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February 8, 2019

Takeover: Social Media & was es Autoren bietet

Facebook, Twitter, Instagram, Youtube und noch viele mehr. All diese verschiedenen Plattformen haben sich in unser Leben geschlichen. Hier wird gepostet, was das Zeug hält. Egal ob Fotos von einem selbst, seinem Essen, motivierende Sprüche oder Urlaubsbilder. Fast alles landet heutzutage im Netz.

Doch auch für Autorinnen und Autoren bieten die sozialen Medien verschiedene Möglichkeiten, ihren Alltag zu gestalten. Hier ein paar der Möglichkeiten:

1. Austausch

Der Austausch untereinander ist sehr wichtig. Man kann sich gegenseitig helfen, Feedback geben oder einfach gemeinsam auf Ideen kommen. Wenn es Probleme gibt, kann man sich mit Leuten austauschen, welche die gleiche Passion haben. So gibt es, falls ihr es noch nicht wusstet, auf Facebook eine Sweek Gruppe. Auch wir SweekKeeper sind in dieser und freuen uns über jeden Austausch, man hilft sich bei Fragen oder Problemen. Und so kann aus einem Austausch auch eine Freundschaft entstehen. Auf Instagram könnt ihr euch mit euren Followern austauschen, dies geht über Nachrichten, Kommentare oder auch die Stories. Seitens Sweek bekommt ihr Informationen darüber, welcher neue Wettbewerb anläuft, die Jury oder auch die Gewinner.

2. Werbung

Werbung? Ja, für was eigentlich? Na, für eure Geschichten, eure Bücher, für euch als Autorin oder Autor. Auf Facebook könnt ihr euch eine eigene Seite erstellen, eure Autorenseite. Auch wir SweekKeeper haben meist eine. Hier posten wir Neuigkeiten rund um unsere Geschichten, unsere Charaktere oder auch unseren Schreibprozess. Dabei muss es aber nicht immer das sein! Nein, Werbung bedeutet nicht gleich, nur über sich zu reden. Nein, durch Verlinkungen könnt ihr auf andere Profile verweisen, jemand, der euch begeistert und den ihr unterstützen möchtet. Auch dadurch lernt ihr wieder verschiedene Personen kennen.

3. Inspiration

Durch Austausch und Werbung kommt das zustande, was viele von uns oft suchen. Inspiration. Ihr steckt in einer Krise? Habt keine Ideen mehr, wie euer Kapitel weitergehen soll? Dann schaut einfach mal bei anderen Autoren vorbei, lest ihre Geschichten, vielleicht wächst in euch dann eine neue Idee. Ein Dialog triggert etwas in euch, was sehr hilfreich sein kann. Oder Bilder, die gepostet werden. Mir fällt zu manchen Bildern ab und zu eine Geschichte ein. Oder ich nutze diese Bilder, um sie in meine Geschichten einzubauen.

4. Ordnung

Mit Ordnung meine ich nicht, dass ihr aufräumt. Nein, ich meine damit, dass ihr auch eure Ideen ordnen könnt. Ihr könnt Collagen erstellen, um euren Charakteren Leben einzuhauchen, welche ihr wiederum mit anderen teilen könnt. Es zeigt sich also, dass Ordnung und Austausch oft in enger Verbindung stehen. Behaltet durch Social Media eure Charaktere immer im Auge, gebt ihnen ein Gesicht.

5. Ablenkung

Es sind aber nicht auch immer positive Aspekte, welche das Internet mit sich bringt. Es kann uns auch ablenken von dem, was wir eigentlich wollen. Schreiben! Natürlich muss das nicht sein, jeder Mensch ist anders, aber es kann passieren. Diese Ablenkung kann aber auch positiv sein. Wir können ab und zu eine Pause gebrauchen. Schreiben kann auch Stress bedeuten, egal in welcher Form sich der äußert. Da ist es kein Problem, einfach mal über andere Profile zu streunen und einfach nur zu genießen.

Ihr seht also, Social Media ist für Autoren hilfreich, kann aber auch zu Problemen führen. Es überwiegen aber die positiven Aspekte von Social Media. Also falls ihr es noch nicht macht, nutzt doch die sozialen Medien für den Aufbau von euch als Autor oder auch Autorin.

Ich kann euch nur empfehlen, auch die anderen Beiträge zu lesen. Über Neues werdet ihr auf den sozialen Medien immer informiert.



Dieser Post im #sweekkeeperblog kommt von eurer SweekKeeperin Yessi @Yessi. Sie schreibt gerne Fanfictions und Fantasy.

Du hast die Ankündigung des SweekKeeper Takeovers verpasst? Schau hier vorbei, um einen Überblick über die Autoren und die Themen zu bekommen.

January 11, 2019

Takeover: Fanfiktion – Charaktere verkuppeln, die sich nicht leiden können

„Was sich neckt, das liebt sich.“

Wer kennt diesen Spruch nicht? Und wie oft kommt es vor, dass zwei Personen, die sich
eigentlich hassen, trotzdem ein heißes Paar abgeben würden?
Ich denke, dass das jeder von uns schon mal erlebt hat. Oder etwa nicht? Sei es in der
Lieblingsserie, in einem Buch, in einem Film oder auch in Animes.
Hier ein paar Klassiker aus genau dieser Kategorie:

Hermine Granger X Draco Malfoy (Harry Potter )
Katniss Everdeen X Gale Hawthorne (Tribute von Panem)
Lorenor Zorro X Sanji (One Piece)
Clarke Griffin X Bellamy Blake (The 100)

Genau diese (und auch viele weitere) Pärchen gehören mit in die fabelhafte Welt der
Fanfiktions. Doch was ist überhaupt eine richtige „Fanfiktion“? Man liest dieses Wort überall
und verwendet es auch selbst, doch was ist das eigentlich?
Zu den Fanfiktions (kurz: FF oder Fanfik) zählen literarische Texte, die Fans zu ihrem
Lieblingsbuch, ihrer Lieblingsserie oder auch über ihren Lieblingsstar schreiben.
Beispielsweise wird eine fiktive Geschichte darüber erzählt, wie sich die Mitglieder einer
berühmten Rockband kennenlernten oder ungeduldige Leser einer Romanreihe schreiben ihr
eigenes Ende der Geschichte, noch bevor der letzte Band erschienen ist.

Somit wissen wir nun erstmal, mit welcher Art von Texten wir es zu tun haben.
Wie ihr nun genau eine gute Fanfiktion schreibt und was ihr dabei beachten müsst, erklären
wir euch in einem unserer nächsten Blogeinträge. Seid also gespannt!
Aber gehen wir erstmal weiter in unserem Thema: Verkuppeln von Charakteren, die sich in
der Vorlage nicht leiden können.
Wie stellen wir das am besten an? Liebe auf den ersten Blick? Heimliche Gefühle?
Zwangsverkupplung in Form von z.B. One Night Stands? Oder sogar Zwangsheirat? Hier ist
eurer Fantasie überhaupt keine Grenze gesetzt, denn wir befinden uns hier bei den Fanfiktions.
Ein kleines Problem bei diesen Vorschlägen und Ideen ist es nämlich, diese ‘Abneigung’ dem
anderen gegenüber zu überwinden. Es klingt im ersten Moment zwar relativ simpel, doch das
ist es leider nicht. Die Geschichte sollte, auch wenn es nur eine Fanfiktion ist,
trotzdem glaubwürdig erscheinen. Natürlich gibt es Versionen, in denen sich die Charaktere
schon nach einem Kuss, der zufällig beim Flaschendrehen passiert ist, anziehend finden. Doch
das ist doch nicht der Sinn hinter so einer Geschichte, oder? Und seien wir mal ehrlich:
Würde es zu dem Charakter Draco Malfoy passen, sich Hals über Kopf in Hermine Granger
zu verlieben, nur weil sie ihm einen hingebungsvollen Kuss gegeben hat, nachdem sie mehr
oder weniger durch das Flaschendrehen dazu gezwungen wurden? Ehrlich gesagt nicht.
Er würde sich zunächst schütteln und auch niemals vor anderen Menschen offen zugegeben,
dass er etwas für ein ‘Schlammblut’ empfindet oder sich zu ihm hingezogen fühlt.
Zum Glück gibt es jedoch Wege, solch eine Liebesgeschichte glaubwürdig aufzubauen:

Schritt 1: Was könnten eure Figuren aneinander anziehend finden?

Bei den nächsten beiden Schritten auf dem Weg zu deiner Fanfiktion gilt entweder:
„Gegensätze ziehen sich an.“ oder „Gleich und Gleich gesellt sich gern.“
Doch das Wichtigste bei unserem ersten Schritt ist, dass die beiden Charaktere ihre
gegenseitige Abneigung gegenüber dem anderen ablegen, denn ansonsten können sie sich
auch wohl kaum ineinander verlieben.
Viele Schreiberlinge machen hierbei jedoch den Fehler, dass sie nur auf das Aussehen der
jeweiligen Charaktere eingehen, doch gerade beim Verlieben geht es doch auch um die
inneren Werte. Natürlich stehen die weiblichen Charaktere sehr auf süße Grübchen, fesselnde
Augen und starke Muskeln und die männlichen Charaktere mehr auf die ordentliche Figur, die
Augen und das mädchenhafte Funkeln darin, doch was wirklich zählt, sind die inneren
Werte. Auch wenn das vielleicht nach einem typischen Klischee klingt, aber darauf sollte man
doch viel mehr achten, als auf die äußere Hülle, die vielleicht hart aussieht, aber innen
unglaublich weich ist. Also: Was hat der eine Charakter für Werte, die dem anderen gefallen
könnten? Vielleicht sogar versteckte Werte, die sonst niemand erahnen würde?
Vielleicht noch ein kleiner Tipp für diesen Schritt: Erstelle dir eine Tabelle mit den
Gemeinsamkeiten an deinen Figuren mit den Überschriften: Innere Werte von X,
Gemeinsamkeiten mit Y, Unterschiede zu Y.
Denke dabei immer daran: Gemeinsamkeiten (geteiltes Schicksal…) können Menschen
einander näherbringen, weil sie sich von dem anderen verstanden fühlen.
Unterschiede (Eigenschaften: Frohnatur verliebt sich in Griesgram) können Menschen aber auch
zueinander bringen, denn sie können einander ergänzen und neugierig machen.

Schritt 2: Warum können eure Figuren einander nicht leiden?

Es gibt verschiedene Gründe für diese Abneigung. Beispielsweise Vorurteile, wie z.B.
„Geschminkte Frauen sind oberflächlich und arrogant“ oder „Sportler und Musiker jagen
jedem Rock hinterher“. Solche Vorurteile können auch dazu führen, dass es zu sogenannten
‘Verzerrungen’ im Bild von einer anderen Person kommt und so fällt entsprechend auch nur
die negative Seite auf. Und wenn man nur dieses Negative in der Person sieht und den
Vorurteilen Glauben schenkt, kann es passieren, dass sich auch gewisse Missverständnisse
entwickeln, durch welche das Verhalten oder die Entscheidungen von jemanden
fehlinterpretiert werden kann. Das kann ziemlich schnell dazu führen, dass eine der beiden
Personen die andere schneller für etwas verdächtigt, was sie eigentlich gar nicht gemacht oder
anders gemeint hat.
Was auch immer diese ‘Verzerrungen’ beeinflusst haben mag, wichtig ist für deine Fanfiktion,
dieses Bild zu erschüttern. Was bedeutet, dass die Figur, die die Vorurteile hat,
mit der Wahrheit konfrontiert wird und erlebt, dass ihre Annahmen falsch sind.
Diese Konfrontation führt dazu, dass die Figuren in Laufe der Geschichte ihre Sichtweise ändern
oder sogar hinterfragen.
Zwei Beispiele dafür sind zum Beispiel Probleme, bei denen die eine Person ihre eigenen
Probleme an der anderen auslässt und Charaktere, die zu sehr von sich selber, ihren Ansichten
und Denkweisen eingenommen sind, dass sie andere Personen für anderen Ansichten und
Denkweisen verachten.

Schritt 3: Plant eure Geschichte!

Last but not least: Der letzte Schritt zu eurer Fanfiktion.
Wenn ihr die beiden Schritte von gerade eben befolgt habt und euch die passenden Notizen zu
den Charakteren eurer Wahl gemacht habt, kommt der wichtigste und schönste Schritt:
Das Planen der Geschichte.
Wie sollen die beiden nun aufeinandertreffen? Vielleicht eine gemeinsame Aufgabe? Ein
Mordauftrag? Eine Mission? Ein Kriminalfall oder vielleicht eine Stunde Nachsitzen? Das ist
jetzt euch überlassen, aber das wichtigste dabei ist, dass die beiden Zusammen arbeiten oder
eine gemeinsame Lösung finden, um zueinander zu finden.

Die nächste Frage ist: Wie stehen sie zueinander? Sind sie Kollegen, Klassenkameraden,
Nachbarn oder vielleicht sogar Kindheitsfreunde, die sich aus den Augen verloren haben,
nachdem sich die Familien zerstritten haben?
Fragt euch auch vor allem, wo eure Charaktere aufeinander treffen. Vielleicht haben sie
ja eine Zeitreise gemacht und sind jetzt in unserer Welt gelandet?
Eventuell erwachen sie auch als vollkommen andere Personen aus einem jahrhundertelangen Schlaf.
Es wäre doch ziemlich interessant, wenn Katniss und Gale auf einmal einen Kriminalfall lösen
müssten oder wenn Clarke und Bellamy auf einmal nicht mehr in der Zukunft sind, sondern in
einer High-School der heutigen Zeit?
Hier könnt ihr eurer Fantasie natürlich wieder freien Lauf lassen, denn wir sind hier bei eurer
ganz eignen Fanfiktion, die euch niemand anderes nehmen kann!



Dieser Post im #sweekkeeperblog kommt von eurer SweekKeeperin Pauline Lederhausen @LeLine99. Sie schreibt gerne Fanfictions und Mischgenres und war Finalistin bei #MikroLicht.

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November 23, 2018

Takeover: Zeitspannen optimal ausnutzen

Zeit nutzen – was 10 Minuten ausmachen können.

«Das sind nur noch zehn Minuten. Egal, ich geh auf Facebook.»

Hand aufs Herz: wer kennt diesen Gedanken? (Dabei ist Facebook durch jegliche App zu ersetzen.)
Wenn wir nur noch wenige Minuten Wartezeit zu einer nächsten Verpflichtung haben, passiert es
tendenziell, dass wir die Zeit nur noch «totschlagen» statt ausnutzen.
Doch hier möchte ich aufzeigen, dass es sich lohnt, auch kleine Zeitspannen auszuschöpfen.

Ein Grossteil meines Buches «The Unseen Souls» zum Beispiel habe ich in der Strassenbahn oder im
Auto geschrieben. Die Mehrheit meiner Geschichte «Küsse im 2/4-Takt» habe ich in 15-30-
Minutenspannen geschrieben. So kann man Pausen ausnutzen, um mit kleinen Schritten an einem
Projekt vorwärtszukommen. Denn auch ein kleiner Schritt ist ein Schritt.

30 Minuten. Ihr habt noch eine halbe Stunde, bis ihr auf den Zug oder ans Boarding gehen müsst?
Finger weg von Facebook und Snapchat! In einer halben Stunde kann man den Charakter einer Figur
planen, den Handlungsstrang überarbeiten oder eine Szene verbessern. Nehmt euch mal dreißig
Minuten Zeit, konzentriert an eurer Geschichte zu arbeiten und ihr werdet merken, dass es sich
lohnt! Notiert euch am besten, wie weit ihr gekommen seid, damit ihr wisst, wie viel ihr in der Zeit
erledigen könnt.

15-20 Minuten. Auch diese Zeitspanne kann man wunderbar nutzen. Ihr könnt an eurer Geschichte
weiterschreiben oder sie verbessern, ihr könnt eure Charakterbogen ausfüllen oder durchlesen oder
endlich etwas googeln, das ihr schon lange wissen müsstet für den Verlauf der Geschichte.
Stellt euch mal vor, wie lange 20 Minuten in der Schule wirken und wie viele Französischverben man
in der Zeit konjugieren kann! Dann wird das wohl auch reichen, um ein paar deutsche Wörter zu
jonglieren.

Wenn ihr nur noch 10 Minuten habt, bis ihr aus dem Haus müsst, kann ich verstehen, dass ihr
vielleicht gestresst seid. Ihr wollt nichts Neues anfangen, sondern lieber noch die Schuhe anziehen
und die Jacke raussuchen. Aber das ist keine Ausrede.

