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March 15, 2019

Takeover: Wie Reisen deine Ideen mobilisieren können

Hallo zusammen!

Aufmerksame Leser unter euch haben vielleicht gemerkt, dass ich schon lange nichts mehr geschrieben habe.
Das liegt daran, dass ich gerade auf Reisen bin. Mag paradox klingen, dass ich gerade jetzt über Ideen schreibe, wo ich doch anscheinend keine Ideen zum Blog beigetragen habe. Stimmt, aber ich habe Ideen gesammelt und werde nun mit euch teilen, wie Reisen euch dabei helfen können. Und damit meine ich nicht, dass ihr alle nach Argentinien reisen sollt (was aber eine gute Idee wäre), sondern es können auch kleine Reisen sein. Gerade in Europa ist es einfach, mit einem Zugticket in ein neues Land zu gelangen oder auch einfach eine neue Stadt. Jedes Erlebnis an einem Ort, den ihr nicht kanntet, gilt.

1. Neue Kultur 

Eine neue Kultur bereichert euch in etlichen Weisen. Zum Beispiel, um eine neue Welt zu erschaffen. Wenn ihr eine neue Kultur kennenlernt, lernt ihr, was andere Leute so alles anders machen. Ihr lernt Unterschiede kennen oder merkt, dass gewisse Dinge gar nicht so selbstverständlich sind, wie ihr vielleicht dachtet. Damit könnt ihr arbeiten. Denn diese Unterschiede könnt ihr ausnutzen, um eurem Buch eine neue Kultur zu verpassen. Das kann natürlich im Bereich ScienceFiction oder Fantasy sein, aber genauso ist es wichtig, dass euer Liebesroman einen eigenen Touch bekommt.
Oder einen neuen Schauplatz.

2. Neue Leute 

Das ist nicht ganz dasselbe wie eine neue Kultur, wenn auch damit verbunden. Neue Leute kennenzulernen ist perfekt, um eure Charakteren aufzupeppen – und je anders die Leute sind, desto besser. Ihr lernt neue Umgangsformen kennen,
neue Charakterzüge und neues Aussehen.

3. Reisegeschichten

Wenn ihr eine Reisehandlung schreibt, ist es beinahe unvermeidbar, dass auch ihr reist. Mit Reisehandlungen meine ich Bücher im Stil von “Herr der Ringe” oder “Magie der Namen”, in denen die Haupthandlung aus einer Reise besteht. Und wie wollt ihr wissen, wie eine Reise sein kann, ohne gereist zu haben? Natürlich kann man es etwas nachempfinden, aber die Vorstellung ist nie dasselbe wie die Realität. Eine Reise hilft euch da also enorm, euren Horizont zu erweitern – und über euer eigenes Erlebnis zu schreiben.

4. Anpassung und Empathie 

Wenn man längere Zeit in einem fremden Land verbringt, muss man sich wohl oder übel anpassen. Man übernimmt gewisse Gewohnheiten und gewöhnt sich an die Sitten. Plötzlich macht man Dinge, die man zuvor nie getan hätte. Und so lernt man nicht nur sich anzupassen, sondern auch Empathie mit dem Gegenüber.

Warum das fürs Schreiben so wichtig ist? Ihr müsst Empathie haben mit eurem Protagonisten. Ihr müsst euch in euren Protagonisten hineinversetzen können und euch an ihn, seine Sitten und Gewohnheiten anpassen.

5. Ideen werden umstrukturiert

Vielleicht hattet ihr, bevor ihr auf eine Reise gegangen sind, eine Idee im Kopf. Einigermassen ausgereift, bald bereit zu schreiben. Ihr habt schon einige Bilder dazu kreiert und fühlt euch sicher.

Doch dann kommt diese Reise. Und eure Idee gerät ins Wanken. Plötzlich wollt ihr einen anderen Schauplatz wählen und eigentlich würde es auch passen, wenn die Frau mit der Panflöte da drüben in eurem Buch auftauchen würde.
Ja, Reisen können eure Ideen umstrukturieren und das ist auch gut so! Ein neuer Ort kann ein neuer Schauplatz werden und ein neuer Platz, den ihr seht, wird die Inspiration für den ersten Kuss in eurem Buch.

