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March 29, 2019

Takeover: Unterschied der Genres – Young & New Adult

Wer in letzter Zeit mal durch die Gänge einer Buchhandlung geschlendert ist, dem wird mit großer Wahrscheinlichkeit aufgefallen sein, dass immer mehr Bücher mit den Bezeichnungen Young Adult oder New Adult aus dem Boden sprießen. Inzwischen müsste eigentlich jeder diese Namen gehört haben, vielleicht verwenden einige sie selbst für ihre Manuskripte – teilweise jedoch, ohne zu wissen, worin die Unterschiede eigentlich liegen. Aber was sind das jetzt genau für Bücher, die da regelmäßig in unsere Regale einziehen?

Der Young Adult Roman

Young Adult lässt sich auch ganz einfach als junger Erwachsene übersetzen, und genau die sind es, um die sich diese Bücher drehen: Teenager, die gerade die Pubertät in vollen Zügen genießen und sich mit den üblichen Problemen herumschlagen müssen. Vielleicht gibt es ja noch jemanden, der sich an die oldschool Bezeichnung Jugendbuch erinnert, denn eigentlich ist es genau dasselbe. Deshalb werden auch Themen behandelt, die vor allem Jugendliche (wenn sie denn lesen) beschäftigen.

Probleme in der Schule oder mit den Eltern, die erste große Liebe oder die Hürden des Erwachsenwerdens – die Fülle an Themen ist breit. Natürlich muss es nicht nur ein realistischer Jugendroman sein. Young Adult kann auch in anderen Genres vertreten sein: Fantasy, Sci-Fi oder beispielsweise Dystopien. Die Themen sind oftmals die gleichen – nur in einer anderen Welt verpackt und mit anderen aufkommenden Problemen in der Handlung, die an die entsprechende Welt angepasst sind. Man denke hierbei nur an die Biss-Reihe oder Legend zurück. Aber der Entwicklungsprozess des Protagonisten ist oft der gleiche.

Meistens gehen die Protagonisten noch zur Schule, sind allerhöchstens gerade volljährig geworden und befinden sich in einem Alter, in dem sich Vieles für sie entscheidet: Wer will ich einmal sein? Wo möchte ich einmal hin? Das Problem ist, dass viele Jugendliche gar nicht wissen, was sie nach der Schule machen wollen – wie soll dann ein Protagonist, wie soll eine Geschichte da dann helfen, dieses Problem zu lösen? Gar nicht, aber es werden Wege aufgezeigt, wie man als Leser mit seinen Problemen umgehen kann. Besonders die älteren Jugendlichen, die vielleicht gerade 18 geworden sind und voll im Abitur stecken, müssen entscheiden, wie ihre Zukunft aussehen soll. Und das ist gar nicht so einfach, wenn man sich nicht sicher ist, wohin man gehört, wer man ist und worin die besonderen Fähigkeiten liegen.

Gerade deshalb stiften Young Adult Romane Identität: sie zeigen anderen Jugendlichen, dass nicht nur sie es sind, die sich mit einem Problem herumschlagen müssen, sondern, dass es anderen ganz ähnlich geht. Besonders die Gefühle werden sehr intensiv wahrgenommen. Das kennt man ja im besten Fall von sich selbst – im ersten Moment war man noch super happy und schwebte auf Wolke 7, im nächsten Moment muss man nur einmal schief angeguckt werden und schon weint man, ohne überhaupt selbst den Grund dafür zu kennen. Die Protagonisten gehen genauso durch die Hölle, wie wir es in der Pubertät tun. Ich würde sagen, besonders bei der Liebe wird sich zurückgehalten. Ich schätze, da wird besonders auf das Alter der Leser geguckt – sind es eher jüngere Teenies, oder schon ältere?

Wobei man hierbei den Begriff Teenie vielleicht weiter eingrenzen sollte. Meistens geht es um viele erste Male in der Liebe. Das erste Mal so richtig verliebt sein, der erste Kuss, die erste Beziehung… Erotische Szenen lassen sich nur sehr selten bis gar nicht wiederfinden und erst recht nicht so detailliert und ausgeschmückt. Viele sagen, dass sich daran die Young Adult von den New Adult Romanen unterscheiden. Vermutlich gibt es bei dieser Behauptung kein richtig und kein falsch – das muss jeder für sich beantworten. Was allerdings deutlich unklarer ist, ist die Verwendung des Begriffs Young Adult an sich. Leider ist es nicht ganz deutlich, festzustellen, ob sich der Begriff auf die Zielgruppe der Leser, oder auf das Genre bezieht.