Denn dazu hab ich euch einen Tipp: Stellt euren Handywecker auf 8 Minuten. Bis der Wecker klingelt,
schreibt ihr konzentriert weiter und schaut nicht auf die Uhr, wie lange ihr noch Zeit habt. Denn
sobald ihr daran denkt, dass die Zeit bald um ist, werdet ihr nervöser werden und weniger
konzentriert sein. Sondern vertraut der Uhr eures Weckers und nach 8 Minuten könnt ihr immer
noch zwei Minuten lang euren Lippenstift nachziehen und die Jacke raussuchen. Doch dann habt ihr
8 Minuten damit verbracht, sinnvoll an euren Projekt weiterzuarbeiten.

Glaubt mir, es lohnt sich! So nutzt ihr eure Zeit besser und seid zufriedener, weil ihr tatsächlich mit
eurer Geschichte vorankommt. Außerdem sind kleine kreative Auszeiten im Alltag immer gut, um
den Stress etwas zu vergessen.

10 Minuten sind sowieso zu wenig? Falsch!
Ich mache ein Beispiel. Ich schreibe in einer Stunde etwa 1800-2000 Wörter. Den Zahlen zuliebe
rechne ich mal mit 1800. Das macht 900 in einer halben Stunde und 300 in zehn Minuten. Eine Seite
auf Word (A4, Schriftgrösse 11) hat 500-600 Wörter auf Deutsch. Das heißt, in zehn Minuten
schreibt ihr etwa eine halbe Seite an eurem Buch. Und wenn ihr das in ein Buchformat umrechnet
oder in Normseiten schreibt, ist das schon eine ganze Seite. Und täglich eine Seite mehr macht 7
Seiten mehr pro Woche! Dafür, dass ihr 10 Minuten weniger auf Snapchat verbringt.

Auch wenn ihr die zehn Minuten nutzt, um nicht zu schreiben, sondern zu denken, kann das enorm
viel bringen. Denkt über euren Handlungsstrang nach, kreiert im Kopf nochmals das Aussehen eures
Charakters nach oder sucht Fahrgäste in der Straßenbahn, die ihnen ähneln. So macht ihr etwas
Produktives, währenddem ihr eigentlich nichts macht.

Auch diesen Text hier schreibe ich übrigens gerade in einer Zeitspanne zwischen Mittagessen und Uni.

 



Dieser Post im #sweekkeeperblog kommt von eurer SweekKeeperin Delia @DeliaMunoz. Sie schreibt gerne Fantasy oder Mischgenres.

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November 7, 2018

Takeover: Beste “Freunde” von Autoren

Jeder hat sie, jeder liebt sie – seine Freunde. Auch Autoren haben Freunde. Und damit meine
ich nicht nur menschliche Wesen, die in jeder Lebenssituation für einen da sind, die einem
helfen, wenn das Leben manchmal verrücktspielt, die einem Charaktere zeichnen oder mit dir
die Story plotten.

Nein, dieser Beitrag beschäftigt sich mit anderen „Freunden“ von Autoren. Nämlich darum,
was ein Autor alles so brauchen kann, um mit seiner Story voranzukommen und nicht im
Chaos zu versinken. Ich führe euch mal vor, was bei mir so zu meinen besten „Freunden“ gehört.

1. Das Notizbuch

Ja, Notizbücher gehören zu meinem Repertoire. Was darin geschrieben steht? Einfach
alles, was mit der Story, den Charakteren, dem Setting zu tun hat und was ich nicht vergessen
darf. Ich habe zwei Arten von Notizbüchern: da wäre zum einen das typische
Notizbuch, in Buchform mit Papier, egal ob liniert oder kariert. Dann gibt es noch die
elektronische Variante. Das können Dokumente in Schreibprogrammen sein oder
Apps für Notizen. Eines von beiden muss definitiv immer dabei sein, falls mir im
Alltag mal eine Idee kommt, die ich nicht vergessen darf.

2. Der Stift

Stifte habe ich in vielen verschiedenen Farben. Für Notizen reicht ein normaler
Kugelschreiber, egal ob mit schwarzer oder blauer Mine. Aber wenn es dann an die
Charakterbeziehungen geht… Ja dann… Dann kommen sie heraus. Die Farben! Egal ob
Buntstift, Filzstift oder Textmarker. Es wird coloriert was das Zeug hält. Manchmal
sogar so viel, das man nicht mehr weiß, was dieses Chaos überhaupt soll.

3. Der Laptop, das Handy, der PC usw.

Für Veröffentlichungen auf Plattformen ist es hilfreich, ein Gerät mit Zugang zum
Internet zu haben. Ob PC, Laptop, Handy oder Tablet. Bei mir ist es meist mein
Laptop, auf dem ich schreibe.

4. Das Schreibprogramm

Wenn man keine Schönschrift hat oder man längere Texte schreiben will (wie zum
Beispiel diesen Beitrag), dann sollte man sich ein Schreibprogramm holen. Natürlich
befindet sich so eines auf meinem Laptop und ist mir immer hilfreich. Auch da es den
ein oder anderen Fehler in Rechtschreibung oder Grammatik findet.

Das war der erste Teil meiner “Freunde”. Nun möchte ich euch zwei Apps vorstellen, die ich in
mein Herz geschlossen habe, wenn es um das Realisieren von Charakteren geht.

5. Pinterest

Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich diese App liebe. Man kann Pinterest auch im
Internet aufrufen, was hilfreich ist, wenn man gerade am Laptop ist. Pinterest lässt
mich Bilder zu unterschiedlichen Themen finden. Ich kann Pinnwände für meine
Geschichten anlegen, Ordner erstellen und diese nach Charakteren benennen. So
bekommt mein Charakter ein Bild, ich kann ihm Kleidung raussuchen, was er für
Hobbys hat und weiteres. Wenn ich will, können die Leute meine Pinnwände sehen,
wenn nicht, stelle ich es einfach auf privat. Natürlich ist es keine Pflicht, sich so Inspiration zu holen, Suchmaschinen können da auch hilfreich sein. Aber für mich bleibt Pinterest mein Favorit.

6. Canva

Canva ist ebenfalls eine App, aber auch im Internet aufrufbar. Mit ihr kann man
Grafiken erstellen. Dies nutze ich, um spezielle „Boards“ zu erstellen, damit alles
verbildlicht wird. Es soll mich daran erinnern, was meine Charaktere ausmacht. Es ist
immer hilfreich, wenn man sich so etwas vor Augen führen kann.

 

Tja und das sind meine „Freunde“ für mein Autorenleben. Sie sind wirklich hilfreich und ich
bin wirklich froh, sie zu haben. Denn ohne sie wäre das ganze Planen und Plotten ein ganz
großes Durcheinander. Ich könnte nicht einfach so eine Welt erschaffen, was eh schon
schwierig genug ist aber dafür gibt es ja hilfreiche Blogbeiträge, auch auf Sweek. Oder auch,
wie ich meine Geschichte überhaupt starten soll.

Also ganz egal, ob ihr gerne mit Papier und Stift Notizen macht oder doch zur Elektronik
greift. Bleibt eurem Stil treu und geht euren Weg.



Dieser Post im #sweekkeeperblog kommt von eurer SweekKeeperin Yessi @Yessi. Sie schreibt gerne Fanfictions und Fantasy.

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October 26, 2018

Takeover: Das Geheimnis um den Prolog

Jeder kennt ihn, jeder liest ihn – den Prolog einer Geschichte, der Aufhänger, mit
dem die ganze Story beginnt. Warum gibt es ihn? Warum haben einige Romane
einen Prolog und andere nicht? Sind Romane mit Prologen besser als Romane ohne
Prolog? Und weshalb könnte gerade der Prolog hilfreich für die weitere Entwicklung
des Plots sein?

Prolog? Noch nie gehört.

Gerade Jungautoren glauben dem Mythos, dass jedes gute Buch einen besonders
spannenden Prolog haben muss. Den Prolog solltest du in diesem Zusammenhang
auf keinen Fall mit dem Vorwort verwechseln, in dem sich meistens der Autor oder
der Herausgeber an die Leser wendet, um etwas Wichtiges mitzuteilen. Prologe
haben eine andere Funktion – meistens soll Spannung erzeugt werden, um den
Leser zum Weiterlesen zu animieren.
Falls du dir gerade nicht sicher bist, was ein Prolog überhaupt ist, habe ich hier eine
Erklärung für dich. Ein Prolog ist ein Ereignis, das außerhalb deines eigentlichen
Plots stattfindet und das der Leser unbedingt kennen muss, bevor er in die
Geschichte eindringen kann.
Der Prolog an sich muss also nicht zwangsläufig etwas mit der Handlung zu tun
haben. Er soll dem Leser lediglich einige Informationen vermitteln, die er zum
Verstehen der Geschichte braucht.

Prolog gleich Prolog?

Wenn du mal in dein Bücherregal siehst, wirst du feststellen, dass nicht jeder Prolog
gleich ist. Genauso, wie es verschiedene Arten von Romananfängen gibt, gibt es
auch verschiedene Arten von Prologen. Oftmals wird aus einer anderen
Erzählperspektive erzählt, als der Rest der Geschichte, wobei der Name der Figur
verschwiegen wird, um noch einmal extra viel Spannung aufzubauen. Der Leser wird
sich die ganze Zeit fragen, wer denn diese mysteriöse Figur aus dem Prolog war und
wie sie mit dem Protagonisten in Verbindung steht. Ich sage nicht, dass es immer so
ist. Aber diese Art von Erzähltechnik, beziehungsweise Spannungsaufbau, kommt
sehr häufig vor. Doch was für verschiedene Arten von Einstiegen gibt es denn
überhaupt?

Natürlich gibt es den klassischen, actiongeladenen Prolog, in dem ein Unbekannter
verfolgt, gefoltert oder ermordet wird. Vielleicht stößt auch jemand auf ein Geheimnis,
ein mysteriöses Zimmer, das vorher noch niemandem aufgefallen ist, oder entziffert
eine Prophezeiung, die das Ende der Welt verkündet. Egal, was es ist, Hauptsache
dramatisch, damit der Leser das Buch nicht sofort wieder zuklappt. Diese Prologe
können sehr spannend sein, müssen sie aber nicht. Ich habe schon Bücher gelesen,
in denen jemand im Prolog ermordet wurde und ich es so langweilig fand, dass ich
ihn einfach übersprungen habe. Solltest du dich für diese Art von Prolog
entscheiden, solltest du versuchen, deine Figur etwas Außergewöhnliches tun zu
lassen, etwas, das untypisch für sie ist, um zu signalisieren, wie überaus wichtig es
ist, den Prolog zu lesen. Zwinge die Figur dazu, etwas zu tun, das ihr nicht leichtfällt.
Schreibst du zum Beispiel über ein Mädchen, das im Kinderheim aufwächst? Dann
könntest du den Prolog aus der Sicht der Mutter spielen lassen, wie sie ihr Baby vor
einer fremden Tür absetzt, weil sie es tun muss, um ihr das Leben zu retten. Dabei
kannst du schon gleich wesentliche Fragen aufwerfen. Warum rettet die Mutter ihr
damit das Leben? Wieso muss sie ihre Tochter weggeben? Was ist so besonders an ihr?

Dein Prolog kann aber auch ein Rückblick in die Vergangenheit deines Protas sein,
ein Traum, in dem er eine Seite von sich durchlebt, die er schon lange aufgegeben
hat. Diese Form kann zur Kontrastierung dienen – sie zeigt deinen Prota, wie er
früher einmal war oder was er erlebt hat und beweist, dass er jetzt nicht mehr so ist.
Auf diese Weise veranschaulichst du auch die Fallhöhe deines Protas schon direkt
am Anfang. Du zeigst, was er verlieren oder was er für Rückschritte machen könnte,
wenn er einen Fehler begeht oder sich auf das das Abenteuer einlässt.

Es gibt aber auch Prologe, die eigentlich keine Prologe sind. Manchmal steht es
dann als Überschrift oben drüber, manchmal aber auch nicht. Das sind dann
meistens Ausschnitte aus einem späteren Teil der Geschichte, die spannend und
voller Action sind, aber nicht spoilern. Sie zeigen dem Leser, was passiert und er
fragt sich, warum das passiert. Ich finde es wahnsinnig schwer, solche Prologe zu
kreieren, und auch wahnsinnig mutig, eine passende Stelle auszuwählen. Solltest du
also auf so eine Art von Prolog zurückgreifen, solltest du dir ganz sicher sein, welche
Stelle du wählen willst, die nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig von der Story
verrät.
Abschließend kannst du deine Geschichte zwischen dem Prolog und dem Epilog
einbetten. Das bedeutet, dein Prota könnte die eigentliche Geschichte im Rückblick
erzählen, während der Leser die Situation kennt, in der der Prota sie erzählt.
Zum Beispiel: dein Protagonist wird von zwei Polizeibeamten auf dem Präsidium verhört.
Das ist der Prolog, die Situation, in der sich dein Prota befindet, das ist die
Gegenwart. Dann, im nächsten Kapitel, beginnt die eigentliche Geschichte, die in der
Vergangenheit spielt. Der Prota erzählt im Rückblick, was passiert ist, warum er
gezwungen war, in einen Laden einzubrechen und warum er mit dem Mord nichts zu
tun haben kann, aber wie er dann den Mörder stellt. Abschließend, im Epilog, erfährt
der Leser dann, was aus der Figur geworden ist. Der Epilog knüpft dann also an den
Prolog an und macht es dem Leser leichter, aus der Geschichte hinauszutreten. Der
eigentliche Plot ist also zwischen dem Prolog und dem Epilog eingebettet.

Woher weiß ich, dass der Prolog passend ist?

Der Einzige, der dir die Frage beantworten kann, ob du einen Prolog einbauen
solltest oder nicht, bist du. Hast du einen Prolog verfasst, in dem etwas
Außergewöhnliches passiert, der nicht aus der Weckerszene, einer Verfolgungsjagd
oder einem Wetterbericht besteht, dann kannst du auf diese Gedanken zurückgreifen
und für dich überprüfen, ob du deinen Prolog behalten solltest oder nicht:

  1. Wirft dein Prolog bereits Fragen auf, die sich auf die Entwicklung des Plots
    beziehen?
  2. Würdest du selber nach dem Prolog weiterlesen wollen?
  3. Würde es einen Unterschied machen, wenn der Prolog weg wäre? Wenn es
    nicht weiter auffällt, solltest du ihn auf jeden Fall löschen oder nochmal
    überarbeiten.
  4. Könnte der Prolog nicht auch einfach die Überschrift Kapitel 1 tragen?

Du musst vielleicht nicht jede Frage mit einer eindeutigen Antwort beantworten
können, vielleicht hilft dir auch nur einer dieser Gedanken dabei weiter, deinen
Prolog zu schreiben oder ihn zu behalten.
Falls dir jemals jemand erzählt haben sollte, dass du einen Prolog und/oder Epilog
schreiben musst, weißt du jetzt, dass es nicht so ist! Deine Geschichte wird nicht
weniger gut sein, weil du keinen Prolog hast, genauso wie ein Prolog deinen Roman
zwangsläufig nicht besser machen wird.
Und jetzt wünsche ich dir viel Spaß beim Weiterschreiben.



Dieser Post im #sweekkeeperblog kommt von eurer SweekKeeperin Viktoria @ViktoriaChristians. Sie schreibt gerne Young Adult und Fantasy.

Du hast die Ankündigung des SweekKeeper Takeovers verpasst? Schau hier vorbei, um einen Überblick über die Autoren und die Themen zu bekommen!

October 19, 2018

Takeover: Erschaffung einer Fantasywelt

Fantasy, ein einfaches Genre, mögen sich viele denken.

Es gibt keine festen Regeln, man kann alles in der Umgebung verändern, wie es am besten passt.
Jahreszeiten verändern, die Schwerkraft abschaffen…es gibt keine Grenzen. Man ist frei und kann machen
was man will – doch halt! So einfach ist es dann doch nicht.

Fast jeder Fantasyautor spielte bestimmt schon einmal mit dem Gedanken, eine eigene Welt zu
erschaffen. Doch was zuerst so leicht erscheint, steckt voller Arbeit. Eine perfekte andere Welt zu
erschaffen, ist fast unmöglich – ich spreche aus eigener Erfahrung.
Eine Welt wie bei Harry Potter, Herr Der Ringe, Eragon, … entsteht nicht einfach so nebenbei. Es ist sehr
viel Arbeit. Viel mehr Arbeit, als es den Anschein macht.

Doch als erstes sollten wir uns die verschiedenen Arten einer Fantasywelt anschauen.

Oft wird die Fantasywelt in unsere Welt versteckt. Normale Menschen wissen nichts von dieser Welt,
denn sie ist meist nur durch ein geheimes magisches Portal zu finden. Nun stolpert unser Protagonist »zufällig«
über dieses Portal und findet sich plötzlich in dieser magischen Welt wieder. Womöglich muss er nun
diese Welt voller Feen und Einhörner vor dem Untergang retten. Recht einfach und typisch. Der Vorteil
ist nun, dass der Protagonist die Welt mit dem Leser zusammen entdeckt.

