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    Tipps von Autoren

March 8, 2018

Takeover: Wer oder was ist ein richtiger Autor?

Joanne K. Rowling, Nicholas Sparks, Stephen King, Gayle Forman, Lauren Kate.

All jene sind uns bekannte Personen. Jeder von uns hat doch bestimmt schon mindestens einen dieser Namen gelesen oder gehört. Und sie haben neben ihrer Bekanntheit eine weitere Gemeinsamkeit. Welche Gemeinsamkeit?

Sie sind alle Autoren.

Jeder von ihnen hat mindestens einen Bestseller-Roman veröffentlicht und damit sehr viel erreicht. Dem einen oder anderen ist es gelungen, einen Preis für sein Werk zu gewinnen oder sogar an einem Film zu seinem Roman mitzuwirken.

Doch was macht J.K. Rowling und Co. eigentlich zu Autoren?

Ist es der Ruhm? Oder die Bekanntheit? Ist es ihre Art und Weise zu schreiben? Sind es ihre Ideen hinter den Büchern?
Es sind wahrscheinlich viele Fakten, die euch hierzu noch einfallen können, aber eines ist sicher: Jeder fängt einmal klein an und jeder findet seinen eigenen Weg ein Autor zu werden.

Genauso hat auch jeder von uns seine eigene Vorstellung zu der Frage: Wer oder Was ist eigentlich ein Autor? Fragt man die Allgemeinheit nach einer Definition für dieses Wort, fallen gleich Antworten wie:

››Autoren sind Personen, die viele, vor allem lange Texte schreiben.‹‹
››Autoren schreiben Bücher für Verlage.‹‹
››Autoren veröffentlichen Romane und Kurzgeschichten.‹‹

Die Wörterbuchdefinition hingegen sagt:

››Ein Autor ist der Verfasser eines Werkes der Literatur oder eines Textes.‹‹

Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Ihr seid nicht erst ein Autor, wenn ihr ein gutes Buch veröffentlicht habt oder bei einem Verlag arbeitet, sondern ihr beginnt viel früher ein richtiger Autor zu sein. Um ein Autor zu sein, braucht ihr vor allem Leidenschaft. Leidenschaft zum Schreiben. Egal ob zu Fiktion oder Non-Fiktion, Prosa oder Lyrik. Und diese Leidenschaft bemerkt ihr schon bei den ersten Ideen für euer zukünftiges Werk. Sie entwickelt sich nach und nach, mit jedem neuem Wort.

Das Wichtigste beim Schreiben eures Textes ist es, dass ihr als Autor selber hinter dem steht und Spaß an dem habt, was ihr aufs Papier bringt. Wenn ihr nämlich keine Freude an dem habt, was ihr schreibt, dann merken das auch eure Leser. Wir kennen das doch alle. Wenn wir keine Lust darauf haben, die Hausaufgaben zu erledigen, aber die Aufgaben morgen abgegeben werden müssen, schmieren wir ein paar total zusammenhangslose Sätze auf ein Stück Papier, in der Hoffnung es wird schon irgendwo, irgendwie richtig sein.

Und fast genauso ist es dann für eure Leser. Wenn ihr mit einer Null-Bock-Einstellung an euren Werken arbeitet, werden auch eure Sätze emotionslos, kurz und vor allem langweilig. Welcher Leser liest sowas dann noch gerne? Kaum einer.

Und deswegen ist es für euch als angehende Autoren wichtig, dass ihr Spaß an eurer eigenen, kleinen Leidenschaft habt und dass ihr euch dafür Zeit lasst, eure Ideen wachsen zu lassen. Solange ihr diese Leidenschaft und diese Freude am Schreiben habt, könnt ihr euch als richtigen Autoren bezeichnen. Es wird aber auch niemals eine richtige Definition dafür geben, was einen richtigen Autor ausmacht. Autor sein ist eine individuelle Kunst für sich, in der jeder Schreiber seinen ganz eigenen, persönlichen Stil hat.

 

Dieser Post im #sweekkeeperblog kommt von eurer SweekKeeperin Pauline Lederhausen @LeLine99. Sie schreibt schreibt gerne Fanfictions und Mischgenres und war Finalistin bei #MikroLicht.