Der New Adult Roman

Das ist etwas, das sich beim New Adult Roman ganz leicht klären lässt: Der New Adult Roman bezeichnet eher die  Zielgruppe. Und zu der gehören alle, die wie ich ein bisschen zu alt für die klassischen Jugendbücher sind, aber  Romane über 40-jährige Frauen in ihrer Midlife-Crisis ziemlich langweilig finden. Die Protagonisten sind Anfang bis Mitte 20 und stehen plötzlich vor all diesen ganzen Erwachsenenproblemen, mit denen man sich vorher irgendwie gar nicht so wirklich beschäftigt hat. Wahrscheinlich kennt jeder diesen Gedanken, dass man irgendwas besser macht als die Eltern, wenn man endlich ausgezogen ist. Aber, wenn man dann in seiner eigenen, ersten Wohnung steht und komplett überfordert ist, weil man nicht genau weiß auf wie viel Grad man die Wäsche waschen soll, erwischt man sich dabei, dass man es eben doch so macht wie Mama zuhause.

Ich würde jetzt mal behaupten, dass sich die Themen nur minimal von denen der Young Adult Bücher unterscheiden – nur sind sie hier deutlich krasser und ausgereifter. Plötzlich heißt es nicht mehr: oh, ich hab ja noch Zeit, bis ich mich entscheiden muss, was ich mit meinem Leben anfangen will, sondern: Ich muss mich jetzt entscheiden! Auf einmal geht es nicht mehr darum, wer man sein will, sondern darum, wer man wirklich ist. Was zu einem gehört, was einen definiert. Die Protagonisten sind um einiges autonomer, als die Teenies in den Young Adult Romanen. Während die Protas dort lernen, eine eigene Meinung zu bilden, haben die Protas in den New Adult Romanen eine eigene Meinung.

Darüber hinaus lässt sich als wesentliches Merkmal der New Adult Romane festhalten, dass die Protagonisten aufs College / die Uni gehen und studieren. Meist kommen sie zu Beginn des Buches frisch an die Uni und schlagen sich mit den ganzen Problemen wie der Selbstorganisation oder dem Zeitmanagement herum, mit denen sich die Erstsemester immer rumschlagen müssen. Vor allem aber, liegt der Fokus auf der Romantik. Neben den ganzen anderen Komplikationen, die das Erwachsenwerden so mit sich bringt, ist das vermutlich die größte Baustelle, die Anfang 20-jährige so beschäftigt. Dieses jugendliche Verknalltsein reicht dann manchmal nicht mehr aus, um mit jemandem glücklich zu sein. Deshalb können auch sexuelle Themen im Vordergrund der Geschichte stehen, ohne, dass das Buch direkt als Erotikroman abgestempelt wird. Ich denke hierbei zum Beispiel an Someone New oder Berühre mich. Nicht.

 

Solltet ihr also demnächst vor eurem Manuskript sitzen und nicht genau wissen, was euer Skript denn jetzt genau ist, dürft ihr gerne diesen groben Überblick als Checkliste benutzen um zu entscheiden, ob ihr noch Young Adult oder bereits New Adult schreibt.

Viel Spaß dabei!



Dieser Post im #sweekkeeperblog kommt von eurer SweekKeeperin Viktoria @ViktoriaChristians. Sie schreibt gerne Young Adult und Fantasy.

Du hast die Ankündigung des SweekKeeper Takeovers verpasst? Schau hier vorbei, um einen Überblick über die Autoren und die Themen zu bekommen!