Auch bei Harry Potter findet sich ein ähnliches Prinzip, nur dass hier beide Welten zusammenleben. Die
normalen Menschen/ Muggel wissen nichts von den Zauberern. Hier sind beide Welten integriert und nicht durch ein Portal getrennt, ansonsten sind beide Versionen doch recht ähnlich.

Schwieriger wird es, wenn beide Welten voneinander wissen oder wenn euer Protagonist diese Welt
bereits kennt. Er kann sie nicht mehr entdecken, es ist alles normal. Eine der schwierigsten Versionen.

Und nun zum eigentlichen Thema: Wie erschaffe ich eine magische Welt?

Nun, wenn ihr eurer Welt in die normale Welt integriert, müsst ihr bestimmte Gesetze trotzdem beachten.
Schließlich müsst ihr dafür sorgen, dass die normalen Menschen von alledem nicht viel mitbekommen.
Die Schwerkraft abzuschaffen, wäre zum Beispiel ziemlich schwierig.

Wenn ihr dagegen eine neue Welt erschafft, habt ihr viele Freiräume. Nutzt sie auch.
Oft sind die Fantasywelten unserer Welt recht ähnlich. Nur der Name und die Bewohner ändern sich.
Es gibt online viele Programme, um Karten von Welten zu erschaffen, oder ihr zeichnet diese. Lasst
eurer Fantasie freien Lauf und baut magische Orte ein. Ihr könnt euch sogar an manchen Orten auf der
Erde orientieren. Heiße Quellen oder gar Regen aus Metall erschaffen.

Ihr könnt sogar noch weiter gehen. Warum gibt es so selten zwei Sonnen. Ich habe zum Beispiel zwei
Sonnen erschaffen. Eine starr am Himmel, die andere bewegt sich um die Erde. Die erste Sonne steht über
dem einen Dorf und erhellt das Dorf dauerhaft, ohne jedoch Wärme zu spenden. So wird es in der Nacht
extrem kalt, hier jedoch nicht dunkel. Die zweite Sonne verhält sich ähnlich wie unsere Sonne. Sie rotiert
um die Erde. Jedoch ist meine Welt eine Scheibe. Das macht es komplizierter und würde zu Problemen
führen, also könnte ich die Sonne im Halbkreis über die Erde führen und zurück. Oder sie bewegt sich
unter der Erde hinweg.

Aber wenn die Sonne nun über die Erde und zurück führen würde, beeinflusst dies den Tag/ Nacht
Rhythmus. Es hätte vielleicht Einfluss auf die jeweiligen Pflanzen, am Rand ist es länger hell und dunkel,
in der Mitte gibt es hingegen zwei Tag- und Nachtphasen (die jedoch in dem einen Dorf auch in der
Nacht hell sind, also dort eher Warm- und Kaltphasen). Wie ihr seht, ist man immer wieder dabei neue
Details zu entdecken. Doch die Welt wird niemals perfekt sein, es wird immer vieles geben, über das
man sich noch keine Gedanken gemacht hat. Obwohl ich schon recht lange an diesem Projekt sitze, gibt
es immer wieder was Neues. Deshalb muss man irgendwann trotzdem anfangen und seine Welt beim
Schreiben vervollständigen. Notfalls müsst ihr das bei der Überarbeitung verändern, doch sonst kommt
man niemals zum Schreiben. Dann lieber die Lücken mit spontanen Ideen füllen.

Wie ich nun mein »Problem« löse, weiß ich selbst noch nicht. Das wird sich noch entscheiden, manche
Details vielleicht sogar erst während des Schreibens. Doch gerade solche Details machen eure Welt besonders und unvergesslich.

Doch jede Veränderungen verursacht weitere Veränderungen. Je mehr ihr verändert, desto mehr müsst ihr
anpassen. Wenn ihr die Jahreszeiten verändert, müsst ihr wahrscheinlich auch den Lauf der Sonne anpassen – oder
es vernünftig erklären können.

Wichtig ist, dass alles in die Logik eurer Welt passt und es sich begründen lässt. Vielen Lesern fällt es
auf, wenn ihr zum Beispiel keine Schwerkraft habt und trotzdem alles am Boden bleibt. Ohne
Schwerkraft würden nicht nur Menschen fliegen, auch die ganze Atmosphäre würde verschwinden, kein
Wasser wäre mehr auf der Erde…

Eine Fantasywelt zu erschaffen erfordert reichlich Arbeit, wenn ihr keine Standartwelten nutzen wollt. Es
muss nicht unseren Gesetzen folgen, doch seinen eigenen Gesetzten.
Manches lässt sich erklären, doch nicht immer alles. Zumindest im Bereich High-Fantasy, wenn ihr eure
komplett eigene Welt erschafft, solltet ihr diese Welt planen und euch einen Überblick verschaffen und
eure Welt logisch aufbauen. Denn Leser haben die Angewohnheit unlogische Stellen zu finden.
Doch wenn ihr diese Hürde gemeistert habt, könnt ihr die Leser in eine unglaubliche Welt voller Magie
entführen und fesseln. Wenn ihr es gut macht, sogar noch viel mehr als mit »normalen« Welten.
Bleibt voller Magie. Vielleicht trifft man sich in der ein oder anderen magischen Welt, die durch eure
Geschichte lebendig geworden ist.

 



Dieser Post im #sweekkeeperblog kommt von eurem SweekKeeper Laurus Larssen @Laurus_Larssen. Er schreibt gerne Fantasy, Kurzgeschichten und mehr. 

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October 5, 2018

Takeover: Wie erschaffe ich einen Charakter, den alle hassen?

Jeder von uns kennt Sie. Jeder hasst Sie – Oder auch nicht. Wir alle haben diesen einen von Ihnen,
den wir (natürlich nur im übertragenen Sinne) am liebsten selbst umbringen würden, wegen dem
wir manchmal die ein oder andere Buchseite herausreißen möchten oder wegen dem wir sogar selbst
rasend vor Wut werden, alleine wenn nur der Name genannt wird.

Die Sprache ist von den Charakteren, die wir alle hassen – beispielsweise die uns allen bekannten
Antagonisten. Sie stehen auf der Gegenseite und machen unseren Protagonisten das Leben schwer. Sie
tauchen immer dann auf, wenn niemand damit rechnet oder (vor allem meistens dann), wenn der
Moment gerade ziemlich…unpassend ist.

Doch, wie erschafft man als Autor genau so einen Charakter, bei dem sich die Haare unserer Leser
sträuben? Wofür braucht man überhaupt so einen „Hass-Charakter“? Was könnten typische
Charaktereigenschaften sein?

Genau diesen Fragen stellen wir uns im heutigen Blogpost!

Wofür brauche ich diesen einen Charakter, denn alle hassen?

Das ist ganz einfach zu beantworten: Zum einen brauchen wir einen von ihnen für die Spannung im Plot
und zum anderen natürlich auch dafür, dass Gegensätze bzw. Kontraste hergestellt werden können.
Nehmen wir an, der Grundsatz unserer Geschichte ist Liebe. Dann brauchen wir selbstverständlich
den Gegensatz bzw. den Kontrast. Und dieser ist Hass, denn sonst wirkt euer Buch bzw. eure
Geschichte schnell öde oder langweilig.
Wie langweilig wäre ein Buch, wenn es nicht einen Charakter gäbe, der immer irgendwie für Streit
sorgt, der unserem Protagonisten eine Falle nach der anderen stellt und seine (eigentlich) guten Pläne
durchkreuzt?
Seien wir mal ganz ehrlich: Was wäre ein Harry Potter ohne seinen Gegenspieler Draco Malfoy?
Oder ein Dornröschen ohne die böse Maleficent?
Zudem ist es meiner Meinung nach auch sehr wichtig, dass die Leser eines Buches mitfiebern können.
Oder sogar mental mit dem Protagonisten gegen etwas ankämpfen können, denn ohne das wirkt ein
Buch sehr schnell öde.

Wie schaffe ich es, dass die Leser diesen Charakter hassen?

Diese Frage lässt sich nicht ganz so einfach beantworten, wie die erste Frage. Schließlich wird es
immer wieder Leser geben, die genau diesen „Hass-Charakter“ mögen. Warum? Keine Ahnung.
Vielleicht aus dem einfachen Grund, dass alle anderen ihn hassen? Oder weil diese Menschen
vielleicht sogar selbst hasserfüllt sind?
Also überlegen wir, wie wir es schaffen können, dass möglichst ALLE Leser diesen Charakter nicht
ausstehen können. Dafür müssen wir vielleicht auf den Grundstein eines jeden Charakters
zurückgehen: Die Eigenschaften.
Fakt ist, dass wir für den ultimativen „Hass-Charakter“ die Charaktereigenschaften brauchen, die
niemand ausstehen kann, zum Beispiel Lügen, Hinterhältigkeit oder Arroganz. Hierfür habe ich mal
eine kleine Liste zusammengestellt, aus der man einige dieser Eigenschaften sammeln kann. Diese
Eigenschaften sind nur ein kleiner Inspirationskick. Letztendlich müsst ihr einen Charakter für EURE
Story entwickeln. Vielleicht habt ihr ja sogar noch „schlimmere“ Ideen?

1. Er/Sie lügt und betrügt jeden, den er/sie liebt, seien es Freunde, Familie oder Bekannte.
Seien wir doch mal ehrlich: Wer wird gerne belogen oder betrogen? Der Charakter mit dieser
Eigenschaft ist ein richtiger Lügner, wie er im Buche steht. Er kann sich die tragischsten
Geschichten über die anderen Charaktere oder sich selbst ausdenken, sie gut und vor allem
glaubhaft verkaufen, um die anderen gekonnt gegeneinander auszuspielen oder um selbst
davon zu profitieren.
Neben diesen Lügengeschichten betrügt er höchstwahrscheinlich auch noch seine Freundin
mit dem wunderschönen Mädchen von nebenan.

2. Er/Sie zeigt grundsätzlich nur negative Gefühle.
Der Charakter ist selbst voller Hass, Abneigung und Gleichgültigkeit, dass kein Platz für
Mitleid oder gar Liebe bleibt. Er ist die Abgebrühtheit in Person. Er zeigt keine Schwächen
und lacht nie über Witze. Es sei denn, es sind sehr böse Witze oder seine eigenen.

3. Er/Sie macht andere für seine/ihre Verbrechen verantwortlich und übernimmt keine Verantwortung
Er hat nur ein Motto: „Die anderen sind schuld. Nicht ich.“ Ganz klassisch verschwindet er
immer, sobald es brenzlig wird oder wenn der Plan schiefläuft. Im schlimmsten Fall lässt er
sogar seine Komplizen allein zurück und flieht ganz weit weg.

4. Er/Sie durchläuft keine positive Entwicklung
Das einzige, was dieser Charakter kann, ist noch böser und fieser werden. Es sei denn, ihr
wollt den Hass gegen Ende auflösen, dann dürft ihr das natürlich gerne tun.

5. Der Protagonist empfindet keine Empathie mit der zu hassenden Person
Die Person, mit der sich der Leser in der Geschichte identifiziert, sollte definitiv eine gewisse
Abneigung gegen den anderen Charakter haben oder im Laufe der Geschichte entwickeln.
Vielleicht entwickelt sich sogar der einst beste Freund zu dem „Hass-Charakter“ schlechthin?
Denn die Gefühle des Lesers werden meistens durch die Gefühle dieser Person beeinflusst.

Als kleines Fazit können wir also sagen: Macht euren Charakter so fies wie möglich! Versucht
einen richtig grauenhaften Charakter zu erstellen, dessen bloße Anwesenheit euren Lesern
schon die Haare sträubt. Vielleicht ist dieser „Hass-Charakter“ ja auch gar nicht euer
Antagonist, sondern der Protagonist? Vielleicht ist ja euer Protagonist der schlimmste Lügner,
Heuchler und Egoist, den man sich vorstellen kann.
Lasst eurer Kreativität freien Lauf und wir freuen uns auf viele, hinterlistige „Hass-
Charaktere“!



Dieser Post im #sweekkeeperblog kommt von eurer SweekKeeperin Pauline Lederhausen @LeLine99. Sie schreibt gerne Fanfictions und Mischgenres und war Finalistin bei #MikroLicht.

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September 28, 2018

Takeover: 08/15-Vergleiche in der Literatur

Wir Autoren können nicht leugnen, dass wir von Büchern, die wir lesen, inspiriert werden.
Und ja, manchmal übernimmt man vielleicht unbewusst Dinge, die jemand anderes schon geschrieben hat.
Dennoch scheint es Sätze oder Ausdrücke zu geben, die von 50% der Autoren verwendet
werden… und die mittlerweile wirklich alt sind. Teils Ausdrücke, die man einfach schon viel
zu häufig gehört hat oder auch Beschreibungen, die einfach unrealistisch sind.

Hier möchte ich ein paar nennen und warne euch schon mal vor: nehmt es mit Humor.

Sie erstarrte zur Salzsäule.

Kleiner Exkurs: Dieser Ausdruck kommt aus der Bibel, 1. Buch Moses. Dementsprechend ist
er relativ alt, wie ihr euch denken könnt. Doch abgesehen von der Bibel bin ich persönlich
noch nie einer Salzsäule begegnet… Außer in gefühlt 1000 Büchern. Also bitte, überlegt euch
einen anderen Vergleich. Vielleicht einen aus dem 2. Buch Moses.

Sie warf ihn über die Schulter.

Ja. Bestimmt. Ein Mann wiegt im Schnitt 75kg (Frauen 65kg). Im Fitnessstudio werft ihr
vielleicht fünf Kilo Hanteln über eure Schultern, aber einen Mann? Das ist einfach sehr
unrealistisch und die wenigsten Leute würden das hinbekommen – um nicht zu sagen
niemand.

Das Auto explodierte.

Spoiler: Autos explodieren nicht so schnell. Dazu braucht es die richtige Gas-Luft Mischung
und wenn Autos bei jedem Crash explodieren würden, dann stünde die Welt längst in
Flammen. Doch das tut sie nicht, und genauso wenig explodiert ein Auto, das in ein anderes
hineinfährt. Bitte recherchiert solche Dinge, bevor ihr sie verwendet.

Ihr nasses Haar wehte im Wind.

Ich weiß ja nicht, was ihr für Superhaare habt. Aber meine nassen Haare wehen im Wind
nicht wie Arielles – nein, die kleben eher an der Kopfhaut. Nasse Haare sind meist zu schwer, um zu wehen.
Wenn ihr also einen Windeffekt wollt, dann gebt eurer Protagonistin die Zeit, sich die Haare zu trocknen.

Meine Glieder wurden so schwer wie Blei.

Erst einmal: Blei ist sehr schwer. Es ergibt also einen gewissen Sinn, dass man ausgerechnet
Blei und nicht Aluminium zum Vergleich herzieht. Aber dennoch ist dieser Vergleich einfach
schon seehr alt und wenn man es vermeiden kann… dann tut es. Irgendwann zieht der
Vergleich nicht mehr.

Sie sieht so aus, wie ich mich fühle.

Das kann durchaus lustig sein, aber mittlerweile kommt es auch schon zu häufig vor in den
Büchern. Und ihr wollt ja einzigartig sein – also benutzt auch einzigartige Vergleiche.

Er zitterte wie Espenlaub.

Wenn ihr das mal googelt, erkennt ihr, woher der Vergleich kommt. Es ist an sich kein
schlechter Vergleich, aber auch dieser ist einfach schon übervertreten – zumal die wenigsten
von euch wohl eine Espe im echten Leben erkennen würden.

Ich schaute mich im Spiegel an.

Natürlich – und hoffentlich – schaut man sich ab und zu im Spiegel an. Das ist normal, doch
meist vergleicht man dabei nicht die Augenfarbe mit der Mutter und die Haarstruktur mit
dem Großonkel zweiten Grades. Nein, man bürstet sich die Haare, putzt die Zähne oder
schaut ein letztes Mal vor dem Rausgehen, ob alles am Platz ist. Aber die Szenen, bei denen
sich die Hauptpersonen im Spiegel betrachten und sich dabei subtil selbst beschreiben, gibt
es im echten Leben kaum. Und ich finde, daher sollten sie auch in den Büchern ausgelassen
werden – oder wenigstens verändert.

Nun, es gibt bestimmt noch andere Dinge, die man immer wieder liest und nicht mehr hören
kann. Hier sind einfach ein paar Beispiele, die ich bestimmt auch schon in Anfangswerken
benutzt habe. Falls euch weitere einfallen, könnt ihr gerne die Kommentarfunktion nutzen.



Dieser Post im #sweekkeeperblog kommt von eurer SweekKeeperin Delia @DeliaMunoz. Sie schreibt gerne Fantasy oder Mischgenres.