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March 2, 2018

Takeover: Warum du schreibst, was du schreibst

Als ich vor zehn Jahren mit dem Schreiben anfing, habe ich immer gedacht, dass ich mir gar
keine Schreibratgeber oder Schreibtipps durchlesen müsste. Intuitiv hab ich einfach das
aufgeschrieben, was mir durch den Kopf gegangen ist. Anfangs kann das ja noch ganz gut
sein, um ein Gefühl von dem Schreibprozess zu entwickeln – aber wenn du einen
mitreißenden und einfach verdammt guten Roman schreiben willst, solltest du beim Schreiben
auf einige Dinge achten, an die du für gewöhnlich nicht intuitiv denkst.

 

Die Prämisse der Geschichte – Was ist das?

Wenn du jetzt also anfängst, deine Geschichte zu schreiben, was ist deiner Meinung nach das
Wichtigste? Natürlich, authentische Charaktere, ein spannender Plot und ein toller und
lebhafter Schreibstil, aber darüber hinaus gibt es noch so etwas, das deinen Roman wirklich
zusammenhält: die Prämisse deiner Geschichte.

Du kannst dir dein Werk quasi wie eine Ehe vorstellen. Die Prämisse ist demnach die Liebe in
dieser Ehe, die permanent bewiesen wird. Anders ausgedrückt: Die Prämisse ist der Grund
dafür, warum du das schreibst, was du schreibst, der Kern des Ganzen, das du verdeutlichen
willst. Vielleicht kennst du die Prämisse auch als zentrales Thema, Plan, Absicht oder ganz
einfach als Idee.

 

Warum brauche ich überhaupt eine Prämisse?

Stell dir vor, du sollst in der Schule an einer Diskussion zu der These Hunde sind besser als
Katzen teilnehmen. Oder Fahrradfahren ist umweltfreundlicher als Autofahren. Du vertrittst
den Standpunkt, dass Hunde halt besser als Katzen sind oder, dass Fahrradfahren definitiv
umweltfreundlicher als Autofahren ist. In deiner Diskussion zählst du demnach nur die
Argumente auf, die wichtig sind, um deinen Gegenüber von der Richtigkeit deines
Standpunktes zu überzeugen, oder? Wenn du nun etwas über die gegnerische Seite sagst,
wiederspräche das ja deiner Prämisse und deine Argumentation wäre widersprüchlich.
In deiner Diskussion ist deine Prämisse deine universelle Wahrheit.

In deinem Roman ist sie das nicht.

In deinem Roman erschaffst du eine fiktive Welt mit einer fiktiven Argumentation. Die
Prämisse deines Romans bezieht sich also nur auf die fiktive Wirklichkeit deines Romans und
nicht auf die reale Welt, in der du als Autor lebst, auch wenn du sie durchaus auf deine
Realität beziehen kannst. Sie ist also das Ergebnis deiner fiktiven Argumentation, quasi das
Fazit aus dem, was mit deinen Figuren am Ende des Konflikts passiert.

Geschichten, die keine Prämisse oder eine unvollständige Prämisse haben, wirken oftmals
nicht einheitlich. Der Leser wird beim Lesen deines Romans das Gefühl haben, als fehle
irgendetwas, ohne zu wissen, was tatsächlich fehlt. Und das willst du doch nicht.
Es geht deshalb darum, deine Prämisse mit jedem deiner Handlungspunkte zu beweisen,
deshalb ist es praktisch, schon während des Plottens zu wissen, was denn nun überhaupt deine
Prämisse ist. So ist es dir möglich, die Argumente, die für deine Argumentation nicht weiter
förderlich sind oder die womöglich sogar gegen deinen Standpunkt sprechen, schon von
vorneherein zu streichen.

 

Wie kann ich meine Prämisse finden?

Du weißt bestimmt, dass du dich von allem und jedem in deinem Alltag zu einer Geschichte
inspirieren lassen kannst. Mir zum Beispiel hilft es, bei einem Mangel an Inspiration, mich
einfach in ein Café zu setzen und die Leute zu beobachten. Wie sitzen sie? Wie reden sie?
Wie reagieren sie? Was trinken sie? Und so weiter. Das macht nicht nur Spaß, sondern verrät
dir auch sehr viel über die Menschen. In so einem Café könntest du deine Prämisse
entwickeln – selbst wenn du noch nicht genau weißt, wie sich deine Geschichte oder deine
Figuren entwickeln werden.

Du könntest deine Prämisse mit einer bestimmten Eigenschaft deines Protagonisten
verknüpfen.