July 27, 2018

Takeover: Eine Reise in die Welt der Fantasie


„Es sind nicht unsere Fähigkeiten, die zeigen wer wir sind, sondern unsere Entscheidungen.“


Und? Wer von euch erahnt, um welchen bekannten und gleichzeitig beliebten Buchcharakter
dieses Zitat stammt? Ich gebe euch ein paar Tipps: Er ist alt, sehr alt sogar. Er trägt einen weißen Bart und eine
hat eine Brille auf der Nase. Zudem ist er sehr mächtig und vor allem weise.
Na, konntet ihr ihn erraten? Bestimmt! Es handelt sich bei dem Gesuchten um keinen geringeren als unseren guten, alten
Hogwarts-Direktor Albus Dumbledore aus der Harry Potter Welt.
Wusstet ihr, dass diese Harry Potter Welt unter das Genre Urban Fantasy fällt? Wenn ihr es
wusstet, könntet ihr auch verraten, warum?

Es gibt tatsächlich 12 verschiedene Genres der Fantasy und die eben genannte Urban
Fantasy ist nur eines der bekannteren Genre.
Im heutigen Blogeintrag werde ich euch verraten, an welchen besonderen Merkmalen ihr
diese 12 verschiedenen Genre sofort entdecken könnt.

Zuerst fangen wir jedoch mit ein bisschen Geschichte an:

Während des 18. Jahrhunderts, waren Unterhaltungsromane schon beinahe alltäglich
geworden, denn nicht länger waren es nur Bücher mit Bildungsanspruch, die Wertschätzung
genossen. So führten Autoren wie E.T.A. Hoffmann (bekanntestes Werk ist sein Roman „Die
Elixiere des Teufels“ von 1816) und Edgar Alan Poe (Seine Horrorgeschichten wie z.B. „Der
Untergang des Hauses Usher“ gelten heute noch als konkurrenzlos) auch phantastische
Elemente, wie Geister oder unerklärliche Erscheinungen in ihre Werke ein. Die Gattung der
Abenteuer- und Schauerromane gewann somit an Bedeutung und erwies sich als gut verkäuflich.
Auch die Anfänge der Science-Fiction Literatur sind zu dieser Zeit entstanden. Der Grundstein zur
Fantasy-Literatur wurde zu dieser Zeit von Autoren wie Mary Shelley (Frankenstein),
Bram Stoker (Dracula), Robert Louis Stevenson (Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde)
und Mark Twain (Ein Yankee aus Connecticut am Hofe des König Artus) gelegt.
Als Begründer der Fantasy als eigenes Literatur-Genre im 20. Jahrhundert ist zweifellos
J.R.R. Tolkien zu nennen, der in den 60/70er Jahren eine weltweite Begeisterungswelle für
seine Werke und die Fantasy-Literatur auslöste.
Nachdem wir jetzt ein bisschen was über die Grundsteinlegung der Fantasy erfahren haben,
kommen wir also zu den 12 verschieden und teilweise unbekannteren Fantasy Genre:

1. High Fantasy
2. Pseudohistorische Fantasy
3. Low Fantasy
4. Urban Fantasy
5. Animalfantasy
6. Science Fantasy
7. Dark Fantasy
8. Humor Fantasy
9. Social Fantasy
10. Rollenspiel Fantasy
11. Erotic Fantasy
12. Märchenromane

Beginnen wir mit den wichtigsten Punkten zu einem der beliebtesten Fantasy Genre:

High Fantasy
Merkmale: fiktive Fantasy Welt, viel Magie, viele Fantasy Völker, Heldenreisen, Atmosphäre
vom Mittelalter, episch

Bekannte High Fantasy Bücher: “Herr der Ringe” von J. R. R. Tolkien, “Die Zwerge” von
Markus Heitz und „Eragon“ von Christopher Paolini

Zielgruppen: primär Erwachsene; Männer und Frauen etwa gleichermaßen, wobei der
Männer-Anteil im Verhältnis zu anderen Genres und Subgenres eher höher ist

Verbreitung: High Fantasy Bücher werden viel in Publikumsverlagen und Kleinverlagen
veröffentlicht. Das Genre High Fantasy war zur Zeit, als “Herr der Ringe” im Kino lief und
lange danach, der Mainstream der deutschen Fantasy.