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September 14, 2018

Takeover: Die Rolle von Musik beim Schreiben

Kennt ihr das? Ihr schaut euch einen Film oder eine Serie an und damit die Stimmung so
richtig aufkommt, wird dramatische Musik eingespielt. Oder bei einem romantischen Date
spielt im Hintergrund die Geige, ihr schaut einen Film oder eine Serie mit Musical-
Elementen.
Es zeigt sich also, dass Filme und Serien oft Musik nutzen. Dies hat natürlich immer auch
einen oder gleich mehrere Gründe.
Filme und Serien spielen mit bestimmte Melodien, um Erinnerungen oder Emotionen in uns zu wecken. Wir
sollen mit den Charakteren fühlen, alles was sie spüren, ebenfalls spüren. Tief in ihre Welt
versinken, sich selbst Gedanken machen, was wir in solchen Situationen fühlen würden. Das
Gleiche? Etwas komplett anderes? Beeinflusst uns die Musik? So viele Fragen stellen sich
und regen uns zum Nachdenken an.

Manchmal würde ich mir wünschen, dass sich auch in meinem Leben mal eine
Hintergrundmusik abspielen würde. Das würde das Leben noch viel interessanter machen. So
ein Leben mit Musik, es wäre spannend und anders.

Was das mit Schreiben zu tun hat?

Nun, ich höre während des Schreibens meist auch Musik. Nicht, um in Schreibstimmung zu
kommen, nein. Ich versuche, zu jeder Situation, welche meine Charaktere durchleben, ein
passendes Stück zu finden. Das muss aber nicht ein Lied mit Text sein. Auch eine Melodie
reicht oft schon aus, um seine Sichtweise zu ändern.
Dadurch will ich meinen Charakteren näher sein, mit ihnen zu fühlen, ihre Emotionen zu
erleben und sie noch besser zu verstehen.
Oder aber ich höre die Musik, welche mein Charakter auch gerne hört. So wie jeder Mensch
einen unterschiedlichen Musikgeschmack hat, haben es auch Charaktere. Allein das macht sie
so besonders. Musik kann einen Charakter besonders machen, ihn hervorheben, ihn
ausmachen.
Interessant finde ich es dann, wenn das Aussehen der Charaktere und Musik überhaupt nicht
zusammenpassen.
Da hört ein Punker keine Rockmusik, sondern interessiert für das Geigenspiel oder Klarinette.
Ein Hippiemädchen, das sich gerne zu Rock´n Roll bewegt und tanzen geht. Ein Junge,
welcher selbst singt, hört sich Musicalsongs an, um sich zu verbessern.
Was ich auch mal in eine Geschichte eingebaut habe, war eine Gruppe junger Leute, welche
zum Karaoke gehen. Da macht es dann besonders viel Spaß, Musik zu hören, während die
Gruppe ihre Songs zum Besten gibt. Da kommt einem alles einfach auch gleich viel realer
und lebendiger vor.
Es zeigt sich also, dass sich nicht nur mit Sprache spielen lässt, mit Aussehen. Auch die
Musik, egal ob man sie während dem Schreibprozess hört oder sie einem Charakter zuordnet,
kann Schwung in die Geschichte bringen.
So viel kann sich verändern, wenn Musik beim Schreibprozess eine Rolle spielt.
Also falls ihr es nicht sogar schon macht, hört doch einfach während dem Schreiben gute
Songs, passend zur Situation. Es wird euch bestimmt viel leichter fallen, euren Charakteren oder Storys
mehr Leben einzuhauchen.

Wie Richard Wagner es schon sagte: „Musik ist die Sprache der Leidenschaft
Also lebt eure Leidenschaft, das Schreiben, auch mal mit Musik aus.



Dieser Post im #sweekkeeperblog kommt von eurer SweekKeeperin Yessi @Yessi. Sie schreibt gerne Fanfictions und Fantasy.

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September 7, 2018

Takeover: Spamnachrichten und was sich dagegen tun lässt

Wer kennt es nicht? Man bekommt eine Nachricht auf Sweek – private Nachricht oder Kommentar. Freudig
öffnet man Sweek, um die Nachricht zu lesen. Doch dann ist es nur eine Nachricht, in der irgendwer seine
Geschichte empfiehlt und euch nahelegt, diese auch zu Liken, meist sogar Personen, mit denen ihr noch nie
Kontakt hattet.
Leider gibt es in letzter Zeit wieder vermehrt solche »Spamnachrichten«, meist als private Nachricht, manchmal
sogar als Kommentar in fremden Büchern.
So etwas empfinden die meisten wahrscheinlich als nervig. Auch ich muss zugeben, dass ich diese Geschichten
dann meistens nicht mehr lese. In der Sweek Facebook Gruppe häufen sich momentan die Beschwerden über
solche Werbung. Verständlich, denn es zerstört die Community. Man verliert den Spaß, wenn man immer nur
solche Nachrichten ließt.

Warum ist das überhaupt ein Problem?

Dies hängt zum Teil mit den Wettbewerben zusammen, denn dort zählen zum Großteil die Likes. Doch kann dies
eine gute Möglichkeit sein? Ich glaube nicht. Will man seine Leser nerven, sie quasi dazu zwingen seine
Geschichten zu liken, wenn sie diese Geschichte dann gar nicht richtig lesen? Das kann doch nicht das Ziel
sein.
Ich habe mit Sweek gesprochen und sie wollen für zukünftige Wettbewerbe nach neuen und besseren Lösungen
für die Bewertung suchen – doch solche Nachrichten sind trotzdem nervig.
Laut den Teilnahmebedingungen der Wettbewerbe sind Spamnachrichten mit Werbung nicht erlaubt und
können zu einer Disqualifizierung führen – und das will niemand.

Was sind Spamnachrichten überhaupt?

Wenn jemand Nachrichten mit Werbung an verschiedene Personen schickt, ist dies sehr schnell Spam.
Manchmal wird nur der Name verändert und die gleiche Nachricht an viele verschiedene Personen geschickt.
Natürlich darf man Freunden seine eigene Geschichte empfehlen, aber gerade bei unbekannten Personen würde
ich grundsätzlich davon abraten. Auch würde ich grundsätzlich davon abraten, Werbung für meine Geschichte in
den Kommentaren eines anderen Buches zu machen.
Klar, Geschichten dürfen und sollen empfohlen werden, aber man sollte darauf achten, wo und wie das passiert.

Was kann ich tun?

Falls ihr eine solche »Spamnachricht« bekommen solltet oder ihr euch von einer solchen Nachricht genervt
fühlt, dürft und sollt ihr diese melden. So wird es auch von Sweek empfohlen und nur so kann Sweek auf diese aufmerksam werden und etwas dagegen
unternehmen. Alternativ lässt sich auch eine Antwort verfassen, dass dies gegen die Regeln
verstößt, aber wie ich selber schon feststellen durfte, reagieren dann viele nicht mehr ganz so freundlich.

Wie finde ich Leser/ unterstütze gute Geschichten?

Jedoch gibt es noch ein Problem: Manche gute Geschichten gehen in der Masse unter oder man findet für seine
Geschichte keine Leser und/oder kein Feedback.
Doch hier lässt sich ein wenig was machen.

Zusammenfassung

Spamnachrichten mit Werbung sind nervig und zerstören die Community. Verzichte auf solche Nachrichten,
denn vor allem in den Wettbewerben sind sie verboten.
Stattdessen kannst du andere gute Geschichten empfehlen und auch für eigene Geschichten Werbung auf
Sozialen Netzwerken machen. Außerdem gibt es verschiedene Projekte, bei denen man Feedback zu seiner
eigenen Geschichte erhalten kann.



Dieser Post im #sweekkeeperblog kommt von eurem SweekKeeper Laurus Larssen @Laurus_Larssen. Er schreibt gerne Fantasy, Kurzgeschichten und mehr. 

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August 30, 2018

Takeover: Körpersprache

Wenn man schreibt, beschreibt man auch die Bewegungen der Personen. Man beschreibt ihre
Verhaltensweisen und ihre Angewohnheiten. Aber weiß man als Autor/In auch, was diese Körpersignale bedeuten?
Wir können Sachen bewusst nicht sagen, jedoch sendet unser Körper diese Gefühle trotz allem aus.

Sie stemmt die Hände in die Hüften.
Wieso stemmt sie die Hände in die Hüften?
Hier ist es ganz wichtig, darauf zu achten, wo sich die Daumen befinden. Liegen sie auf dem Rücken,
so möchte sie sich in diesem Moment behaupten. Man demonstriert Überlegenheit oder macht auf
ein Problem aufmerksam. Zeigen sie nach vorne, signalisiert diese Haltung eher Neugierde als
Autorität.

Er stellt sich breitbeinig hin.
Wieso stellt er sich breitbeinig hin?
Er möchte die Situation kontrollieren und sich selbst schützen. Wenn man bei einer Person
beobachtet, dass sie sich immer breitbeiniger hinstellt, ist das ein Zeichen dafür, dass sie immer
unzufriedener wird. Es ist ein Signal für Streit, Aggressionen und Ärger.
Viele denken, das Gesicht oder die Hände seien der ehrlichste Teil unseres Körpers. Aber das ist
falsch. Es sind unsere Füsse, die mit Abstand der vertrauenswürdigste Teil unseres Körpers sind. Ich
meine, wenn man lügt, achtet man doch als letztes darauf, was die Füße tun, oder?

Ein Beispiel:
Man begegnet einem alten Freund auf der Strasse und hält an, um sich mit ihm zu unterhalten. Man
wird an seinen Füßen merken, ob er ebenfalls an einem Gespräch interessiert ist. Wenn beide
Fußspitzen zu einem hin zeigen, möchte die Person mit einem reden. Zeigt die eine Fußspitze der
Person aber von einem weg, beispielsweise die Straße entlang, möchte sie weiter.
Oder während einer Schulstunde/Vorlesung, zeigen die meisten Füße offensichtlich Richtung Türe.
Ein Signal, das mir immer wieder an mir selbst auffällt, ist, wenn mein Bein plötzlich beginnt
auszuschlagen. Das bedeutet, dass man gerade etwas Unangenehmes oder Unerfreuliches erfahren
hat.

Immer wieder höre ich, dass wenn man das Gesicht berührt, den Blick abwendet oder die Arme
verschränkt, das bedeutet, dass man lügt. Das stimmt aber nicht ganz.

Das Gesicht berühren
Wir neigen dazu, unser Gesicht zu berühren, wenn wir unter Stress oder hoher Anspannung stehen.
In unserem Gesicht befinden sich viele Nerven. Und wenn wir diese berühren, entspannen wir uns.

Den Blick abwenden
Grundsätzlich wendet man den Blick ab, wenn man mit der Meinung seines Gegenübers nicht
übereinstimmt. Genauso, wie man sich zurücklehnt, wenn man mit einer Sache nicht einverstanden
ist, sich aber nach vorne lehnt, wenn man mehr über etwas erfahren möchte.

Die Arme verschränken
Wir haben ein limbisches Gehirn. Das ist der Teil unseres Gehirns, der uns schützt und unbewusste
nonverbale Reaktionen auslöst. Nehmen wir mal an, dass ein Ball auf uns zufliegt. Das erste, das wir
schützen, ist unser Oberkörper. Dieser Vorgang passiert automatisch, da das limbische Gehirn das für
uns übernimmt. Genauso ist es auch, wenn wir Dinge vor unseren Oberkörper nehmen. Wenn man
gerade mit einer Person spricht und die Person während des Gesprächs ein Objekt wie z.B. eine
Tasche vor ihren Oberkörper nimmt, dann ist während der Konversation ein Thema aufgetreten, was
die Person als unbehaglich empfunden hat. Genauso ist es auch mit den Armen die man vor der Brust
verschränkt. Die Arme kann man aber auch verschränken, wenn man einfach nur wartet oder
jemandem zuhört. Jedoch wird man diese Geste meistens an Orten vorfinden, die einem nicht so
bekannt sind bzw. wo man sich unwohl fühlt.

Natürlich können diese Körpersignale auf eine Lüge deuten, da sie alle in einer unbehaglichen
Situation auftreten. Jeder Mensch und jede Figur hat andere Verhaltensweisen und somit andere
Körpersignale, die in bestimmten Situationen auftreten. Jedoch gibt es einige Signale, die für alle
gelten.

Seit ich mich für dieses Thema begeistert habe, achte ich mich mehr auf die Gesten und Körpersignale
meiner Gegenüber. Ich nehme schneller wahr, wenn es anderen schlecht geht, wenn sie nicht mit mir einer
Meinung sind oder wenn sie lügen. Auch fällt es mir leichter, die Bewegungen einer Figur zu
beschreiben, wenn ich weiß, weshalb sie das jetzt tut. Aber es braucht unglaublich viel
Durchhaltevermögen, sich das anzutrainieren. Und die Zeichen auch dem Kontext entsprechend zu
deuten. Im Allgemeinen finde ich, dass wir uns mehr auf Dinge achten sollten und da sind die
Verhaltensweisen des Menschen ein guter Anfang. Außerdem hilft das bestimmt vielen Krimi-
Schreibern. Die meisten Kriminalbeamten werden heutzutage dazu ausgebildet, um nonverbale
Signale zu deuten. Vor einiger Zeit habe ich einen Polizisten während einem Undercover-Einsatz
entdeckt. Wie ich das erkennen konnte? Die typische Polizisten-Pose: Die Hände waren in die Hüften
gestemmt, die Daumen zeigten nach hinten und die Finger waren gespreizt. Da ist er wohl
aufgeflogen.



Dieser Post im #sweekkeeperblog kommt von eurer SweekKeeperin Blerta @blerta__. Sie schreibt gerne Kurzgeschichten, Young Adult und Fantasy.

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August 24, 2018

Takeover: Vorurteile gegenüber AutorInnen – wahr oder falsch?

Wie über viele Hobbies oder Berufe existieren auch über AutorInnen Vorurteile. Manche davon sind
falsch, manche treffen vielleicht sogar zu. Um mal auf verschiedene Vorurteile einzugehen, die man
gegenüber Autoren hat, habe ich meine Follower auf Instagram um Hilfe gefragt. Sie haben mir
Vorurteile genannt, mit denen sie konfrontiert werden und einige ihrer Ideen spreche ich nun an.
Dabei gehe ich sowohl auf witzige Vorurteile ein als auch auf ernst gemeinte.

Browser Verlauf eines Serienkillers
Naja, ich muss leider zugeben… das hat was. Für Actionszenen habe ich schon die wildesten Sachen
gegoogelt. Wie man am besten in ein Haus einbricht, was für Waffen in einem Land wie teuer sind
oder Videos über Kampfsportarten. Und wenn alle Persönlichkeitstests, die ich für meine
Protagonisten durchgeführt habe, auf mich zutreffen würden, hätte ich definitiv ein Problem. Aber
das Praktische daran ist: man hat eine Ausrede. Es ist alles nur für ein Buch.

Introvertiert und sowieso nicht sozial
Nur, wenn man gerade in einer Schreibphase ist. Autoren gibt es in jeder Form und Farbe, da kann
man keine generelle Aussage darüber treffen, was man für eine Persönlichkeit dafür haben muss. Ja,
es ist kein «soziales» Hobby, aber das ist Zeichnen auch nicht.
Autoren hingegen können sich häufig gut in Leute einfühlen – schließlich ist es das, was sie tagtäglich
tun müssen: Die Gefühle ihrer Protagonisten nachempfinden.

Hobbylos
Nun ja, was sage ich dazu? Es ist ein Hobby, also ist man damit wohl nicht hobbylos.

Man verdient sowieso kein Geld damit
Auch das hat seinen wahren Punkt. Solange man nicht mit einem großen Verlag unter Vertrag steht,
hält sich der Verdienst – vor allem im Vergleich zum Aufwand – in Grenzen. Aber man verdient sich
etwas Taschengeld dazu und vielleicht hat man irgendwann Glück und landet einen tollen Vertrag.
Kleines Detail: ich mache es nicht fürs Geld. Und viele anderen Autoren auch nicht. Wir schreiben,
weil es unsere Leidenschaft ist – und zum Glück hat man dabei die Chance, auch noch Geld damit zu
verdienen!
Wenn ich zum Beispiel ein anderes Hobby, das Tanzen, anschaue, muss ich sagen: damit kann man
wirklich nur sehr schwer Geld verdienen. Um als Tänzerin aufzutreten (was ich nicht mache), muss
man zu den Besten gehören.

Man verarbeitet nur eigene Probleme
Das trifft bestimmt auf manche Autoren zu. Aber erstmals ist das Wörtchen «nur» hier fehl am Platz.
Denn mit eigenen Problemen kann man nun mal gute Konflikte erschaffen. Und sehr viele Autoren
greifen vielleicht ein eigenes Problem auf, nehmen dann aber noch fünf weitere, fremde Probleme
dazu. Überlegt euch mal, was für Problemkinder Nicholas Sparks und John Green sonst wären!