Ich denke mir jetzt einfach mal einen etwas älteren Herrn namens Ulrich aus. Ulrich ist
Lehrer, kurz vor der Rente, geschieden. Seine Enkelkinder wohnen zu weit weg, um ihn
regelmäßig besuchen zu können. Er wird von seinen Kollegen und hinter dem Rücken seiner
Schüler nur Ulli genannt und jeder weiß, dass er sich in den mündlichen Religionsprüfungen
nach der momentanen Theatersituation der Stadt erkundigt, weil er nämlich keine Ahnung
von dem Kram hat, den seine Schüler lernen sollten. Im Großen und Ganzen ist Ulli ein
Versager, ein Tollpatsch. Aber, er ist auch sehr geldgierig. Er gibt niemals auch nur einen
Cent für etwas aus, das er nicht braucht, weshalb er auch der Einzige von seinen Kollegen ist,
der sich einigen Luxus leisten kann, als es in seinem Land zu einer fatalen Wirtschaftskrise
kommt. Er schwimmt im Geld, die Frauen liegen ihm zu Füßen…

Die Prämisse könnte also lauten: Geldgier führt zu einem hohen Ansehen in der Gesellschaft.
Deine Prämisse sollte also im besten Fall immer einen Aspekt des Protagonisten beinhalten,
der letztendlich zur Lösung deines Konflikts beiträgt.

Und so nebenbei bemerkt: Es ist nicht schlimm, wenn du die Prämisse eines anderen Romans
übernimmst! Die Prämissen sind nicht urheberrechtlich geschützt. Solltest du also feststellen,
dass du zufälliger weise die gleiche Prämisse wie die deines Lieblingsbuchs in deinen Roman
eingebaut hast, ist das nichts Dramatisches. Ich bin mir sicher, dass viele bereits eine ähnliche
Idee gehabt haben wie du oder ich.

Und jetzt versuch doch einfach mal, die Prämisse deines Romans genau zu bestimmen, falls
du das noch nicht gemacht hast. Du wirst feststellen, dass sich schon dein ganzer Plot
einheitlicher anhören wird, wenn dir bewusst ist, worüber du überhaupt schreibst.
Deshalb wird es dir auch bestimmt nicht schwer fallen, die Prämisse dieses Blogbeitrags zu
bestimmen, richtig?

 

Dieser Post im #sweekkeeperblog kommt von eurer SweekKeeperin Viktoria Christians @ViktoriaChristians. Sie schreibt gerne Young Adult und Fantasy.

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February 23, 2018

Takeover: Werbung – Aber wie?

Vielleicht kennt ihr das ja – ihr bekommt die Benachrichtigung, dass ihr eine Nachricht einer euch bisher unbekannten Person erhalten habt. Freudig öffnet ihr Sweek, um zu sehen, was diese Person euch Wichtiges mitzuteilen hat. Ihr fangt an, die Nachricht zu lesen. Darin erfahrt ihr, dass diese Person eure Bücher mag, wundert euch, warum sie dann aber keine Likes hinterlassen hat, und lest weiter.

Bitte schau auch mal bei meiner Geschichte vorbei und folge ihr, falls sie dir gefällt.

Bestimmt habt ihr solche Nachrichten schon bekommen oder in Stories ähnliche Kommentare entdeckt.

Doch was kann man hier tun? 

Falls es sich um Spam-Kommentare handelt, könnt ihr diese melden, ansonsten vielleicht in einem Antwort-Kommentar darauf hinweisen, dass dies störend ist. Achtet immer darauf freundlich zu bleiben. Doch wie kann ich meine Geschichten anders bewerben?

Momentan gibt es dafür für unseren Geschmack zu wenig Möglichkeiten. Gerade für neue und unbekannte Autoren ist es schwierig, viele Leser zu erreichen. Das liegt nicht immer an der Qualität der Geschichte. Nun haben wir uns ein bisschen mit Sweek ausgetauscht und werden versuchen, unbekannte, aber gute Autoren mehr zu unterstützen. Zumindest soweit es möglich ist.

Doch was kannst du machen, um mehr interessierte Leser zu erreichen?

Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten: Erst letztens hat Sweek dazu einen Beitag auf Facebook und Instagram dazu gepostet, schaut dafür mal hier nach.

