Takeover: Tipps zum Zeitmanagement

«Wie findest du die Zeit dafür?»

«Ich habe einfach keine Zeit zu schreiben!»

 

Das sind Ausreden.

Ihr habt sehr wohl Zeit und zwar genau gleich viel wie alle anderen auch. Aber ihr füllt diese Zeit anders. Nun, natürlich haben gewisse mehr Freizeit als andere, das will ich nicht bestreiten. Aber häufig, wenn man obenstehende Aussagen macht, ist damit gar nicht die Zeit gemeint.

Ihr meint damit die Prioritäten. Eure Freizeit füllt ihr mit lesen, abmachen, backen, Reitunterricht. Und das ist gut. Aber wenn ihr schreiben wollt und ein Buch zu Ende bringen, müsst ihr das ebenso auf eure Prioritätenliste setzen. Nicht nur der Reitunterricht und die beste Freundin, sondern auch die Schreibzeit muss in eurer Tagesplanung miteinberechnet werden. Nehmt euch vor, wie viele Stunden pro Wochen ihr schreiben wollt und nehmt euch die Zeit dafür.

Denn ich weiß nicht wie es euch geht, aber mir fliegt gewöhnlich keine Zeit zu. Wenn ich sie mir nicht nehme, dann verschwindet sie einfach. Lästig.

Ich verstehe ebenso, dass Schreiben nicht bei jedem auf Priorität eins steht. Man hat Arbeit, Schule oder Studium und kann es sich nicht leisten, das zu vernachlässigen. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass wenn ihr wirklich wollt, dann findet ihr Zeit dafür. Auch wenn das nur eineinhalb Stunden in der Woche sind, sind das mehr als keine. Und ihr werdet sehen: wenn ihr den Tag plant und wisst, dass ihr abends eine halbe Stunde für das Schreiben reserviert habt, dann werdet ihr die Zeit auch effizienter nutzen. Denn durch die Haltung «falls ich noch Zeit habe,…» geht ihr keine wirkliche Verpflichtung ein. Ihr nehmt euch vage vor, «vielleicht» noch zu schreiben und seien wir ehrlich, das bringt nichts.

Also nehmt euch die Zeit zu schreiben und ihr werdet merken, dass sie vorhanden sein wird!

Dazu habe ich noch ein Zitat von Jim Rohn für euch: «Wenn du etwas wirklich tun willst, findest du einen Weg. Wenn nicht, findest du eine Ausrede.»

Dieser Post im #sweekkeeperblog kommt von eurer SweekKeeperin Delia @DeliaMunoz. Sie schreibt gerne Fantasy oder Mischgenres.

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February 2, 2018

Takeover: Tipps zu Inspirationsquellen

Wenn ihr eine gute Geschichte anfangen und durchziehen wollt, braucht ihr zunächst eins: Inspirationsquellen. Auch jede spontane Idee, alles, was ihr irgendwo seht oder hört, oder jede Erfahrung, die euch helfen kann, etwas Gutes aufs Papier zu bringen, lassen sich als Inspirationsquellen sehen – in zwei Blogposts möchte ich euch etwas Persönliches über die Inspiration erzählen. Heute geht’s los mit…

Inspiration, Teil I!

Manche Autoren sagen, dass sie nach „Dienstplan“ schreiben. „Neun bis 17 Uhr: Schreiben“, steht dann bei ihnen im Kalender. Ich persönlich habe Respekt vor jedem, der das kann. Ich kann es nicht, auch wenn ich es manchmal gerne können würde, zum Beispiel, wenn eine Geschichte schnell fertigwerden soll, oder einfach nur, weil ich viel arbeite und abends noch meine freien Stunden zum Schreiben nutzen möchte. Manchmal geht dann einfach nichts – nicht unbedingt, weil keine Wörter ihren Weg aufs Papier finden würden, sondern einfach, weil die kreative Kraft dahinter fehlt.

In den letzten Monaten und Jahren habe ich aber viel über Inspirationsquellen gelernt – hier ein paar persönliche Erfahrungen, wie gute Inspirationen Geschichten bereichern. Zuerst geht es um Geschichten, die gerade erst entstehen.

Inspirationsquellen für neue Geschichten: Einen Anfang machen

Verlagsautoren kennen den Druck nur zu gut, dass ein Manuskript grade abgeliefert ist, die nächste Deadline aber schon wieder in greifbarer Nähe ist.

Aber auch, wenn man ‚einfach nur so‘ schreibt – irgendwann kommt der Moment, in dem eine Geschichte fertig ist. Vielleicht wisst ihr, dass es einen Nachfolger geben wird. Meine persönliche Erfahrung ist, dass Ideen für zweite Bände oft unheimlich umfangreich wirken. Dann schreibt man aber alles auf und ist nach 30, 40 Seiten fertig.

Mist.

Und nun?

Vielleicht fällt euch dann noch auf, dass das alles doch gar nicht so gut ist, wie ihr dachtet. Wenn man eine ganz frische Geschichte anfängt, wird das alles noch schwieriger, denn selbst wenn ihr ein Setting oder eine bestimmte Figur, vielleicht nicht einmal euren Protagonisten schon im Kopf habt, braucht ihr … na ja, eben noch den ganzen Rest.

Ganz fix möchte ich euch erzählen, wie die Idee und die Inspiration für meine Kurzgeschichte Our Life entstanden sind, die für die englische MikroFiction Runde #MicroLife angetreten ist.