Eigentlich kann doch jeder schreiben
Ich hoffe es… Aber ein Buch zu schreiben ist nochmals eine andere Sache. Man braucht Kreativität,
viel Disziplin, Eloquenz, Zeit und Motivation. Ich denke, jeder kann ein Buch anfangen. Aber ein Buch
zu beenden, das ist nicht einfach. Und natürlich kann man da dazulernen und «trainieren», aber
letztendlich liegt es manchen Menschen besser als anderen – wie es bei vielen Fähigkeiten der Fall
ist.

Alkoholiker und kaffeesüchtig
Letzteres kann ich bestätigen. Aber ersterem widerspreche ich. Zwar kann ich nicht leugnen, dass es
durchaus alkoholsüchtige Autoren gibt, aber das muss nicht viel mit dem Schreiben an sich zu tun
haben. Einerseits weiß die Öffentlichkeit bei anderen, weniger öffentlichen Berufen nicht unbedingt
über das Trinkverhalten der Personen Bescheid. Und andererseits gibt es unter Leuten, die arbeitslos
sind, viele Alkoholiker – damit will ich nicht sagen, dass Autoren arbeitslos sind, aber manche
Autoren, die Berufsautoren sind, haben Schwierigkeiten, neue Verträge zu landen. Und greifen dann
vielleicht zur Flasche. Aber das ist wie schon erwähnt nicht nur auf Autoren bezogen.
Falls ihr jetzt denkt: aber Alkohol macht doch kreativ und lockert die Gedanken, daher sollte man
zum Plotten ein Glas Sekt trinken! Naja, nur, wenn dann der Leser auch ein Glas Sekt trinkt…

Generell würde ich bei solchen Vorurteilen immer vorsichtig umgehen. Die wenigsten mögen es, in
eine Schublade geworfen zu werden, und ständig mit den gleichen Aussagen konfrontiert zu werden,
kann verletzend sein.
Ich musste mir auch schon Kommentare anhören wie «Ah, du warst am Festival XX? Ich dachte, du
bist eher nicht der Typ dafür, weißt du, Autorin und so». Und ich fand es beleidigend, auf das
reduziert zu werden – und dabei nicht nur auf «Autorin sein», sondern auf «asoziales Stereotyp der
Autoren».
Man ist mehr als ein Hobby und Vorurteile treffen nie auf alle zu.



Dieser Post im #sweekkeeperblog kommt von eurer SweekKeeperin Delia @DeliaMunoz. Sie schreibt gerne Fantasy oder Mischgenres.

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August 17, 2018

Takeover: Tipps und Tricks beim Lektorieren und Korrigieren

Wie du deinem Text den letzten Feinschliff gibst

Irgendwann wird der Tag kommen, an dem du freudestrahlend das wunderschöne Wörtchen
Ende unter deine Geschichte setzt. Dann lehnst du dich am besten erst einmal ganz entspannt
zurück, verkündest jedem deiner Freunde, dass du so eben deinen Roman fertiggestellt hast
und gönnst dir einige Tage Urlaub, denn dann geht es erst so richtig los!
Dein Text befindet sich nämlich noch in der Rohfassung. Das heißt, dass er noch nicht
lektoriert oder korrigiert, sondern einfach noch roh ist. Ihm fehlt der letzte Feinschliff. Und
den solltest du ihm unbedingt noch geben!
Wenn du jetzt dein Werk zum Beispiel veröffentlichen willst, wie zum Beispiel über einen
Selfpublisher, oder bei einem Wettbewerb teilnehmen willst, solltest du deinen Text noch
mindestens zweimal lesen, bevor du ihn einreichst. Jetzt fragst du dich bestimmt, warum es
nicht reicht, einmal fix über den Text drüber zu schauen, oder?

Überarbeiten ist nicht gleich Überarbeiten

Vermutlich hast du schon von dem berühmt-berüchtigten Lektorat gehört, das ja meist nach
dem Schreibprozess ansteht und das wir ja alle so unfassbar sehr lieben. Nicht. Denn den Text
zu lektorieren bedeutet nochmals einen ganzen Haufen Arbeit, bei dem du dein Werk immer
und immer wieder lesen darfst.
Schickst du dein Manuskript an einen Verlag, gibt der Lektor dir Tipps, wie du dein Werk
noch spannender, humorvoller oder realistischer machst. Dabei kannst nochmals zwischen
zwei Arten von Lektoraten unterschieden werden – einmal dem inhaltlichen Lektorat und
einmal dem stilistischen Lektorat.
Beim inhaltlichen Lektorat, prüft der Lektor oder die Lektorin deinen Text auf Logikfehler
und analysiert den Plotaufbau, die Figurenentwicklung, Spannungsbögen und Erzähl- bzw.
Perspektivfehler. Das ist besonders wichtig, damit auch wirklich alles einen Sinn macht, was
du da geschrieben hast. Sonst wäre dein Text ja nicht ganz rund und könnte deine Leser sehr
verwirren.
In einem nächsten Schritt, dem stilistischen Lektorat, wird genauer auf deine Sprache
geschaut. Hast du eine angemessene Wortwahl verwendet? Gibt es Miss- oder
Unverständlichkeiten? Gibt es merkwürdige Vergleiche, einen seltsamen Satzaufbau oder zu
viele Wortwiederholungen? Das ist alles wichtig, damit dein Text schön klingt und nicht so,
als hättest du ihn in einer Nacht mit zu viel Kaffee intus geschrieben.

Nach dem Lektorat folgt dann das Korrektorat. Wie der Name schon sagt, beschäftigt sich
das Korrektorat mit dem stinknormalen Korrekturlesen, wobei der Name deutlich harmloser
klingt, als es tatsächlich ist. Neben klassischen Rechtschreibfehlern oder einer seltsamen
Grammatik, wird nämlich auch auf die Zeichensetzung oder den Ausdruck geschaut.
Wenn du deinen Text jetzt veröffentlichen willst und nicht den Weg über den Verlag, sondern
zum Beispiel über ein Selfpublishing-Unternehmen nimmst, hast du zwei Möglichkeiten.
Entweder, du investierst eine ganze Stange Geld in einen Lektor, oder du machst es selber.
Ich kann dir nur empfehlen, dass du ein gewisses Interesse an den Tätigkeiten eines Lektors
mitbringen solltest, wenn du dich dazu entschließt, deinen Text selber genauestens unter die
Lupe zu nehmen! Solltest du das nicht tun und dich darüber hinaus auch nicht mit der
tiefergehenden Grammatik auseinandersetzen, kann ich dir nur raten, einen professionellen
Lektor hinzuzuziehen! Für dich als Autor ist es leider immer sehr schwer Logikfehler zu
finden, die Figurenentwicklung zu erkennen oder Perspektivfehler und Unstimmigkeiten zu
bestimmen, weil du einfach zu nah am Text und in der Geschichte drin bist. Für dich ergibt
schließlich alles einen Sinn, was du da gebastelt hast.
Falls du dich aber, so wie ich, dafür interessierst und bereit bist, viele Stunden Arbeit in das
Überarbeiten deines Textes zu investieren, dann habe ich einige Tipps für dich, die dir
bestimmt weiterhelfen können, wenn du dann endlich loslegst.

Tu einfach so, als wäre das nicht dein Text

Wenn du deinen Text fertig geschrieben hast, kannst du dir ruhig ein bisschen Ruhe und
Abstand von ihm gönnen. Es bringt dir absolut gar nichts, wenn du bereits zwei Stunden
später mit dem Überarbeiten anfängst – ich kann dir versichern, dass du absolut keinen
einzigen Fehler entdecken wirst.
Nimm dir vielleicht ein bis zwei Wochen, in denen du in den Urlaub fährst, dein
Wohnzimmer renovierst oder einfach an etwas anderem schreibst. Dann weißt du schon oft
gar nicht mehr, was du überhaupt alles geschrieben hast und hast ein bisschen Ablenkung, die
dir hilft, Fehler besser zu erkennen.
Wenn du dich dann an deinen Schreibtisch setzt, tu einfach so, als wäre das da nicht dein
eigener Text, sondern der Roman deiner Freundin oder eines Autors von Sweek, den du
gegenlesen sollst.
Ganz wichtig ist, dass du alles kritisch hinterfragst. Klingt ein Satz seltsam? Markiere ihn. Ist
etwas unverständlich? Notier dir auf jeden Fall, was nicht stimmig ist.
Dabei bietet es sich an, nicht direkt in deinem Text herumzustreichen, sondern zum Beispiel
die Kommentarfunktion bei Word zu nutzen, um dir kleine Anmerkungen zu machen. So
weißt du, bis wohin du schon überarbeitet hast und kannst dir später nochmals deine Notizen
ansehen, um zu überlegen, ob diese Änderungen wirklich Sinn machen oder nicht.

Der alte Trick: eine Checkliste führen

Vielleicht sind dir auch beim Schreiben schon einige Dinge aufgefallen, die du störend findest
oder von denen du im Nachhinein gemerkt hast, dass sie unverständlich sind. Am besten ist
es, wenn du dir eine Checkliste anlegst, die du beim Überarbeiten immer bei dir hast. Falls du
einige Fehler immer und immer wieder machst, zum Beispiel ein Wort immer wieder falsch
schreibst oder “dass” und “das” verwechselst, fällt es dir so leichter, diese Fehler im Text auch zu
finden. Dank der Checkliste wirst du nie vergessen, worauf du nochmal achten wolltest.
Das funktioniert übrigens auch mit Logikfehlern. Wird zum Beispiel öfters ein
Handlungsstrang aufgegriffen, der vor der eigentlichen Handlung stattfand, aber noch
Auswirkungen auf die Realität der Figuren hat, kannst du ihn ganz genau aufschreiben und so
nachlesen, wie es wirklich passiert ist. Wenn du dann an die Stelle kommst, an der die
Figuren über diese bestimmte Handlung sprechen, kannst du abgleichen, ob es auch wirklich
der Wahrheit entspricht, oder ob du einfach nur etwas vergessen oder anders formuliert hast.
Zum Beispiel: Anne und Ole waren drei Jahre lang ein Paar, aber dann hat Ole Anne betrogen
und sie hat Schluss gemacht. Jetzt, zwei Jahre später, erzählt Anne ihrer neuen Freundin Lena,
dass Lenas Freund Ole sie vor zwei Jahren betrogen hätte und sie ihm deshalb nicht traut und
seit dem auch keinen neuen Freund gehabt hätte.
Wenn du dir das so aufschreibst und den Zettel einfach beim Lesen neben dich legst, fällt dir
dann vielleicht auf, dass du an der einen Stelle geschrieben hast, dass Ole ohne Grund Schluss
gemacht hätte oder sowas. Das wäre dann ja ein Fehler, weil du an einer anderen Stelle bereits
etwas anderes behauptet hättest.
Leg dir also unbedingt eine Checkliste mit den Dingen an, auf die du besonders achten
möchtest.

Stell dir vor, du wärst auf einer Lesung

Im ersten Moment mag es dir vielleicht komisch vorkommen, aber dieser Trick ist eigentlich
gar nicht so blöd, wie er klingt. Denn spätestens auf einer Lesung musst du einen kleinen
Ausschnitt aus deinem Buch vorlesen – und dann soll es doch möglichst flüssig klingen, oder?
Wenn du beim Lesen immer wieder über eine Stelle stolperst, die sich schwer lesen lässt,
solltest du sie umformulieren, damit sie auch beim Vorlesen gut klingt und sich leicht lesen
lässt. Wenn der Lesefluss deines Lesers immer wieder gestoppt wird, wird dein Leser das
Buch sofort wieder weglegen.
Bist du dir also nicht sicher, ob eine Passage gut klingt oder sich gut lesen lässt, lies sie
einfach laut vor.

Wenn das alles nichts bringt, muss halt der Drucker herhalten

Du kannst dir deinen Text natürlich so oft wie du willst auf dem Bildschirm deines Laptops,
Tablets oder Handys durchlesen – irgendwann wirst du keine Grammatik- oder
Rechtschreibfehler mehr finden. Ganz einfach aus dem Grund, dass wir den Text am PC oft
anders wahrnehmen, als auf gedrucktem Papier.
Wenn du es also ganz genau machen willst, solltest du deinen Text ausdrucken und mit einem
Stift in der Hand lesen, um mögliche Kommafehler zu finden und dir die Stellung der
Satzzeichen nochmals genauer anzusehen. Sollte es sich bei deinem Roman um ein 400-DIN-
A4-Kolloss handeln, würde ich dir raten, einen Copyshop aufzusuchen, um deinem eigenen
Drucker nicht zu viel zuzumuten. Glaub mir, entweder fällt er mittendrin auseinander, die
Tinte ist leer oder ihm fällt ein, dass er sich gerade jetzt reinigen muss. Drucker scheinen da
irgendwie ein Gespür für zu haben, wenn sie gebraucht werden.

Last but not least – das Rechtschreibprogramm

Inzwischen gibt es natürlich auch jede Menge Algorithmen, die deinen Text auf
Rechtschreibung und Grammatik überprüfen können. Bei Word oder Open Office, selbst bei
der Tastatur deines Handys ist das bereits vorprogrammiert.
Darüber hinaus gibt ein Programm, das deinen Text auf seine Lesbarkeit überprüft. Das ist der
sogenannte Flesch Index (ich will hier keine Werbung für dieses Tool machen und auch nicht
meine Meinung darüber äußern, sondern dich nur darüber informieren, dass es diese Funktion
gibt). Du kannst einfach in die Suchleiste Flesch Index eingeben und schon berechnet dir
dieser Algorithmus kostenlos, ob sich dein Text gut lesen lässt oder nicht. Entwickelt wurde
diese spezielle Formel von dem Wiener Rudolf Flesch. Durch die Anzahl der Sätze, Wörter
und Silben wird geprüft, wie eingängig dein Text ist. Schließlich wird dir ein Wert zwischen 0
und 100 angezeigt – je höher dein Ergebnis ist, desto besser lässt er sich lesen. Aber Achtung,
es geht nicht darum, ob es auch wirklich einen Sinn macht, was du da geschrieben hast. Das
Tool geht nur auf die Lesbarkeit ein, nicht auf den Inhalt!
Wenn du nun also deinen nächsten Roman beendest und das Überarbeiten ansteht, hast du auf
jeden Fall eine kleine Liste mit Tipps, auf die du zurückgreifen kannst. Natürlich kommt
irgendwann der Moment, in dem du dich dafür verfluchst, wie viel du überhaupt geschrieben
hast, aber ehe du dich versiehst, bist du schon am Ende angelangt und hast es geschafft. Und
das ist wirklich das schönste Gefühl des ganzen Prozesses – zu wissen, dass es jetzt fertig und
geschliffen ist. Also, viel Spaß beim Lektorieren und Korrigieren!



Dieser Post im #sweekkeeperblog kommt von eurer SweekKeeperin Viktoria @ViktoriaChristians. Sie schreibt gerne Young Adult und Fantasy.

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August 10, 2018

Takeover: Die unterschiedlichsten und besten Leseorte

Let’s get cozy! – Wo und wie liest es sich am besten?

Wo lest ihr am Liebsten? Für einige gibt es einen ganz bestimmten Lieblingsleseort. Manche von euch werden sogar nur an diesem einen bestimmten Ort lesen, andere von euch werden sagen, dass sie überall lesen werden. Ich werde euch ein wenig über meine Leseorte berichten.

Ich selber lese sehr viel zu Hause. In meinem Bett, auf der Couch, dem Sessel oder im Garten. Öfter auch mal am Flussufer, welches keine 500 Meter von meinem Zuhause entfernt ist. Da kann ich garnicht sagen, was mir hiervon am liebsten ist, aber dies sind auf jeden Fall, die Leseorte, die ich am meisten nutze.

Ganz besonders wichtig zum Lesen ist für mich die Atmosphäre. Der Bequemheitsfaktor steht ganz weit oben auf der Liste, aber was für mich auch wichtig ist, ist die Geräuschkulisse. Viele brauchen es so ruhig wie möglich. Ich persönlich mag es nicht wenn es absolut still ist. Meistens lasse ich im Hintergrund ein wenig Musik laufen, wenn ich lese. Aber auch wenn ich in einem lauten Umfeld bin hilft mir Musik, mich besser auf das Buch und seine Geschichte einzulassen.

Im Sommer ist mir auch ein schattiges Plätzchen recht wichtig. Wenn es zu sonnig ist, komme ich einfach in keinen guten Lesefluss und lasse mich schneller Ablenken. Dann kommt es oft vor, dass ich den selben Satz 5 mal lese, ohne es wirklich zu registrieren.