So kannst du deine Sweek-Story erfolgreich promoten 📣 :

  • Social Media-Posts auf deinen eigenen Kanälen, in denen du deine Story beschreiben kannst
  • in den Promote-Stories von Sweek_de auf Sweek Freunde & Familie zum Lesen auffordern (und zum Liken/Folgen, wenn ihnen die Geschichte gefällt)
  • Posts in der Sweek Deutschland Fangruppe (Facebook)

Bei #Sweek schätzen wir ein faires Zusammensein – bitte sieh von allen Maßnahmen ab, die kommerziell sind oder von denen sich andere Nutzer gestört fühlen könnten. #sweekistgemeinschaft

Zuerst einmal solltest du selbst darauf verzichten, sich wiederholende Spam-Kommentare oder Nachrichten zu verfassen. Du kannst anderen Lesern natürlich von deiner Geschichte erzählen, aber gerade wenn du sie nicht kennst, wirken solche Nachrichten ziemlich schnell störend. Deshalb solltest du dies vorsichtig tun. Besser wäre es, Bekannte oder Freunde auf deine Geschichten aufmerksam zu machen und sie um Hilfe bitten.

Natürlich kannst du auch in deinen eigenen Social-Media-Kanälen »Werbung« für deine Geschichten machen: zum Beispiel könntest du die Cover auf Instagram hochladen oder auf Facebook einen kurzen Beitag schreiben, warum genau deine Geschichte so besonders ist. Falls du gerne Videos bearbeitest, kannst du auch Trailer für deine Geschichten auf YouTube hochladen. Je nachdem, was deine Hobbys sind, kannst du dies verbinden. Denn soziale Netzwerke eignen sich sehr gut, um viele Menschen zu erreichen. Vielleicht hast du ja eine interessante Idee! Ansonsten kannst du auch gut Beiträge zum Hintergrund der Geschichte posten. Zusätzlich solltest du bedenken, dass soziale Netzwerke zeitintensiv sind und dein Aushängeschild als Autor darstellen. Deshalb solltest du sie ein bisschen pflegen, damit sie einen guten Eindruck hinterlassen.

Einen guten Eindruck hinterlasst ihr aber auch, indem du Interesse an anderen Geschichten zeigst. So werden Autoren auf dich aufmerksam; gerade, wenn man Kommentare hinterlässt, schauen sie sich gerne dein Profil an. Wenn dieses ansprechend ist, schauen sie vielleicht bei deinen Geschichten vorbei. Außerdem gibt es bei Sweek_de Geschichten, in denen ihr eure eigenen Geschichten zu den jeweiligen Wettbewerben promotet werden können.

Zu guter Letzt gibt es auch die Sweek Deutschland Fan-Gruppe auf Facebook

Hier gibt es zu den verschiedenen Wettbewerben Veranstaltungen, unter denen die eigenen Geschichten promotet werden können. Außerdem kann man hier auch mit anderen Autoren und Lesern in Kontakt treten.

Wir SweekKeeper planen in dieser Facebookgruppe ab Ende Februar auch verschiedene Themenwochen. Diese sind eine Veranstaltung, ähnlich den Veranstaltungen für die Wettbewerbe. Jeden Freitag wird es eine neue Themenwoche geben. Unter dem jeweiligen, sich wöchentlich ändernden Motto lassen sich (neue) Geschichten klasse vorstellen. Die erste Woche (also ab heute, Freitag, den 23.02.18) ist »Lieblingsbuch auf Sweek und warum?« das Thema. Vielleicht wird es auch mal Themenwochen zu eigenen Geschichten geben. Schreibt uns, falls ihr Feedback geben wollt! Das Ziel dieser Themenwochen ist jedenfalls, dass neuen Geschichten auch außerhalb der Wettbewerbe eine Plattform gegeben werden kann!

Darüber hinaus werden wir gemeinsam mit Sweek natürlich daran arbeiten, allen Geschichten einen besonderen Platz zu bieten. Denn alle Geschichten sind besonders.

 

Dieser Post im #sweekkeeperblog kommt von eurem SweekKeeper Laurus Larssen @Laurus_Larssen. Er schreibt gerne Fantasy, Kurzgeschichten und mehr. 

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February 16, 2018

Takeover: Tipps zur Inspiration II

 

Hier bin ich wieder – Manuel vom Sweek Keeper Team. Ich habe unlängst versucht, euch von ein paar Inspirationserfahrungen zu berichten. Dabei ging es um neue Geschichten. Inspirationen sind wichtig, um überhaupt erst einen Anfang zu machen. Für eine Kurzgeschichte mag das auch ausreichen. Aber was ist, wenn man eine längere Geschichte oder sogar einen Roman schreibt? Nun, dafür braucht man immer wieder neue Impulse. Also:

 

Inspiration, Teil II: Inspirationen für laufende Werke? Na klar!