Lasst solche Änderungen zu! Verschließt eure Geschichten nicht, wenn ihr sie mal geplant habt, sondern erlaubt ihr neue Formen anzunehmen.

6. 100% Neu

Wenn ihr einen neuen Ort besucht, habt ihr die 100%-ige Sicherheit, dass ihr etwas Neues sehen werdet. Die Sicherheit habt ihr immer! Hier könnt ihr einfach den neuen Ort genießen und euch dabei inspirieren lassen – und sei es passiv! Ich sage nicht, dass ihr das nächste Mal mit einem Notizblock in der Hand durch Paris rennen müsst, aber haltet die Augen etwas offen und lasst euch inspirieren.

7. Reisegeschichte 

Im Zweifelsfall kann auch die Reise selbst zu einer Geschichte werden. Etliche Bücher entstanden auf die Weise, dass die Autoren ihre Reise erzählen wollten. Sei es autobiographisch oder einfach daraus inspiriert. Also auch das kann
durchaus eine Überlegung wert sein.

In der Tat möchte auch ich vieles, das ich auf meiner Reise erlebe, wiederverwenden. Einerseits den Ort und die Leute, welches mir beides sehr gefällt (Buenos Aires, Argentinien) und andererseits vielleicht sogar etwas
Persönliches 😉

Ich wünsche euch also schöne Reisen und tolle Ideen!

Und hier noch ein Bild von einem Haus, das ich in La Boca, Buenos Aires gesehen habe.

Lesen ist die Reise für diejenigen, die keinen Zug nehmen können.



Dieser Post im #Sweekkeeperblog kommt von eurer SweekKeeperin Delia @DeliaMunoz. Sie schreibt gerne Fantasy oder Mischgenres.

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September 14, 2018

Takeover: Die Rolle von Musik beim Schreiben

Kennt ihr das? Ihr schaut euch einen Film oder eine Serie an und damit die Stimmung so
richtig aufkommt, wird dramatische Musik eingespielt. Oder bei einem romantischen Date
spielt im Hintergrund die Geige, ihr schaut einen Film oder eine Serie mit Musical-
Elementen.
Es zeigt sich also, dass Filme und Serien oft Musik nutzen. Dies hat natürlich immer auch
einen oder gleich mehrere Gründe.
Filme und Serien spielen mit bestimmte Melodien, um Erinnerungen oder Emotionen in uns zu wecken. Wir
sollen mit den Charakteren fühlen, alles was sie spüren, ebenfalls spüren. Tief in ihre Welt
versinken, sich selbst Gedanken machen, was wir in solchen Situationen fühlen würden. Das
Gleiche? Etwas komplett anderes? Beeinflusst uns die Musik? So viele Fragen stellen sich
und regen uns zum Nachdenken an.

Manchmal würde ich mir wünschen, dass sich auch in meinem Leben mal eine
Hintergrundmusik abspielen würde. Das würde das Leben noch viel interessanter machen. So
ein Leben mit Musik, es wäre spannend und anders.

Was das mit Schreiben zu tun hat?