Im Winter hingegen, muss ich aufpassen, es mir draußen nicht zu gemütlich zu machen, da ich die Kälte, im Gegensatz zur Hitze des Sommers, beim Lesen schnell ausblenden und dann erst Stunden später merke wie die Zeit vergangen ist und dann am nächsten Tag so stark erkältet im Bett liege, dass nicht einmal mehr das Lesen möglich ist.

Wenn es also gemütlich genug ist und ich Musik und Kopfhörer habe habe, kann ich eigentlich überall lesen, im Auto, Zug, Bus, Stadtpark oder im Freibad. Besonders cool aber finde ich es am Strand zu lesen oder an irgendwelchen besonderen Orten. Zum Beispiel habe ich letzten Sommer eine Weile auf der Mauer von der Burg von Jaén in Spanien gelesen. Oder in der Alhambra. Irgendwie ist es für ein wenig zum Ritual geworden, an Orten, die ich gerade neu für mich entdecke, erst einmal ein paar Kapitel zu lesen.

Ich hoffe, da war ein wenig Inspiration für euch dabei. Ansonsten würde ich mich über ein paar Geheimtipps in den Kommentaren freuen.



Dieser Post im #sweekkeeperblog kommt von eurer SweekKeeperin Eve @writtenbetweenthelines. Sie schreibt gerne Poesie.

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July 27, 2018

Takeover: Eine Reise in die Welt der Fantasie


„Es sind nicht unsere Fähigkeiten, die zeigen wer wir sind, sondern unsere Entscheidungen.“


Und? Wer von euch erahnt, um welchen bekannten und gleichzeitig beliebten Buchcharakter
dieses Zitat stammt? Ich gebe euch ein paar Tipps: Er ist alt, sehr alt sogar. Er trägt einen weißen Bart und eine
hat eine Brille auf der Nase. Zudem ist er sehr mächtig und vor allem weise.
Na, konntet ihr ihn erraten? Bestimmt! Es handelt sich bei dem Gesuchten um keinen geringeren als unseren guten, alten
Hogwarts-Direktor Albus Dumbledore aus der Harry Potter Welt.
Wusstet ihr, dass diese Harry Potter Welt unter das Genre Urban Fantasy fällt? Wenn ihr es
wusstet, könntet ihr auch verraten, warum?

Es gibt tatsächlich 12 verschiedene Genres der Fantasy und die eben genannte Urban
Fantasy ist nur eines der bekannteren Genre.
Im heutigen Blogeintrag werde ich euch verraten, an welchen besonderen Merkmalen ihr
diese 12 verschiedenen Genre sofort entdecken könnt.

Zuerst fangen wir jedoch mit ein bisschen Geschichte an:

Während des 18. Jahrhunderts, waren Unterhaltungsromane schon beinahe alltäglich
geworden, denn nicht länger waren es nur Bücher mit Bildungsanspruch, die Wertschätzung
genossen. So führten Autoren wie E.T.A. Hoffmann (bekanntestes Werk ist sein Roman „Die
Elixiere des Teufels“ von 1816) und Edgar Alan Poe (Seine Horrorgeschichten wie z.B. „Der
Untergang des Hauses Usher“ gelten heute noch als konkurrenzlos) auch phantastische
Elemente, wie Geister oder unerklärliche Erscheinungen in ihre Werke ein. Die Gattung der
Abenteuer- und Schauerromane gewann somit an Bedeutung und erwies sich als gut verkäuflich.
Auch die Anfänge der Science-Fiction Literatur sind zu dieser Zeit entstanden. Der Grundstein zur
Fantasy-Literatur wurde zu dieser Zeit von Autoren wie Mary Shelley (Frankenstein),
Bram Stoker (Dracula), Robert Louis Stevenson (Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde)
und Mark Twain (Ein Yankee aus Connecticut am Hofe des König Artus) gelegt.
Als Begründer der Fantasy als eigenes Literatur-Genre im 20. Jahrhundert ist zweifellos
J.R.R. Tolkien zu nennen, der in den 60/70er Jahren eine weltweite Begeisterungswelle für
seine Werke und die Fantasy-Literatur auslöste.
Nachdem wir jetzt ein bisschen was über die Grundsteinlegung der Fantasy erfahren haben,
kommen wir also zu den 12 verschieden und teilweise unbekannteren Fantasy Genre:

1. High Fantasy
2. Pseudohistorische Fantasy
3. Low Fantasy
4. Urban Fantasy
5. Animalfantasy
6. Science Fantasy
7. Dark Fantasy
8. Humor Fantasy
9. Social Fantasy
10. Rollenspiel Fantasy
11. Erotic Fantasy
12. Märchenromane

Beginnen wir mit den wichtigsten Punkten zu einem der beliebtesten Fantasy Genre:

High Fantasy
Merkmale: fiktive Fantasy Welt, viel Magie, viele Fantasy Völker, Heldenreisen, Atmosphäre
vom Mittelalter, episch

Bekannte High Fantasy Bücher: “Herr der Ringe” von J. R. R. Tolkien, “Die Zwerge” von
Markus Heitz und „Eragon“ von Christopher Paolini

Zielgruppen: primär Erwachsene; Männer und Frauen etwa gleichermaßen, wobei der
Männer-Anteil im Verhältnis zu anderen Genres und Subgenres eher höher ist

Verbreitung: High Fantasy Bücher werden viel in Publikumsverlagen und Kleinverlagen
veröffentlicht. Das Genre High Fantasy war zur Zeit, als “Herr der Ringe” im Kino lief und
lange danach, der Mainstream der deutschen Fantasy.

Pseudohistorische Fantasy oder auch Low Fantasy
Merkmale: real historische oder fiktiv historische Welt mit nur sehr wenigen Fantasywesen
und sehr wenig Magie; oft Kreuzung von historischen Romanen und Fantasyromanen

Bekannte Pseudohistorische Fantasy Bücher: Arkadien Trilogie von Kai Meyer, “Avalon”-
Reihe von Marion Zimmer Bradley sowie allgemein Fantasy Bücher über die Artus Legende
und ähnliche Legenden

Zielgruppen: primär Erwachsene, eher Frauen als Männer

Low Fantasy (andere Definition)
Es gibt noch eine andere Definition des Genres Low Fantasy, der zufolge Low Fantasy vor
allem mit Zeitschriftenfantasy / Magazinfantasy / Serienfantasy verbunden wird

Merkmale: ein einsamer Held, viel Action und eine rasante Handlung

Bekannte Low Fantasy Bücher: Werke von H. P. Lovecraft

Zielgruppen: deutlich mehr Männer als Frauen

Bei der zweiten Defintion liegt der Unterschied in der Erzählstruktur statt in der Magiemenge.

Verbreitung: Low Fantasy Bücher der ersten Genre-Definition veröffentlichen
Publikumsverlage und Kleinverlage häufig. Low Fantasy der zweiten Genre-Definition
veröffentichen dagegen vorwiegend Kleinverlage, wobei die Zeitschriftenfantasy eher ein
Relikt aus den 30er bis 50er Jahren ist. Entsprechend sind viele Fantasy Bücher aus diesem
Genre nur Neuauflagen sehr alter Werke oder Fortsetzungen alter Serien.

Urban Fantasy
Merkmale: Phantastische Elemente dringen in unsere reale oder realhistorische städtische
Welt ein

Bekannte Urban Fantasy Bücher: “Harry Potter” von J. K. Rowling, “Twilight” von Stephenie
Meyer, “Bartimäus” von Jonathan Stroud

Zielgruppen: Männer und Frauen etwa gleichermaßen, tendenziell aber mehr Frauen als
Männer; viele Urban Fantasy Bücher sind auch Bücher der Jugendbuch Fantasy

Verbreitung: Es gibt viele Bücher von Urban Fantasy in Publikumsverlagen und
Kleinverlagen. Das Genre liegt im Trend.

Animal Fantasy
Merkmale: Geschichten im Tierreich, Tiere sind die Hauptfiguren oder Menschen, die sich in
Tiere verwandeln; man erlebt die Welt aus Augen der Tiere

Bekannte Animal Fantasy Bücher: “Warrior Cats” von Erin Hunter

Verbreitung: Animal Fantasy Bücher gibt es nur sehr sporadisch und eher im
Programmbereich Kinderbuch. Meines Wissens nach gibt es in Deutschland bisher keinen
auf Animal Fantasy auch nur annähernd spezialisierten Verlag. Unter Hobby-Autoren ist das
Genre mehr verbreitet als bei veröffentlichten Büchern aus Verlagen.

Science Fantasy
Merkmale: Mischung aus Fantasy und Science-Fiction- Elementen Typische Fantasy

Bekannte Science Fantasy Bücher: “Star Wars” von George Lucas, “Der Wüstenplanet” von Frank Herbert, “Otherland” von Tad Williams

Zielgruppen: primär Erwachsene, vermutlich ein wenig mehr Männer als Frauen, wobei es
auf die Themen ankommt

Verbreitung: Science Fantasy Bücher veröffentlichen Verlage eher sporadisch. Bücher
dieses Genres laufen selten explizit unter dem Label Science Fantasy, sondern entweder
unter Fantasy oder unter Science Fiction. Unter Hobby-Autoren ist Science Fantasy aber
durchaus ein verbreitetes Genre.

Dark Fantasy
Merkmale: düstere Fantasywelt, Dämonen und andere Schattenwesen, zum Teil Horror und
Erotik Typische Fantasy

Bücher: “Der dunkle Turm” von Stephen King, “Die Kettenwelt-Chroniken” von Alan
Campbell

Zielgruppen: Erwachsene; vermutlich etwas mehr Frauen als Männer, da Verlage die
Themen mehr auf Frauen ausrichten

Verbreitung: Dark Fantasy Bücher liegen derzeit im Trend und werden von
Publikumsverlagen und Kleinverlagen veröffentlicht.

Humor Fantasy
Merkmale: Parodien und ironischer Umgang mit typischen Fantasy Elementen

Bekannte Humor Fantasy Bücher: “Scheibenwelt”-Zyklus von Terry Pratchett sowie Parodien
auf bekannte Werke: “Star Warped” (Star Wars), “Barry Trotter” (Harry Potter)

Zielgruppen: Liebhaber von Humor Fantasy; primär Erwachsene, vermutlich mehr Männer
als Frauen

Verbreitung: Humor Fantasy Bücher veröffentlichen Verlage nur sporadisch. Lediglich ein
paar größere Verlage haben mehrere Titel dieses Genres im Programm und das sind meist
die von Terry Pratchett.

Social Fantasy
Merkmale: sozialkritische und gesellschaftskritische Themen, politische und soziale Utopien
Typischer Fantasy

Bekannte Social Fantasy Bücher: typische bekannte Social Fantasy Bücher gibt es meiner
Sicht nicht; sofern man aber von Social Science Fantasy spricht, sind typische Bücher
“Planet der Habenichtse” von Ursula LeGuin und “Der Wüstenplanet” von Frank Herbert

Zielgruppen: primär Erwachsene; zu Männern und Frauen lässt sich wenig sagen, da das
Genre so selten ist

Verbreitung: Social Fantasy ist mehr ein theoretisches Genre. Kein Verlag hat sich darauf
bisher annähernd spezialisiert. Das Genre ist auch sehr unbekannt. Meist kennt Social
Fantasy nur das Lexikon.

Rollenspiel Fantasy
Merkmale: Romane zu Rollenspielwelten mit Computerspiel- Elementen Typische Fantasy

Bekannte Rollenspiel Fantasy Bücher: DSA-Romane (So nennt man eine Fantasy-Buchreihe
mit Geschichten und Erzählungen zu den Fantasiewelten des Pen-&-Paper-Rollenspiels Das
Schwarze Auge (DSA)), Warhammer-Romane

Zielgruppen: Jugendliche, junge Erwachsene und Erwachsene; Männer und Frauen, die die
zugehörigen Rollenspiele lieben

Verbreitung: Es gibt einige größere und kleinere Verlage, die Rollenspiel Fantasy Bücher als
Programm und Genre-Schwerpunkt haben. Etwa seit Beginn des 21. Jahrhunderts ist
Rollenspiel Fantasy ein Trend parallel zu anderen Fantasy Trends. Rollenspiel Fantasy ist
mehr in der Rollenspiel-Szene verhaftet als in der Literaturszene.

Erotic Fantasy
Merkmale: erotische Elemente; die Welt ist entweder eine fiktive Fantasy Welt oder
phantastische Wesen dringen in die reale Welt ein Typische Fantasy

Bekannte Erotic Fantasy Bücher: viele Vampir-Romane z.B. von Lara Adrian

Zielgruppen: Erwachsene; vor allem Frauen

Verbreitung: Bücher aus dem Genre Erotic Fantasy Bücher werden zunehmend häufiger,
besonders manche Kleinverlage haben im Programm eine Sparte für Erotic Fantasy

Märchenromane
Merkmale: moderne Märchen mit klassischen Märchenmerkmalen wie lineare Erzählweise,
symbolische Figuren, Schwarz-Weiß-Malerei, Fabelwesen

Bekannte Märchenromane: “Die unendliche Geschichte” von Michael Ende, “Alice im
Wunderland” von Lewis Caroll

Zielgruppen: eher Mädchen als Jungen, eher Kinder und Jugendliche als Erwachsene

Verbreitung: Märchenromane gibt es nur sporadisch. Das Genre ist eher in Kleinverlagen als
in Publikumsverlagen verbreitet und eher im Bereich Kinderbuch.

Und trotz dieser zahlreichen, weit gefächerten Genre der Fantasy leidet dieser Bereich der
Literatur noch unter einem schlechten Image und wird wahlweise „nur“ als Jugendliteratur
belächelt oder als Trivialliteratur abgelehnt. Besonders in Deutschland findet man einige
harte Kritiker der Fantasy unter den Literaturkennern.

Doch kann man Fantasy wirklich nur als Jugendliteratur ansehen? Würden wirklich nur
Jugendliche Dark Fantasy Bücher oder Urban Fantasy Bücher in die Hände nehmen?
Lassen sich tatsächlich nur Jugendliche in die Welten von Dämonen, Drachen und Zauberei
entführen? Ich denke nicht. Auch wenn große, erfolgreiche Fantasy Bücher, wie “Harry
Potter”, “Der Goldene Kompass” oder “Die unendliche Geschichte” zunächst nur als Kinder und
Jugendliteratur veröffentlicht wurden sind, heißt es noch lange nicht, dass sie es auch sind.

Sollten solche phantastischen Werke deswegen von den anderen Lesern anders gewertet
und weniger ernst genommen werden? Dazu ein Kommentar von C.S. Lewis aus dem
Vorwort der Narnia Chroniken:

„Kein Buch ist es wert, es mit zehn zu lesen, wenn es sich nicht lohnt, es mit fünfzig zu lesen.“

 


Dieser Post im #sweekkeeperblog kommt von eurer SweekKeeperin Pauline Lederhausen @LeLine99. Sie schreibt gerne Fanfictions und Mischgenres und war Finalistin bei #MikroLicht.

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July 13, 2018

Takeover: Wie unsere SweekKeeper zum Schreiben kamen – Pauline



Unsere SweekKeeper wollen eine neue Runde beginnen, in der sie Euch erzählen, wie sie zum Schreiben gekommen sind. Hier geht es weiter mit Pauline.


 

Wie ich zum Schreiben kam

Ehrlich gesagt gab es für mich nie direkt einen auschlaggebenden Moment, in dem ich
wusste: “Hey, ich möchte gerne schreiben und Autor werden”. Schon seit ich klein war, habe
ich mich für die Welt der Bücher, der Fantasie und Märchen interessiert. Meine Oma hat mir
zum Einschlafen viele Märchen von Hans Christian Andersen oder den Gebrüdern Grimm
vorgelesen, wobei ich damals schon davon beeindruckt war, in welche Welt mich diese
Märchen entführen konnten. Klar, damals wusste ich noch nicht genau, wie dieses
“Entführen” in eine andere Welt möglich ist, aber die Märchen haben mich einfach anders
denken lassen. Ich habe damals schon gerne davon geträumt, wie es wohl ist als
Meerjungfrau im Meer zu schwimmen, wie es ist von dem Prinzen auf dem weißen Ross
gerettet zu werden oder wie es ist als Heldin das magische Schwert gegen ein Ungeheuer zu
erheben, um die Menschheit zu retten. Da ich damals noch nicht schreiben konnte, habe ich
mir mit meinem Opa zusammen die lustigsten Versionen unserer Lieblingsmärchen
ausgedacht. Wir lagen oft bei Regenwetter unter den kuscheligen Decken auf dem Sofa und
haben uns gegenseitig von unseren eigenen Märchen erzählt.