 

Vielleicht seid ihr jemand, der für jede Geschichte ein Outline schreibt und Notizbücher voller Gedanken niedergeschrieben habt. Vielleicht schreibt ihr auch eher aus dem Bauch heraus – ich kann euch wirklich keinen Tipp geben, was besser ist. Manche Geschichten funktionieren für mich so besser, andere so. Grundsätzlich empfiehlt es sich, spontane Ideen auf jeden Fall aufzuschreiben. Das hilft euch auch dabei, dass das Inspirationslevel nie nachlässt. Ich habe immer ein Notizbuch in meiner Tasche.

Am meisten hasse ich beim Schreiben den Moment, wenn ich genau weiß, dass ich für diese und jene Szene eine Idee hatte – aber einfach nicht mehr weiß, was genau das für eine Idee war. Genau aus diesem Grund sollte man auch nicht vergessen, dass Inspiration eben nicht nur für den Anfang einer Geschichte gut, sondern dass sie dauerhaft vonnöten ist. Sonst produziert man schnell Längen in seinem eigenen Werk. Ihr wisst selbst, wie langweilig es ist, solche zu lesen.

Ich möchte euch ein ganz persönliches Beispiel geben, wie Inspiration für ein schon bestehendes und durchaus auch umfangreiches Werk aussehen kann. The Change of Everything, das ihr gerade bei Sweek lesen könnt, ist ein wichtiges Projekt für mich.

Von Anfang an hatte ich eine klare Vorstellung von Corin, dem Protagonisten, und Jasper, seinem Ex-Freund, den Corin eine ganze Weile vermisst und am liebsten zurückhaben möchte. Vielleicht kennt ihr es selbst: Irgendwann seht ihr in vielen Personen draußen auf der Straße (oder im Supermarkt, in der Straßenbahn, oder …) die Figuren aus euren Geschichten. Ich schreibe The Change of Everything mit meiner Frau zusammen. Wir haben immer noch nicht die perfekte Lucy gefunden, aber viele junge Männer da draußen sind Jasper oder Corin. Ach, eigentlich ist das wirklich eine schlimme Angewohnheit von Autoren, anderen Leuten einfach andere Namen zu geben – und sie noch dazu intensiv zu beobachten, nur weil sie aussehen wie Figuren aus dem eigenen Roman.

Entschuldigt also, falls ich euch da draußen mal anstarre…

Zurück zum Beispiel: Eigentlich sind Jasper und Corin schon länger nicht mehr zusammen und wie sich ihre Geschichte ganz aktuell in meinem Word Dokument weiterentwickelt, kann ich euch unmöglich verraten. Aber um die beiden Figuren weiter zu prägen und ihre Interaktionen noch ein bisschen realistischer zu machen, haben mir zwei junge Männer im Londoner St James’ Park vergangenen August wirklich weitergeholfen.

Vielleicht klingt es wirklich albern, wenn ihr es lest. Aber merkt euch: Genauso funktionieren die besten Inspirationen. Die beiden Jungs, von denen ich sprach, sie dürften vom Alter her in Jaspers und Corins Altersgruppe passen, waren zusammen im Park und haben ihre Hausaufgaben gemacht – genauer gesagt: Sie haben versucht, sich jeweils auf ihre Lektüre zu konzentrieren.

Ich glaube, Corin und Jasper würden niemals zusammen Bücher lesen, aber die beiden waren von ihren Interaktionen her einfach nur wahnsinnig witzig. Sie konnten sich kaum so richtig konzentrieren, haben viel miteinander gelacht und irgendwann tauchte noch eine böse Wespe auf, die sie gemeinschaftlich zu „killen“ versuchten, mit dem Inhalt einer ganzen Wasserflasche.

Da die beiden vom Aussehen her genau auf „Corin-Jasper“ passten, habe ich gesagt, dass ich so eine Szene unbedingt auch noch in The Change of Everything brauche. Bisher wurde sie noch nicht real, allerdings hat mir die Begegnung mit den beiden wirklich geholfen, zu verstehen, was Corin mit Jaspers Witzen oder generell seiner Art meinte. Das hatte er nämlich bisher nur so gesagt, und ich konnte selbst noch nicht so viel damit anfangen, weil ich keine klare Szene zwischen den beiden vor unserer Geschichte im Kopf hatte. Das hat sich nun geändert. Danke, ihr beiden, wer auch immer ihr wart!

Ihr seht: Ich persönlich kann als Autor unmöglich mit einem Outline arbeiten. Und genau deshalb sind Inspirationen wie diese so wichtig für mich, weil ich leider nicht konstruieren kann, sondern nur mit Alltagsinput arbeite.