Das ging ganz schnell an einer der stürmischen Herbsttage im letzten Jahr. Ich war am Sonntag auf dem Weg zur Arbeit. Erwartungsgemäß war ziemlich wenig los auf den Straßen. Leere Städte üben auf mich immer eine gewisse Faszination aus – und durch den leichten Sturm umso mehr.

Wenn ich zur Arbeit gehe, laufe ich auch an einer Tankstelle vorbei. Dort wurde zu diesem Zeitpunkt nicht ein einziges Auto betankt – aber ein Mann mit seinem Hund war dort. Die beiden sahen aus wie beste Kumpels, denn der Mann gab seinem Hund eine Belohnung und der Hund sah ihn mit ganz großen Augen an.

Soweit eine vielleicht nicht ganz ungewöhnliche Szene – aber die beiden standen genau vor einem „Vorfahrt gewähren“ Schild an der Ausfahrt der Tankstelle, während im Hintergrund der Wind Blätter, Papiere und Einiges an Müll aufwirbelte.

Durch die sonntägliche Ruhe wirkte die Szene an sich wie aus einem Film, der in der Postapokalypse spielt – plötzlich war der Mann mit seinem Hund einer der letzten Überlebenden, der sich durch die raue Umgebung schlägt, das Schild und die Tankstelle ein letztes Überbleibsel der vorherigen Gesellschaft.

Letztlich haben es der Mann und der Hund in Our Life geschafft. Auch das Schild spielt eine Rolle: Jack reagiert sehr, sehr empfindlich auf diesen Teil der alten Gesellschaft, mit der er definitiv nichts mehr zu tun haben wollte.

Eine andere meiner Geschichten, Tanz im Nebel für #MikroTanz, wurde aus einer ganz ähnlichen einfachen Situation heraus geboren: Vom Blick aus einem Hotelfenster in England.

Es war neblig, wirklich neblig. Unser Hotel in der Nähe von London war in einem Park gelegen. Als wir morgens, es war gerade noch dunkel, aufstanden, konnte man draußen eigentlich nichts erkennen.

Geradeso konnte man sehen, dass dort draußen ein Park war, und ein Weg.

Und dann bewegte sich eine dunkle Gestalt scheinbar blitzschnell durch den Nebel – ein Jogger.

Der Nebel ließ mich an diesem Tag in England nicht mehr los. Was könnte der Nebel verbergen, was nicht? Sahen verschiedene Menschen vielleicht unterschiedliche Dinge, wenn sie dort hinausblickten?

Vielleicht brauchte man nur einen Moment nicht hinzusehen, um etwas zu verpassen. Oder der Nebel steht übertragen für verschwundene Erinnerungen, und wer genau dort steht, unterscheidet sich abhängig davon, wen man fragt…

Das waren nun zwei Beispiele, wie mir Alltagsinspirationen bei neuen Geschichte wirklich weitergeholfen haben. Nicht vergessen sollte man auch: Für laufende Werke sind Inspirationsquellen mindestens genauso nützlich, damit die Idee nicht unvollendet in irgendeinem Ordner versauert. Doch dazu lest ihr bald mehr – Fortsetzung folgt!

 

Dieser Post im #sweekkeeperblog kommt von eurem SweekKeeper Manuel @Maneic. Er schreibt gerne Young Adult und verschiedene (Misch-)genres und war Finalist bei #MikroTanz.

Du hast die Ankündigung des SweekKeeper Takeovers verpasst? Schau hier vorbei, um einen Überblick über die Autoren und die Themen zu bekommen!

January 17, 2018

Takeover: Tipps von euren Sweek Keepern

Liebe Sweeker!

Wie ihr wisst hat Sweek seit einiger Zeit neue Sweek Keeper! Wir greifen der Sweek Redaktion bei der Kommunikation mit euch unter die Arme und beantworten Fragen aller Art. Nun haben wir ein neues Projekt auf die Beine gestellt! In diesem “Sweek Story”-Teil des Sweek Blogs werden wir von nun an allerlei Tipps aus unserer eigenen Erfahrung preisgeben – in Form eines wundervollen

Sweek Keeper Blogs!

 

Ungefähr wöchentlich wird es Artikel rund um den Schreiballtag geben, die von einem von uns verfasst werden. Wir verfassen Schreibtipps, Berichte, aber auch ab und zu Gedichte oder kurze Geschichten. Jeder von uns fokussiert sich auf unterschiedliche Bereiche und alle zusammen werden wir regelmäßig spannenden Content für euch bereithalten.

Als erstes werden wir uns den Themen Zeitmanagement, Genres, der Ideenfindung, dem Einstieg in das Schreiben und den Social Media widmen.

 

Wer genau wir sind?

Wir sind 7 AutorInnen mit 7 verschiedenen Interessen, Vorlieben und Schreibstilen.

Eve: @writtenbetweenthelines, schreibt gerne Poesie.

Jessi: @Yessi, schreibt gerne Fanfictions und Fantasy.

Manuel: @Maneic, schreibt gerne Young Adult und verschiedene (Misch-)genres. Finalist #MikroTanz.

Line: @LeLine99, schreibt gerne Fanfictions und Mischgenres. Finalistin #MikroLicht.

Viktoria: @ViktoriaChristians, schreibt gerne Young Adult und Fantasy.

Laurus: @Laurus_Larssen, schreibt gerne Fantasy, Kurzgeschichten und mehr.

Delia: @DeliaMunoz, schreibt gerne Fantasy oder Mischgenres.

 

Seid gespannt! In kurzer Zeit erwartet euch der erste Eintrag in unserem #sweekkeeperblog