Nun, ich höre während des Schreibens meist auch Musik. Nicht, um in Schreibstimmung zu
kommen, nein. Ich versuche, zu jeder Situation, welche meine Charaktere durchleben, ein
passendes Stück zu finden. Das muss aber nicht ein Lied mit Text sein. Auch eine Melodie
reicht oft schon aus, um seine Sichtweise zu ändern.
Dadurch will ich meinen Charakteren näher sein, mit ihnen zu fühlen, ihre Emotionen zu
erleben und sie noch besser zu verstehen.
Oder aber ich höre die Musik, welche mein Charakter auch gerne hört. So wie jeder Mensch
einen unterschiedlichen Musikgeschmack hat, haben es auch Charaktere. Allein das macht sie
so besonders. Musik kann einen Charakter besonders machen, ihn hervorheben, ihn
ausmachen.
Interessant finde ich es dann, wenn das Aussehen der Charaktere und Musik überhaupt nicht
zusammenpassen.
Da hört ein Punker keine Rockmusik, sondern interessiert für das Geigenspiel oder Klarinette.
Ein Hippiemädchen, das sich gerne zu Rock´n Roll bewegt und tanzen geht. Ein Junge,
welcher selbst singt, hört sich Musicalsongs an, um sich zu verbessern.
Was ich auch mal in eine Geschichte eingebaut habe, war eine Gruppe junger Leute, welche
zum Karaoke gehen. Da macht es dann besonders viel Spaß, Musik zu hören, während die
Gruppe ihre Songs zum Besten gibt. Da kommt einem alles einfach auch gleich viel realer
und lebendiger vor.
Es zeigt sich also, dass sich nicht nur mit Sprache spielen lässt, mit Aussehen. Auch die
Musik, egal ob man sie während dem Schreibprozess hört oder sie einem Charakter zuordnet,
kann Schwung in die Geschichte bringen.
So viel kann sich verändern, wenn Musik beim Schreibprozess eine Rolle spielt.
Also falls ihr es nicht sogar schon macht, hört doch einfach während dem Schreiben gute
Songs, passend zur Situation. Es wird euch bestimmt viel leichter fallen, euren Charakteren oder Storys
mehr Leben einzuhauchen.

Wie Richard Wagner es schon sagte: „Musik ist die Sprache der Leidenschaft
Also lebt eure Leidenschaft, das Schreiben, auch mal mit Musik aus.



Dieser Post im #sweekkeeperblog kommt von eurer SweekKeeperin Yessi @Yessi. Sie schreibt gerne Fanfictions und Fantasy.

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June 22, 2018

Takeover: Wie unsere SweekKeeper zum Schreiben kamen – Manuel



Unsere SweekKeeper wollen eine neue Runde beginnen, in der sie Euch erzählen, wie sie zum Schreiben gekommen sind. Hier geht es weiter mit Manuel.


Wie ich zum Schreiben kam

Das ist eine lange Geschichte – insofern, als dass ich in jungen Jahren wirklich nicht der Typ
für Bücher war. Erst circa in der neunten oder zehnten Klasse habe ich angefangen, Bücher
zu lesen. Die Aramanth-Trilogie von William Nicholson hatte es mir dann aber so richtig
angetan, und so wurden Bücher zu einem neuen großen Hobby.
Mit dem Lesen hat es dann nicht lange gedauert, bis ich die ersten Ideen für eigene
Geschichten hatte. Eines Tages haben Jak und Ryan angefangen, mit mir zu sprechen – und
ich habe angefangen, die ersten paar Kapitel eines Buches zu schreiben. Die habe ich bis
heute, allerdings habe ich diese Geschichte nie abgeschlossen. Die beiden Hauptfiguren und
die Idee zum Inhalt haben sich aber weiterentwickelt und sind letztlich Teil meines ersten
Romans geworden, den ich 2015 veröffentlicht habe.

Wie sich das Schreiben verändert hat

Nicht so sehr – denke ich zumindest bewusst. In Wirklichkeit ändert sich aber Einiges.
Einerseits an den Geschichten selbst, was man aber erst feststellt, wenn man die alten Texte
nochmal liest. Da kommen dann einzelne Stellen, die beinahe schon peinlich sind – das liegt
einfach daran, dass man mit der Zeit immer reifer wird und die Texte ‚erwachsener‘.
Noch mehr hat sich verändert, wie ich an das Schreiben herangehe oder wie jetzt der Alltag
damit aussieht: Dass ich mehrere Bücher gleichzeitig schreibe, immer noch mindestens
eine Handvoll Dokumente auf dem Rechner, die nur einzelne Kapitel oder Ideen enthalten,
vielleicht auch nur Fragmente, die nicht mal Anfang oder Ende einer Geschichte sein
müssen.
Was sich für mich noch verändert hat, ist, dass ich meine Bücher jetzt auf Englisch schreibe.
Kurzgeschichten sind schon da und momentan arbeite ich an einem Roman, der auch auf
Englisch ist. Macht Spaß!