Meine Beispiele für Inspiration in diesem Post und dem letzten sind wirklich sehr spezielle und persönliche. Ich kann nicht sagen, ob es für euch genauso funktionieren würde – aber genau das ist das Tolle am Arbeiten als Autor. Deswegen dürfen wir so, so viele verschiedene Geschichten mit unterschiedlichen Einflüssen lesen. Schaut euch alleine nur die Geschichten für die MikroFiction-Wettbewerbe an, um in kurzer Zeit einen Überblick zu bekommen.

Ganz allgemein ‚verstecken‘ sich für mich in vielen Dingen Inspirationen: In Musik, in Filmen und Serien, und natürlich auch in anderen Büchern. Das heißt nicht, dass ich Figuren oder Szenen klaue. Bestimmte Äußerungen, Interaktionen oder Beschreibungen aber helfen einem schlichtweg weiter, seine eigene Welt detaillierter auszuformulieren oder ihr neue Nuancen zu verpassen – und wenn es einfach nur der perfekte Songtext ist, den eure Figur in einem bestimmten Moment hört.

 

Findet eure Inspiration!

Abschließend und zusammenfassend lässt sich sagen, dass alles, was ihr seht oder hört, jede Erfahrung, jedes Gespräch und auch jeder Gemütszustand eine Inspiration sein kann. Papier für Notizen (oder ein digitales Notizbuch) immer dabei zu haben, lohnt sich wirklich.

Wichtig ist, offen für alles für sein, denn vielleicht braucht ihr gerade jene Inspiration nicht heute und nicht morgen, vielleicht auch nicht in diesem Jahr – aber irgendwann könnte es euch so gehen, wie es mir manchmal geht: „War da nicht mal, hier und dort…?“ Wenn ihr dann nachschauen könnt, was euch damals beschäftigt hat, ist das wirklich viel wert. Auch wichtig: Vielleicht ist es euch auch noch nicht bewusst, wofür ihr die Inspiration braucht, aber eine zukünftige Geschichte bereichert sie umso mehr.

Ich hoffe, meine Tipps bringen euch etwas und haben euch auch Spaß beim Lesen gemacht. Und nun: Ran an die Tasten! Ich freue mich, von euch zu lesen!

 

Dieser Post im #sweekkeeperblog kommt von eurem SweekKeeper Manuel @Maneic. Er schreibt gerne Young Adult und verschiedene (Misch-)genres und war Finalist bei #MikroTanz und #MikroFeuer.

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February 9, 2018

Takeover: Tipps zum Zeitmanagement

«Wie findest du die Zeit dafür?»

«Ich habe einfach keine Zeit zu schreiben!»

 

Das sind Ausreden.

Ihr habt sehr wohl Zeit und zwar genau gleich viel wie alle anderen auch. Aber ihr füllt diese Zeit anders. Nun, natürlich haben gewisse mehr Freizeit als andere, das will ich nicht bestreiten. Aber häufig, wenn man obenstehende Aussagen macht, ist damit gar nicht die Zeit gemeint.

Ihr meint damit die Prioritäten. Eure Freizeit füllt ihr mit lesen, abmachen, backen, Reitunterricht. Und das ist gut. Aber wenn ihr schreiben wollt und ein Buch zu Ende bringen, müsst ihr das ebenso auf eure Prioritätenliste setzen. Nicht nur der Reitunterricht und die beste Freundin, sondern auch die Schreibzeit muss in eurer Tagesplanung miteinberechnet werden. Nehmt euch vor, wie viele Stunden pro Wochen ihr schreiben wollt und nehmt euch die Zeit dafür.

Denn ich weiß nicht wie es euch geht, aber mir fliegt gewöhnlich keine Zeit zu. Wenn ich sie mir nicht nehme, dann verschwindet sie einfach. Lästig.

Ich verstehe ebenso, dass Schreiben nicht bei jedem auf Priorität eins steht. Man hat Arbeit, Schule oder Studium und kann es sich nicht leisten, das zu vernachlässigen. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass wenn ihr wirklich wollt, dann findet ihr Zeit dafür. Auch wenn das nur eineinhalb Stunden in der Woche sind, sind das mehr als keine. Und ihr werdet sehen: wenn ihr den Tag plant und wisst, dass ihr abends eine halbe Stunde für das Schreiben reserviert habt, dann werdet ihr die Zeit auch effizienter nutzen. Denn durch die Haltung «falls ich noch Zeit habe,…» geht ihr keine wirkliche Verpflichtung ein. Ihr nehmt euch vage vor, «vielleicht» noch zu schreiben und seien wir ehrlich, das bringt nichts.