Eines der Märchen, an das ich mich heute noch gerne mit einem Lachen auf dem Gesicht erinnere ist, das um den
betrunkenen Wolf bei Rotkäppchen. In dieser Version ist Rotkäppchen mit einem Motorroller
zu ihrer Oma durch den Wald gefahren, um mit ihr einen runden Geburtstag zu feiern. Auf
dem Weg durch den Wald bietet der böse Wolf dem kleinen Rotkäppchen an, dass er mit zu
dem Geburtstag kommt um mit der Oma zusammen zu feiern, wobei er aber nicht wirklich
mitfeiern wollte, sondern den Weinvorrat im Keller von Rotkäppchens Oma auszurauben. Am
Ende der Geschichte hat der Wolf mit der Oma auf dem Tisch getanzt und Rotkäppchen ist
mit dem Jägerssohn durchgebrannt.

Als ich dann aber selber lesen konnte, habe ich mir meine erste eigene Buchreihe gekauft:
Das magische Baumhaus von Mary Pope Osborne, in der es um die Geschwister Anne und
Phillip geht, die mithilfe eines magischen Baumhauses zurück in die Zeit, in andere Länder
oder gar ins Weltall reisen können. Diese Bücher haben mich dann irgendwann dazu
inspiriert, dass ich selber Ideen entwickelt habe. Die wurden nach und nach so präzise das
ich auf den Rändern meiner Schulblöcke kleine Kapitel geschrieben habe.

Meine allererste, richtige Geschichte habe ich allerdings erst Jahre später geschrieben, als
wir in der Schule ein Märchenprojekt hatten, in dem wir unser eigenes Märchen schreiben
sollten. Jeder von uns durfte sich eine von drei Wortgruppen aussuchen, die dem Inhalt
entsprechen sollten und dann durften wir selber losschreiben. Ich weiß noch ungefähr, dass
es bei mir die Worte Schloss, Familie, Hexe und Hochzeit waren. In diesem Märchen ging es
um die kleine Prinzessin Verena, die am Anfang der Geschichte vom heimischen Schloss
abhaut, weil ihr Vater sie aus Schutzgründen nie aus dem Schloss gelassen hat und in die
Fänger einer bösen Hexe gerät, die das gesamte Land schon in Angst und Schrecken
versetzt hat. Verena konnte aber dank einer geheimen Karte und mit Hilfe von vielen neuen
Freunden herausfinden, dass diese Hexe eigentlich ihre Mutter ist. Am Ende des Märchens
stand dann die große Vermählung von ihren Eltern an, die nie richtig heiraten konnten, weil
Verena’s Mutter verflucht war. Von dieser Geschichte habe ich später sogar eine
Fortsetzung geschrieben, die an die Narnia Filme angelehnt war. Danach habe ich eine
ganze Weile lang mit dem Schreiben aufgehört, da ich keine richtigen Ideen entwickelt hatte,
die mir gefallen haben.

Ich habe erst wieder mit dem Schreiben begonnen, nachdem ich das Fanfiction Schreiben
für mich entdeckte habe. Dank meiner großen Schwester bin ich neben den Märchen
nämlich mit den guten, alten Animes auf RTL 2 großgeworden. Meine erste Fanfiktion habe
ich über den Anime Sailor Moon geschrieben, aus der ich sogar mal angefangen habe einen
eigenen Manga zu zeichnen, den ich aber bis heute nicht beendet habe. Nach und nach
kamen zu meinen Büchern immer mehr Mangas dazu, zu denen ich immer mehr Fanfictions
geschrieben habe.

Und vor ein paar Jahren kam mir dann endlich meine erste, richtige Idee für einen eigenen
Roman, für die ich mich von der Serie “Anna – Schritt für Schritt ins neue Leben” inspirieren
lassen habe. Die Idee kam mir in der 8. Klasse und ich schreibe noch heute daran. Zuerst
habe ich mir nur den Plot aufgeschrieben und danach habe ich begonnen die Geschichte
Stück für Stück in ein Notizbuch zu schreiben. Und jetzt, 5 Jahre später, schreibe ich genau
diese Idee auf eine ganz andere Art und Weise als den ursprünglichen Text, aber mit der
gleichen Grundidee.

 

Wie sich das Schreiben verändert hat

Ich würde nicht unbedingt sagen, dass sich mein Schreiben großartig verändert hat.
Natürlich ist mein heutiger Schreibstil nicht genau der gleiche, wie er vor einigen Jahren war,
was auch daran liegt, dass man sich vielleicht als Mensch mit seinen eigenen Ideen und
Interessen weiterentwickelt. Eine direkte Veränderung ist mir jedoch im Detail aufgefallen,
denn vor ein paar Jahren war für mich nur die Handlung der Charaktere in den Texten
wichtig und nicht der Blick für das Detail. Ich wollte so schnell wie möglich die Ideen auf
Papier bringen ohne lange darüber nachdenken zu müssen. Mittlerweile habe ich durch viele
Bücher und auch durch etliche, neue Lebenserfahrungen einen besseren Blick für das Detail
in bestimmten Situationen erhalten, was auch gut ist, denn so werden die Texte für die Leser
angenehmer und lockerer. Mittlerweile kann ich mich mithilfe von diesen Details auch
genauer in meine Charaktere hineinversetzten und noch besser mit ihnen fühlen.

 

Wie und was ich jetzt schreibe

Meinen momentanen Schreibstil würde ich als sehr detailliert, emotional und umfangreich
beschreiben, denn ich kann nicht genug schreiben. Mir fällt immer wieder etwas Neues ein,
dass ich gerne anders schreiben würde und was mir besser gefällt als das, was ich zuvor
geschrieben habe, denn dass fällt mir an meinem momentanen Projekt auf. Gestern habe ich
ein Kapitel geschrieben, dass mir sehr gut gefallen hat, als ich es mir zur Korrektur
durchgelesen habe und was ich heute früh gleich wieder komplett geändert habe, da mir die
Details für den kommenden Verlauf der Geschichte gefehlt haben. Manchmal hasse ich mich
dafür und auch meine Beta Leserin, die sich letztendlich einen Weg durch die vielen
durchgestrichenen Sachen und Ideen finden muss bis sie endlich am Ende angekommen ist.

Aber es hat auch gute Seiten, denn dadurch kann ich mich noch besser hinter die Zeilen
lesen, mich besser in die Charaktere hineinversetzten und manche Sachen noch besser
umschreiben. Als ich gerade mit dem Schreiben begonnen habe, hätte ich mir auch nie
vorstellen können, dass mir meine ausgedachten Charaktere so sehr ans Herz wachsen
können, aber mittlerweile fühle ich beinahe in jedem Kapitel mit, wenn einem meiner
Charaktere etwas zustößt.

Meine Genres beim Schreiben haben sich über die Jahre auch nicht verändert.
Hauptsächlich schreibe ich Fantasy und Mystery mit einem Hauch Romance oder Young
Adult Romance im Prosa Bereich, aber ich schreibe auch liebend gerne Fanfictions rund um
meine Lieblingsbands-/animes, oder -/bücher. Das Fanfiktion Schreiben eröffnet mir
manchmal eine Tür in die Welt meiner liebsten Charaktere, die ich danach oft sogar mit
anderen Augen sehe. In einem aktuellen Projekt schreibe ich sogar mit einer Gruppe anderer
Fans an einer gemeinsamen Fanfiction zu unserer Lieblingsband, in der es um die
Entstehung der Band geht. Die Fanfiction lässt uns die Musiker sogar von einer anderen
Seite kennenlernen.

 

Was ist wichtig zum Schreiben?

Für mich ist der Spaß und die Leidenschaft am Schreiben das aller wichtigste, denn wenn
der Autor keine Lust, keinen Spaß und keine richtigen Ideen beim Schreiben hat, dann hat
auch der Leser keinen Spaß daran. Ich persönlich kann auch nur dann ganz motiviert
schreiben, wenn ich genau weiß, was ich wie schreiben will. Ansonsten sitze ich nur vor dem
blinkenden Cursor und versuche krampfhaft etwas zu schreiben, dass mir am Ende dann
doch nicht gefällt. Das ist auch der Grund warum ich manchmal zwei Wochen oder mehr für
ein neues Kapitel meiner Texte brauche, denn ich muss Spaß beim Schreiben haben, bevor
etwas passieren kann. Wenn hinter dem Text keine Leidenschaft und kein Spaß steckt,
braucht man es auch keinem Leser zum lesen geben, denn der merkt gleich an der Art und
Weise, dass der Autor nur geschrieben hat, um seinen regelmäßigen Zeitabstand
einzuhalten und das sollte eigentlich nicht das Ziel für einen Autor sein.

Natürlich weiß ich auch, dass es für die Leser nicht schön ist, wochenlang auf ein neues Kapitel zu warten,
aber mal ganz ehrlich: Es macht doch viel mehr Spaß ein Kapitel zu lesen, hinter dem ein
glücklicher Autor steckt als ein Kapitel, das nur oberflächlich und ohne Leidenschaft
geschrieben ist, oder? Und dafür wartet man doch als Leser lieber etwas länger auf etwas
Besonderes als auf etwas Kurzes, Knappes und Oberflächlicheres, nicht wahr?

Also als kleiner Tipp euch da draußen: Lasst euch lieber Zeit mit einem emotionsgeladenen
Kapitel, dass mit Leidenschaft und Spaß geschrieben ist und an dem euere Leser viel Spaß
dran haben, als an einem schnell, langweilig und wahrscheinlich oberflächlich
geschriebenen Kapitel.

 

Dieser Post im #sweekkeeperblog kommt von eurer SweekKeeperin Pauline Lederhausen @LeLine99. Sie schreibt gerne Fanfictions und Mischgenres und war Finalistin bei #MikroLicht.

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June 29, 2018

Takeover: Wie unsere SweekKeeper zum Schreiben kamen – Blerta



Unsere SweekKeeper wollen eine neue Runde beginnen, in der sie Euch erzählen, wie sie zum Schreiben gekommen sind. Hier geht es weiter mit unserem neusten Mitglied Blerta.


Wie ich zum Schreiben kam

Jeder Autor schreibt andere Geschichten. Genauso ist es auch mit den Geschichten von Autoren, wie
sie ihre Leidenschaft zum Schreiben entdeckten. Jede Geschichte ist anders.

Meine Eltern haben mir nie übermässig viele Geschichten erzählt oder vorgelesen. Im Allgemeinen
sind meine Eltern nicht so lesebegeistert. Wenn ich jetzt auf meine Kindheit zurückblicke, merke ich,
dass ich schon immer einen Drang dazu hatte, meine Kreativität in Geschichten auszudrücken. Als ich
noch nicht schreiben konnte, habe ich Bilder gezeichnet, die in meinem Kopf entstanden sind und diese
anschließlich zu einem kleinen Buch zusammengeheftet. Als ich dann in die Schule kam
und endlich schreiben konnte, habe ich mich oft an meinen Schreibtisch, und später an den
Computer meines Vaters gesetzt, um meiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Jedoch verlor ich nach
einigen Jahren leider das Interesse und die Leidenschaft am Schreiben.

Eine Detektivreihe, die mittlerweile aus unzähligen Bänden besteht, weckte meine Aufmerksamkeit
zum Lesen. Sogar als ich gerne geschrieben habe, mochte ich es überhaupt nicht zu lesen. Bücher
waren damals für mich die reinste Hölle – bis ich diese Bücherreihe entdeckte. Seit dem
verschanze ich mich stundenlang in meinem Zimmer, um Geschichten zu lesen. Zum Schreiben kam
ich aber erst vor drei Jahren wieder. Man könnte es als Zufall bezeichnen. Als ich meine alten
Schulsachen sortierte, flog mir ein Blatt in die Hand, auf dem ich einen Aufsatz für die Schule
geschrieben hatte. Ich erinnerte mich daran, dass ich es früher gar nicht mochte Geschichten zu
schreiben, wenn man mir ein konkretes Thema vorgab. Ich bevorzugte es, meiner Fantasie keine
Grenzen zu setzen (Heute komme ich schon besser damit klar!). Nachdem ich meinen Aufsatz gelesen hatte,
setzte ich mich an meinen Laptop und schrieb das erste Mal seit Jahren wieder etwas.

Seit dem hatte ich immer wieder Phasen, in denen ich es kaum erwarten konnte, von der Schule nach
Hause zu kommen um zu schreiben. Jedoch hatte ich auch Phasen, in denen ich monatelang kein
Wort schrieb. Zuerst begann ich damit, zu jedem Sänger, Schauspieler, Film und jeder Serie, die ich
mochte, eine Fan-Fiction zu schreiben. Ich hatte unzählige Seiten auf Instagram, auf denen ich meine
Geschichten veröffentlichte. Einige Zeit später, stieß ich auf die Plattform Wattpad, die mir damals
von einer Freundin vorgeschlagen wurde. Ich begann, meine Geschichten dort zu veröffentlichen und
hatte auch schnell einige Leser dazugewonnen. Jedoch traute ich mich nicht, meinen Freundinnen
von meiner Freizeitbeschäftigung zu erzählen. Ich fand mein neues Hobby ziemlich merkwürdig zu
der Zeit. Bis heute weiß ich nicht, an was es lag, aber ich fühlte mich nicht wohl. Ich bin ein Mensch,
der gerne in Teams arbeitet. Deshalb fühlte sich das Schreiben so fremd für mich an. Also ließ ich es
wieder mit dem Schreiben.

Jetzt kann ich von Glück sprechen, dass ich vor ungefähr zwei Jahren diese Leidenschaft wieder
aufgegriffen habe. Zu der Zeit riss ich mich auch von den Fan-Fictions los und entwarf eigene
Charaktere. Es war ein schönes Gefühl, seine eigene Welt zu erschaffen. Die Bilder, die ich in meinem
Kopf hatte, in Worte umzuwandeln. Ich hatte mit einem Mal so viele Ideen, dass ich nicht mehr
nachkam mit schreiben. Ein weiterer Grund, weshalb ich wieder zum Schreiben zurückgefunden
hatte, war, dass ich einiges zu verarbeiten hatte. All meine Gefühle konnte ich in die Geschichten
einfließen lassen und konnte feststellen, dass es tatsächlich half. Auch heute schreibe ich gerne
Kurzgeschichten, die mein eigenes Leben widerspiegeln.

Ich stehe noch ganz am Anfang. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich noch vieles zu lernen habe. Aber
im Moment ist das Schreiben für mich noch ein Hobby, das ich mit grosser Leidenschaft verbinde.
Natürlich ist es mein größter Wunsch, einmal mein eigenes Buch zu veröffentlichen, aber der Weg
bis dahin wird noch ein langer sein.

Ich konnte am eigenen Leib erfahren, was es heißt, ein Hobby immer wieder neu zu entdecken.
Schreiben braucht Motivation. Aber nur Motivation alleine reicht nicht. Man braucht Kreativität, Hilfe und viel  Durchhaltevermögen. Das Schöne an einer Leidenschaft ist, dass jeder irgendwann zu ihr
findet und sich seinen eigenen Rhythmus bildet.

 



Dieser Post im #sweekkeeperblog kommt von eurer SweekKeeperin Blerta @blerta__. Sie schreibt gerne Kurzgeschichten, Young Adult und Fantasy.

Du hast die Ankündigung des SweekKeeper Takeovers verpasst? Schau hier vorbei, um einen Überblick über die Autoren und die Themen zu bekommen.

June 22, 2018

Takeover: Wie unsere SweekKeeper zum Schreiben kamen – Manuel



Unsere SweekKeeper wollen eine neue Runde beginnen, in der sie Euch erzählen, wie sie zum Schreiben gekommen sind. Hier geht es weiter mit Manuel.


Wie ich zum Schreiben kam

Das ist eine lange Geschichte – insofern, als dass ich in jungen Jahren wirklich nicht der Typ
für Bücher war. Erst circa in der neunten oder zehnten Klasse habe ich angefangen, Bücher
zu lesen. Die Aramanth-Trilogie von William Nicholson hatte es mir dann aber so richtig
angetan, und so wurden Bücher zu einem neuen großen Hobby.
Mit dem Lesen hat es dann nicht lange gedauert, bis ich die ersten Ideen für eigene
Geschichten hatte. Eines Tages haben Jak und Ryan angefangen, mit mir zu sprechen – und
ich habe angefangen, die ersten paar Kapitel eines Buches zu schreiben. Die habe ich bis
heute, allerdings habe ich diese Geschichte nie abgeschlossen. Die beiden Hauptfiguren und
die Idee zum Inhalt haben sich aber weiterentwickelt und sind letztlich Teil meines ersten
Romans geworden, den ich 2015 veröffentlicht habe.