Wie ich jetzt schreibe

Ich bin kein großer Freund von Planen und Plotten. Meines Erachtens entstehen meine
besten Textstellen aus spontanen Inspirationen und Ideen heraus. Manchmal auf dem Weg
zur Arbeit, manchmal auch kurz vor dem Einschlafen – was dann darin endet, dass ich mein
Handy greife und hektische Texte in mein Notizprogramm hämmere, weil ich weiß, dass ich
mich am nächsten Morgen nicht mehr erinnere und höchstens noch weiß, dass da eine Idee
war, aber nicht mehr welche, was wirklich sehr frustrierend ist.
Wenn ich ca. 10.000 oder 20.000 Wörter in eine Geschichte einstiegen bin, entsteht meist
nebenher ein weiteres Dokument mit dem bisherigen Ablauf und den Figuren – damit ich
weiß, was geschehen ist, und dann bekommen die Figuren manchmal Merkmale anhand
ihres bisherigen Verhaltens. Ich lerne meine Figuren beim Schreiben kennen, nicht davor.
Mittlerweile bleibt es auch nicht aus, dass ich dieses Dokument dann vor dem Schreiben mit
weiteren Ideen und eventuell sogar dem Ende der Geschichte oder eines Stranges erweitere.
Somit habe ich also doch ein Outline für die Geschichte. Oft stelle ich aber erst nach dem
Abschließen fest, dass mein Outline doch nicht so eingetreten ist. Nicht schlimm, solange
sich keine Logikfehler einschleichen.

Was ich schreibe

Ich schreibe fast nur Texte mit jugendlichen Protagonisten und mit einer jungen Zielgruppe
im Hintergrund – also Jugendliteratur. Das ist meine Heimat als Leser und Autor. Da geht es
in erster Linie um längere Geschichten und Romane. Kurzgeschichten schreibe ich auch, die
können auch mal andere Töne anschlagen. Kurzgeschichten sind gut für die Abwechslung –
einen Roman ohne Unterbrechung von Anfang bis Ende zu schreiben ist schwer, aber es ist
noch schwieriger, zwei Romane parallel zu schreiben, denn da kommt man leicht
durcheinander oder bleibt zu oberflächlich.

Was wichtig zum Schreiben ist

Motivation und Inspiration – und dass ich ausgeschlafen oder zumindest nicht müde bin.
Ansonsten sind ein bequemer und schöner Arbeitsplatz und ein Laptop wichtig. Alles
andere ist variabel: Manchmal schreibe ich mit Musik, manchmal ohne, mal mit Kaffee oder
ohne, oder auch mit oder ohne Schokolade.
In erster Linie ist Schreiben und Schreiberfolg bei mir von der Stimmung abhängig.
Manchmal gibt es Tage, da funktioniert es nicht, da ist dann das Schwierigste, das
einzugestehen und es sein zu lassen.

Ein Tipp zum Abschluss

Man setzt sich als Autor schnell unter Druck – auch wenn man gar nicht unter Druck stehen
sollte. Ich bin selbst Experte darin. Man muss versuchen, es nicht zuzulassen. Bei mir sind
die Tage am erfolgreichsten, wenn ich aus einer Laune heraus drauflosschreibe – und nicht
die, an denen ich mir vornehme, heute 3.000 Wörter zu schreiben – zumal mehr Wörter am
Tag nicht unbedingt gut sind und selbstverständlich auch nicht die Qualität steigern, außer,
ihr habt zuvor Inspiration für eine sehr umfangreiche Szenen – oder gleich mehrere –
erfahren.
Inspiration kommt immer dann, wenn man sie nicht erwartet. Schreibt es nieder, solange es
da ist, auch wenn ihr erstmal nur Zeit für eine grobe Skizze habt!

 



Dieser Post im #sweekkeeperblog kommt von eurem SweekKeeper Manuel @Maneic. Er schreibt gerne Young Adult und verschiedene (Misch-)genres und war Finalist bei #MikroTanz.

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