Also nehmt euch die Zeit zu schreiben und ihr werdet merken, dass sie vorhanden sein wird!

Dazu habe ich noch ein Zitat von Jim Rohn für euch: «Wenn du etwas wirklich tun willst, findest du einen Weg. Wenn nicht, findest du eine Ausrede.»

Dieser Post im #sweekkeeperblog kommt von eurer SweekKeeperin Delia @DeliaMunoz. Sie schreibt gerne Fantasy oder Mischgenres.

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February 2, 2018

Takeover: Tipps zu Inspirationsquellen

Wenn ihr eine gute Geschichte anfangen und durchziehen wollt, braucht ihr zunächst eins: Inspirationsquellen. Auch jede spontane Idee, alles, was ihr irgendwo seht oder hört, oder jede Erfahrung, die euch helfen kann, etwas Gutes aufs Papier zu bringen, lassen sich als Inspirationsquellen sehen – in zwei Blogposts möchte ich euch etwas Persönliches über die Inspiration erzählen. Heute geht’s los mit…

Inspiration, Teil I!

Manche Autoren sagen, dass sie nach „Dienstplan“ schreiben. „Neun bis 17 Uhr: Schreiben“, steht dann bei ihnen im Kalender. Ich persönlich habe Respekt vor jedem, der das kann. Ich kann es nicht, auch wenn ich es manchmal gerne können würde, zum Beispiel, wenn eine Geschichte schnell fertigwerden soll, oder einfach nur, weil ich viel arbeite und abends noch meine freien Stunden zum Schreiben nutzen möchte. Manchmal geht dann einfach nichts – nicht unbedingt, weil keine Wörter ihren Weg aufs Papier finden würden, sondern einfach, weil die kreative Kraft dahinter fehlt.

In den letzten Monaten und Jahren habe ich aber viel über Inspirationsquellen gelernt – hier ein paar persönliche Erfahrungen, wie gute Inspirationen Geschichten bereichern. Zuerst geht es um Geschichten, die gerade erst entstehen.

Inspirationsquellen für neue Geschichten: Einen Anfang machen

Verlagsautoren kennen den Druck nur zu gut, dass ein Manuskript grade abgeliefert ist, die nächste Deadline aber schon wieder in greifbarer Nähe ist.

Aber auch, wenn man ‚einfach nur so‘ schreibt – irgendwann kommt der Moment, in dem eine Geschichte fertig ist. Vielleicht wisst ihr, dass es einen Nachfolger geben wird. Meine persönliche Erfahrung ist, dass Ideen für zweite Bände oft unheimlich umfangreich wirken. Dann schreibt man aber alles auf und ist nach 30, 40 Seiten fertig.

Mist.

Und nun?

Vielleicht fällt euch dann noch auf, dass das alles doch gar nicht so gut ist, wie ihr dachtet. Wenn man eine ganz frische Geschichte anfängt, wird das alles noch schwieriger, denn selbst wenn ihr ein Setting oder eine bestimmte Figur, vielleicht nicht einmal euren Protagonisten schon im Kopf habt, braucht ihr … na ja, eben noch den ganzen Rest.

Ganz fix möchte ich euch erzählen, wie die Idee und die Inspiration für meine Kurzgeschichte Our Life entstanden sind, die für die englische MikroFiction Runde #MicroLife angetreten ist.

Das ging ganz schnell an einer der stürmischen Herbsttage im letzten Jahr. Ich war am Sonntag auf dem Weg zur Arbeit. Erwartungsgemäß war ziemlich wenig los auf den Straßen. Leere Städte üben auf mich immer eine gewisse Faszination aus – und durch den leichten Sturm umso mehr.

Wenn ich zur Arbeit gehe, laufe ich auch an einer Tankstelle vorbei. Dort wurde zu diesem Zeitpunkt nicht ein einziges Auto betankt – aber ein Mann mit seinem Hund war dort. Die beiden sahen aus wie beste Kumpels, denn der Mann gab seinem Hund eine Belohnung und der Hund sah ihn mit ganz großen Augen an.

Soweit eine vielleicht nicht ganz ungewöhnliche Szene – aber die beiden standen genau vor einem „Vorfahrt gewähren“ Schild an der Ausfahrt der Tankstelle, während im Hintergrund der Wind Blätter, Papiere und Einiges an Müll aufwirbelte.