Pseudohistorische Fantasy oder auch Low Fantasy
Merkmale: real historische oder fiktiv historische Welt mit nur sehr wenigen Fantasywesen
und sehr wenig Magie; oft Kreuzung von historischen Romanen und Fantasyromanen

Bekannte Pseudohistorische Fantasy Bücher: Arkadien Trilogie von Kai Meyer, “Avalon”-
Reihe von Marion Zimmer Bradley sowie allgemein Fantasy Bücher über die Artus Legende
und ähnliche Legenden

Zielgruppen: primär Erwachsene, eher Frauen als Männer

Low Fantasy (andere Definition)
Es gibt noch eine andere Definition des Genres Low Fantasy, der zufolge Low Fantasy vor
allem mit Zeitschriftenfantasy / Magazinfantasy / Serienfantasy verbunden wird

Merkmale: ein einsamer Held, viel Action und eine rasante Handlung

Bekannte Low Fantasy Bücher: Werke von H. P. Lovecraft

Zielgruppen: deutlich mehr Männer als Frauen

Bei der zweiten Defintion liegt der Unterschied in der Erzählstruktur statt in der Magiemenge.

Verbreitung: Low Fantasy Bücher der ersten Genre-Definition veröffentlichen
Publikumsverlage und Kleinverlage häufig. Low Fantasy der zweiten Genre-Definition
veröffentichen dagegen vorwiegend Kleinverlage, wobei die Zeitschriftenfantasy eher ein
Relikt aus den 30er bis 50er Jahren ist. Entsprechend sind viele Fantasy Bücher aus diesem
Genre nur Neuauflagen sehr alter Werke oder Fortsetzungen alter Serien.

Urban Fantasy
Merkmale: Phantastische Elemente dringen in unsere reale oder realhistorische städtische
Welt ein

Bekannte Urban Fantasy Bücher: “Harry Potter” von J. K. Rowling, “Twilight” von Stephenie
Meyer, “Bartimäus” von Jonathan Stroud

Zielgruppen: Männer und Frauen etwa gleichermaßen, tendenziell aber mehr Frauen als
Männer; viele Urban Fantasy Bücher sind auch Bücher der Jugendbuch Fantasy

Verbreitung: Es gibt viele Bücher von Urban Fantasy in Publikumsverlagen und
Kleinverlagen. Das Genre liegt im Trend.

Animal Fantasy
Merkmale: Geschichten im Tierreich, Tiere sind die Hauptfiguren oder Menschen, die sich in
Tiere verwandeln; man erlebt die Welt aus Augen der Tiere

Bekannte Animal Fantasy Bücher: “Warrior Cats” von Erin Hunter

Verbreitung: Animal Fantasy Bücher gibt es nur sehr sporadisch und eher im
Programmbereich Kinderbuch. Meines Wissens nach gibt es in Deutschland bisher keinen
auf Animal Fantasy auch nur annähernd spezialisierten Verlag. Unter Hobby-Autoren ist das
Genre mehr verbreitet als bei veröffentlichten Büchern aus Verlagen.

Science Fantasy
Merkmale: Mischung aus Fantasy und Science-Fiction- Elementen Typische Fantasy

Bekannte Science Fantasy Bücher: “Star Wars” von George Lucas, “Der Wüstenplanet” von Frank Herbert, “Otherland” von Tad Williams

Zielgruppen: primär Erwachsene, vermutlich ein wenig mehr Männer als Frauen, wobei es
auf die Themen ankommt

Verbreitung: Science Fantasy Bücher veröffentlichen Verlage eher sporadisch. Bücher
dieses Genres laufen selten explizit unter dem Label Science Fantasy, sondern entweder
unter Fantasy oder unter Science Fiction. Unter Hobby-Autoren ist Science Fantasy aber
durchaus ein verbreitetes Genre.

Dark Fantasy
Merkmale: düstere Fantasywelt, Dämonen und andere Schattenwesen, zum Teil Horror und
Erotik Typische Fantasy

Bücher: “Der dunkle Turm” von Stephen King, “Die Kettenwelt-Chroniken” von Alan
Campbell

Zielgruppen: Erwachsene; vermutlich etwas mehr Frauen als Männer, da Verlage die
Themen mehr auf Frauen ausrichten

Verbreitung: Dark Fantasy Bücher liegen derzeit im Trend und werden von
Publikumsverlagen und Kleinverlagen veröffentlicht.