Wie sich das Schreiben verändert hat

Nicht so sehr – denke ich zumindest bewusst. In Wirklichkeit ändert sich aber Einiges.
Einerseits an den Geschichten selbst, was man aber erst feststellt, wenn man die alten Texte
nochmal liest. Da kommen dann einzelne Stellen, die beinahe schon peinlich sind – das liegt
einfach daran, dass man mit der Zeit immer reifer wird und die Texte ‚erwachsener‘.
Noch mehr hat sich verändert, wie ich an das Schreiben herangehe oder wie jetzt der Alltag
damit aussieht: Dass ich mehrere Bücher gleichzeitig schreibe, immer noch mindestens
eine Handvoll Dokumente auf dem Rechner, die nur einzelne Kapitel oder Ideen enthalten,
vielleicht auch nur Fragmente, die nicht mal Anfang oder Ende einer Geschichte sein
müssen.
Was sich für mich noch verändert hat, ist, dass ich meine Bücher jetzt auf Englisch schreibe.
Kurzgeschichten sind schon da und momentan arbeite ich an einem Roman, der auch auf
Englisch ist. Macht Spaß!

Wie ich jetzt schreibe

Ich bin kein großer Freund von Planen und Plotten. Meines Erachtens entstehen meine
besten Textstellen aus spontanen Inspirationen und Ideen heraus. Manchmal auf dem Weg
zur Arbeit, manchmal auch kurz vor dem Einschlafen – was dann darin endet, dass ich mein
Handy greife und hektische Texte in mein Notizprogramm hämmere, weil ich weiß, dass ich
mich am nächsten Morgen nicht mehr erinnere und höchstens noch weiß, dass da eine Idee
war, aber nicht mehr welche, was wirklich sehr frustrierend ist.
Wenn ich ca. 10.000 oder 20.000 Wörter in eine Geschichte einstiegen bin, entsteht meist
nebenher ein weiteres Dokument mit dem bisherigen Ablauf und den Figuren – damit ich
weiß, was geschehen ist, und dann bekommen die Figuren manchmal Merkmale anhand
ihres bisherigen Verhaltens. Ich lerne meine Figuren beim Schreiben kennen, nicht davor.
Mittlerweile bleibt es auch nicht aus, dass ich dieses Dokument dann vor dem Schreiben mit
weiteren Ideen und eventuell sogar dem Ende der Geschichte oder eines Stranges erweitere.
Somit habe ich also doch ein Outline für die Geschichte. Oft stelle ich aber erst nach dem
Abschließen fest, dass mein Outline doch nicht so eingetreten ist. Nicht schlimm, solange
sich keine Logikfehler einschleichen.

Was ich schreibe

Ich schreibe fast nur Texte mit jugendlichen Protagonisten und mit einer jungen Zielgruppe
im Hintergrund – also Jugendliteratur. Das ist meine Heimat als Leser und Autor. Da geht es
in erster Linie um längere Geschichten und Romane. Kurzgeschichten schreibe ich auch, die
können auch mal andere Töne anschlagen. Kurzgeschichten sind gut für die Abwechslung –
einen Roman ohne Unterbrechung von Anfang bis Ende zu schreiben ist schwer, aber es ist
noch schwieriger, zwei Romane parallel zu schreiben, denn da kommt man leicht
durcheinander oder bleibt zu oberflächlich.

Was wichtig zum Schreiben ist

Motivation und Inspiration – und dass ich ausgeschlafen oder zumindest nicht müde bin.
Ansonsten sind ein bequemer und schöner Arbeitsplatz und ein Laptop wichtig. Alles
andere ist variabel: Manchmal schreibe ich mit Musik, manchmal ohne, mal mit Kaffee oder
ohne, oder auch mit oder ohne Schokolade.
In erster Linie ist Schreiben und Schreiberfolg bei mir von der Stimmung abhängig.
Manchmal gibt es Tage, da funktioniert es nicht, da ist dann das Schwierigste, das
einzugestehen und es sein zu lassen.

Ein Tipp zum Abschluss

Man setzt sich als Autor schnell unter Druck – auch wenn man gar nicht unter Druck stehen
sollte. Ich bin selbst Experte darin. Man muss versuchen, es nicht zuzulassen. Bei mir sind
die Tage am erfolgreichsten, wenn ich aus einer Laune heraus drauflosschreibe – und nicht
die, an denen ich mir vornehme, heute 3.000 Wörter zu schreiben – zumal mehr Wörter am
Tag nicht unbedingt gut sind und selbstverständlich auch nicht die Qualität steigern, außer,
ihr habt zuvor Inspiration für eine sehr umfangreiche Szenen – oder gleich mehrere –
erfahren.
Inspiration kommt immer dann, wenn man sie nicht erwartet. Schreibt es nieder, solange es
da ist, auch wenn ihr erstmal nur Zeit für eine grobe Skizze habt!

 



Dieser Post im #sweekkeeperblog kommt von eurem SweekKeeper Manuel @Maneic. Er schreibt gerne Young Adult und verschiedene (Misch-)genres und war Finalist bei #MikroTanz.

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June 15, 2018

Takeover: Wie unsere SweekKeeper zum Schreiben kamen – Viktoria



Unsere SweekKeeper wollen eine neue Runde beginnen, in der sie Euch erzählen, wie sie zum Schreiben gekommen sind. Hier geht es weiter mit Viktoria.


Warum ich Geschichten erfinde

Jeder Autor oder jede Autorin schreibt aus einem anderen Grund. Jeder hat seinen eigenen
Weg zum Schreiben gefunden und hat andere Hürden im Leben genommen, genauso wie
jeder andere Ansichten vertritt oder Vorstellungen hat. Genauso unterschiedlich sind auch die
Geschichten, die wir Autoren erzählen. Was könnte also mich dazu bewegt haben, mich
stundenlang vor meinen Laptop zu setzen und wie besessen auf meine Tastatur zu hämmern?

Wenn du nicht schlafen kannst, dann denk dir doch Geschichten aus

Als ich noch ganz klein war, mochte ich nachts einfach nicht schlafen. Ich weiß bis heute
nicht, woran das lag, aber ich hatte schwere Probleme damit, einzuschlafen. Eines Abends,
ich muss da so ungefähr fünf oder sechs Jahre alt gewesen sein, setzte sich mein Papi zu mir
ans Bett und meinte zu mir, dass ich mir Geschichten ausdenken solle, bis ich einschlafe. Seit
dem ich denken kann habe ich eine sehr blühende Fantasie und seit diesem Abend, als ich fünf
war, habe ich mir abends immer Geschichten ausgedacht und sie mir selber erzählt, bis ich
eingeschlafen bin. Manchmal tue ich das heute sogar auch noch.

Als ich in der zweiten Klasse war, mussten wir als Hausaufgabe eine Geschichte schreiben.
Meine war die Längste von allen und ging über zwei Seiten, während die von meinen
Mitschülern nur eine halbe oder eine Seite lang war. Seit dem Tag schrieb ich in
Freundebücher in die Spalte, was ich werden möchte, wenn ich groß bin, dass ich
Geschichtenschreiberin werden will, weil ich nicht wusste, dass man das Autor nennt. Immer
wenn ich gesagt habe, dass ich Autorin werden möchte, wurde ich schief angeguckt und nicht
für ernst genommen. Mein Opa wollte immer, dass ich doch bitte etwas Vernünftiges machen
soll. Früher habe ich nie verstanden, warum Bücher schreiben für ihn kein richtiger Beruf
war, weil schreiben doch mehr Arbeit und Zeit beansprucht, als so manch einer denken mag.

Seit dem ich schreiben kann, schreibe ich. In der Schule habe ich schon immer am meisten
geschrieben, weil ich mich einfach nicht kurz fassen mag (wie man vielleicht auch an meinen
immer zu langen Blog Posts merkt). Ich liebe Wörter und ich liebe Buchstaben und ich liebe
die Denotationen und Konnotationen eines jeden Wortes, das ich erschaffe. In der Q1 habe
ich mich so begeistert auf meine Facharbeit gestürzt, dass ich am Ende viel zu viele Seiten
hatte und kürzen musste. Als wir auf dem Präsentationsabend unsere Ergebnisse dann
vorstellen sollten, haben die anderen Mädchen aus meinem Seminarfach dann Plakate
gestaltet oder Hörbeispiele mitgebracht. Ich habe aus meiner Facharbeit einen Poetry Slam
geschrieben und an dem Abend sogar geslammt. Was bot sich auch anderes an, als meine
Analyseergebnisse über den sprachlichen Wandel in der Literatursprache in einem Poetry
Slam darzustellen?

Wie die ganze Reise dann anfing

Über die Jahre habe ich einige Schicksalsschläge erlitten, mit denen ich bis heute zu kämpfen
habe. In dieser Zeit habe ich sehr viel geschrieben und gelesen, wann immer es mir schlecht
ging. Oft flüchtete ich in eine andere Welt und suchte Trost bei den ganzen verschieden
Protagonisten, die die Helden ihrer eigenen Welt wurden. Dadurch habe ich viel über das
Leben an sich gelernt und verstanden, dass es auch anderen Menschen mal ziemlich scheiße
gehen kann, aber dass es nun einmal irgendwie immer weiter geht. Die ganzen Geschichten
haben mich abgelenkt und mir neue Zuversicht geschenkt.

Irgendwann habe ich angefangen, in die Storywriter-Branche auf Instagram einzusteigen, weil
ich meine Geschichten, die ich mir ausgedacht und die mir geholfen haben, mit meiner
Realität irgendwie umgehen zu können, nicht mehr allein für mich behalten wollte. Da muss
ich ungefähr 14 Jahre alt gewesen sein. Auf Instagram habe ich viele Geschichten geschrieben
und bereits einen kleinen Kreis an Lesern gewonnen, den ich dann, als ich auf Wattpad und
Sweek umgestiegen bin, erweitert habe. Das war das erste Mal, dass ich mich komplett wohl
gefühlt habe mit dem, was ich mache und auch noch Feedback bekommen habe. In meiner
Zeit als Instagram-Autorin habe ich auch Nina Mackay kennengelernt, die mich in ihre
Jungautoren-WhatsApp-Gruppe aufgenommen hat und durch die ich die Möglichkeit
bekommen habe, mich mit anderen Jungautoren auszutauschen. Mir war vorher gar nicht klar
gewesen, dass es vielleicht noch mehr Mädchen und Jungs in meinem Altern gibt, die
ebenfalls gerne schreiben und die das Geschichtenerzählen zu ihrem Job machen möchten.

Wir haben doch alle ein Thema, über das wir mit niemandem sprechen
können

Und das ist der Grund, was ich am Schreiben so faszinierend finde. Uns als Autoren ist es
möglich, über Dinge zu schreiben, über die niemand sprechen will. Aber vielleicht braucht
irgendjemand auf der Welt gerade genau das, was ich in einem Buch beschreibe, das ich vor
zehn Jahren geschrieben habe. Vielleicht hilft gerade eine traurige, kitschige Liebesgeschichte
einem anderen Menschen, für ein paar Sekunden seinen Kummer zu vergessen. Vielleicht
macht diese Geschichte einem anderen Mut und zeigt demjenigen, dass er nicht aufgeben,
sondern weiter machen soll. Vielleicht kann ich als Autorin auf diese Weise mit anderen
Menschen sprechen und ihnen durch meine Figuren und meinen Geschichten irgendwie
helfen, weil Reden an sich nicht so mein Ding ist. Ich möchte all den Menschen etwas
schenken, das ich auch bekommen habe, als es mir nicht gut ging und ich mich zwischen die
Zeilen einer fremden Welt geflüchtet habe. Deshalb erfinde ich Geschichten.



Dieser Post im #sweekkeeperblog kommt von eurer SweekKeeperin Viktoria @ViktoriaChristians. Sie schreibt gerne Young Adult und Fantasy.

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June 1, 2018

Takeover: Wie unsere SweekKeeper zum Schreiben kamen – Laurus



Unsere SweekKeeper wollen eine neue Runde beginnen, in der sie Euch erzählen, wie sie zum Schreiben gekommen sind. Den Anfang macht Laurus Larssen.


Wie ich zum Schreiben kam:

Schon im Kindergarten mussten mir die Erzieher immer Geschichten vorlesen.
Selbst lesen konnte ich damals nicht, aber die Geschichten haben mich fasziniert.
Zum Glück gab es immer jemanden, der mir vorlesen wollte.
Doch irgendwann musste ich selbst lesen lernen, vorlesen wollte mir keiner mehr.
Ich las sehr viel. So oft war ich in der Bibliothek um mir Bücher auszuleihen, hätte regelmäßig zwanzig
oder mehr Bücher ausgeliehen.
Eines Tages schlug meine Mutter vor, ich solle eigene Geschichten schreiben.
Aber daraus wurde nichts, ich scheiterte schon bevor ich begonnen hatte.
Erst Jahre später kam ich zufällig zum Schreiben.
Eine Freundin erzählte mir von einer Fan-Fiktion, die sie geschrieben hatte. Ich lud mir die App runter
und las ihre Geschichte.
Am gleichen Tag begann ich ebenfalls eine Fan-Fiktion, da mein Profil sonst so leer gewesen wäre.
Es machte mir erstaunlich viel Spaß und ich schrieb immer weiter. Und wurde immer besser.

Wie sich das Schreiben verändert hat:

Die Art wie ich schreibe hat sich mit der Zeit sehr stark verändert. Das einzige was sich nicht verändert
hat, ist das ich beim Schreiben Musik höre.
Am Anfang schrieb ich jeden Abend ein Kapitel. Ich schrieb sie am Handy und komplett ohne Planung.
Ohne sie nochmals durchzulesen, habe ich die Kapitel direkt veröffentlicht.
Die Kapitel waren jeweils so um die 200 Wörter lang.
Insgesamt war die Qualität damals nicht sehr gut, doch ich hatte ein paar Leser und war zufrieden.
Die Geschichten später wurden besser, die Kapitel länger.
Ich begann verschiedene Schreibratgeber zu lesen, denn jede Geschichte sollte besser werden, als die
vorherige.
Schon die zweite Geschichte lässt sich dem Genre Fantasy zuordnen, in diesem schreibe immer noch sehr
gerne.
Irgendwann fing ich an, am Laptop zu schreiben. Ich begann meine Geschichten mehr zu planen.
Und mein Schreiben verändert sich noch immer, ich probiere immer mal wieder neues aus.

Wie ich jetzt schreibe:

Nun plane ich meine Geschichten viel mehr als vorher.
Für mein aktuelles Projekt probiere ich Writer aus.
Dadurch bleibt alles übersichtlich.
Vorher habe ich mir Dokumente zu allen möglichen Themen zugelegt. Eine neue Welt zu erschaffen ist
deutlich schwieriger, als ich gedacht habe. Ich habe zwischendurch auch ein wenig den Überblick über all
die Dokumente und damit die Motivation verloren.
Doch ich bin geduldiger mit dem Schreiben geworden.
Das ist das erste Projekt, bei dem ich wirklich plane. Ich plane an diesem Projekt schon seit ca 1,5 Jahren
und fange erst bald wirklich mit dem Schreiben.
Mittlerweile habe ich auch eine »Lektorin«, die Spaß daran hat, meine Texte zu verbessern und mir zu
helfen. Denn Fehler mache ich noch immer.

Was ich schreibe:

Ich schreibe zum Großteil Fantasy. Doch ich habe zwischendurch mit Kurzgeschichten begonnen. Das
lief deutlich besser als gedacht.
Dank #PoesieKönig habe ich angefangen auch Poesie zu schreiben.
Auch wenn ich vorher Gedichte nicht mochte, mittlerweile mag ich sie immer mehr.

Was ist wichtig zum Schreiben?

Für mich ist zum Schreiben vor allem der Spaß am Schreiben wichtig.
Ich finde man merkt, ob der Autor/ die Autorin vom Herzen schreibt und nur dann können die
Geschichten das Herz der Leser erreichen. Auch muss man ein bisschen Geduld haben. Gute Geschichten brauchen oft ihre Zeit.
Man darf dann nicht die Motivation verlieren. Manchmal geht es nur schleppend voran, dann muss man
sich motivieren trotzdem weiter zu schreiben. Auch wenn es nur langsam voran geht.
Außerdem sollte man sich überlegen, für wen man schreibt.

Schreibt man für sich selbst oder lieber für die Leser?

Ich schreibe für mich selbst, aber auch für meine Leser. Doch ich habe momentan eher weniger Leser,
wenn ich von denen weiß, dass sie von meiner Geschichte begeistert sind als viele Leser, die meine
Geschichte nur sehr Oberflächlich lesen.
Schreiben mach Spaß, aber es ist sehr harte Arbeit.



Dieser Post im #sweekkeeperblog kommt von eurem SweekKeeper Laurus Larssen @Laurus_Larssen. Er schreibt gerne Fantasy, Kurzgeschichten und mehr. 

Du hast die Ankündigung des SweekKeeper Takeovers verpasst? Schau hier vorbei, um einen Überblick über die Autoren und die Themen zu bekommen!