Durch die sonntägliche Ruhe wirkte die Szene an sich wie aus einem Film, der in der Postapokalypse spielt – plötzlich war der Mann mit seinem Hund einer der letzten Überlebenden, der sich durch die raue Umgebung schlägt, das Schild und die Tankstelle ein letztes Überbleibsel der vorherigen Gesellschaft.

Letztlich haben es der Mann und der Hund in Our Life geschafft. Auch das Schild spielt eine Rolle: Jack reagiert sehr, sehr empfindlich auf diesen Teil der alten Gesellschaft, mit der er definitiv nichts mehr zu tun haben wollte.

Eine andere meiner Geschichten, Tanz im Nebel für #MikroTanz, wurde aus einer ganz ähnlichen einfachen Situation heraus geboren: Vom Blick aus einem Hotelfenster in England.

Es war neblig, wirklich neblig. Unser Hotel in der Nähe von London war in einem Park gelegen. Als wir morgens, es war gerade noch dunkel, aufstanden, konnte man draußen eigentlich nichts erkennen.

Geradeso konnte man sehen, dass dort draußen ein Park war, und ein Weg.

Und dann bewegte sich eine dunkle Gestalt scheinbar blitzschnell durch den Nebel – ein Jogger.

Der Nebel ließ mich an diesem Tag in England nicht mehr los. Was könnte der Nebel verbergen, was nicht? Sahen verschiedene Menschen vielleicht unterschiedliche Dinge, wenn sie dort hinausblickten?

Vielleicht brauchte man nur einen Moment nicht hinzusehen, um etwas zu verpassen. Oder der Nebel steht übertragen für verschwundene Erinnerungen, und wer genau dort steht, unterscheidet sich abhängig davon, wen man fragt…

Das waren nun zwei Beispiele, wie mir Alltagsinspirationen bei neuen Geschichte wirklich weitergeholfen haben. Nicht vergessen sollte man auch: Für laufende Werke sind Inspirationsquellen mindestens genauso nützlich, damit die Idee nicht unvollendet in irgendeinem Ordner versauert. Doch dazu lest ihr bald mehr – Fortsetzung folgt!

 

Dieser Post im #sweekkeeperblog kommt von eurem SweekKeeper Manuel @Maneic. Er schreibt gerne Young Adult und verschiedene (Misch-)genres und war Finalist bei #MikroTanz.

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January 17, 2018

Takeover: Tipps von euren Sweek Keepern

Liebe Sweeker!

Wie ihr wisst hat Sweek seit einiger Zeit neue Sweek Keeper! Wir greifen der Sweek Redaktion bei der Kommunikation mit euch unter die Arme und beantworten Fragen aller Art. Nun haben wir ein neues Projekt auf die Beine gestellt! In diesem “Sweek Story”-Teil des Sweek Blogs werden wir von nun an allerlei Tipps aus unserer eigenen Erfahrung preisgeben – in Form eines wundervollen

Sweek Keeper Blogs!

 

Ungefähr wöchentlich wird es Artikel rund um den Schreiballtag geben, die von einem von uns verfasst werden. Wir verfassen Schreibtipps, Berichte, aber auch ab und zu Gedichte oder kurze Geschichten. Jeder von uns fokussiert sich auf unterschiedliche Bereiche und alle zusammen werden wir regelmäßig spannenden Content für euch bereithalten.

Als erstes werden wir uns den Themen Zeitmanagement, Genres, der Ideenfindung, dem Einstieg in das Schreiben und den Social Media widmen.

 

Wer genau wir sind?

Wir sind 7 AutorInnen mit 7 verschiedenen Interessen, Vorlieben und Schreibstilen.

Eve: @writtenbetweenthelines, schreibt gerne Poesie.

Jessi: @Yessi, schreibt gerne Fanfictions und Fantasy.

Manuel: @Maneic, schreibt gerne Young Adult und verschiedene (Misch-)genres. Finalist #MikroTanz.

Line: @LeLine99, schreibt gerne Fanfictions und Mischgenres. Finalistin #MikroLicht.

Viktoria: @ViktoriaChristians, schreibt gerne Young Adult und Fantasy.

Laurus: @Laurus_Larssen, schreibt gerne Fantasy, Kurzgeschichten und mehr.

Delia: @DeliaMunoz, schreibt gerne Fantasy oder Mischgenres.

 

Seid gespannt! In kurzer Zeit erwartet euch der erste Eintrag in unserem #sweekkeeperblog