Humor Fantasy
Merkmale: Parodien und ironischer Umgang mit typischen Fantasy Elementen

Bekannte Humor Fantasy Bücher: “Scheibenwelt”-Zyklus von Terry Pratchett sowie Parodien
auf bekannte Werke: “Star Warped” (Star Wars), “Barry Trotter” (Harry Potter)

Zielgruppen: Liebhaber von Humor Fantasy; primär Erwachsene, vermutlich mehr Männer
als Frauen

Verbreitung: Humor Fantasy Bücher veröffentlichen Verlage nur sporadisch. Lediglich ein
paar größere Verlage haben mehrere Titel dieses Genres im Programm und das sind meist
die von Terry Pratchett.

Social Fantasy
Merkmale: sozialkritische und gesellschaftskritische Themen, politische und soziale Utopien
Typischer Fantasy

Bekannte Social Fantasy Bücher: typische bekannte Social Fantasy Bücher gibt es meiner
Sicht nicht; sofern man aber von Social Science Fantasy spricht, sind typische Bücher
“Planet der Habenichtse” von Ursula LeGuin und “Der Wüstenplanet” von Frank Herbert

Zielgruppen: primär Erwachsene; zu Männern und Frauen lässt sich wenig sagen, da das
Genre so selten ist

Verbreitung: Social Fantasy ist mehr ein theoretisches Genre. Kein Verlag hat sich darauf
bisher annähernd spezialisiert. Das Genre ist auch sehr unbekannt. Meist kennt Social
Fantasy nur das Lexikon.

Rollenspiel Fantasy
Merkmale: Romane zu Rollenspielwelten mit Computerspiel- Elementen Typische Fantasy

Bekannte Rollenspiel Fantasy Bücher: DSA-Romane (So nennt man eine Fantasy-Buchreihe
mit Geschichten und Erzählungen zu den Fantasiewelten des Pen-&-Paper-Rollenspiels Das
Schwarze Auge (DSA)), Warhammer-Romane

Zielgruppen: Jugendliche, junge Erwachsene und Erwachsene; Männer und Frauen, die die
zugehörigen Rollenspiele lieben

Verbreitung: Es gibt einige größere und kleinere Verlage, die Rollenspiel Fantasy Bücher als
Programm und Genre-Schwerpunkt haben. Etwa seit Beginn des 21. Jahrhunderts ist
Rollenspiel Fantasy ein Trend parallel zu anderen Fantasy Trends. Rollenspiel Fantasy ist
mehr in der Rollenspiel-Szene verhaftet als in der Literaturszene.

Erotic Fantasy
Merkmale: erotische Elemente; die Welt ist entweder eine fiktive Fantasy Welt oder
phantastische Wesen dringen in die reale Welt ein Typische Fantasy

Bekannte Erotic Fantasy Bücher: viele Vampir-Romane z.B. von Lara Adrian

Zielgruppen: Erwachsene; vor allem Frauen

Verbreitung: Bücher aus dem Genre Erotic Fantasy Bücher werden zunehmend häufiger,
besonders manche Kleinverlage haben im Programm eine Sparte für Erotic Fantasy

Märchenromane
Merkmale: moderne Märchen mit klassischen Märchenmerkmalen wie lineare Erzählweise,
symbolische Figuren, Schwarz-Weiß-Malerei, Fabelwesen

Bekannte Märchenromane: “Die unendliche Geschichte” von Michael Ende, “Alice im
Wunderland” von Lewis Caroll

Zielgruppen: eher Mädchen als Jungen, eher Kinder und Jugendliche als Erwachsene

Verbreitung: Märchenromane gibt es nur sporadisch. Das Genre ist eher in Kleinverlagen als
in Publikumsverlagen verbreitet und eher im Bereich Kinderbuch.

Und trotz dieser zahlreichen, weit gefächerten Genre der Fantasy leidet dieser Bereich der
Literatur noch unter einem schlechten Image und wird wahlweise „nur“ als Jugendliteratur
belächelt oder als Trivialliteratur abgelehnt. Besonders in Deutschland findet man einige
harte Kritiker der Fantasy unter den Literaturkennern.

Doch kann man Fantasy wirklich nur als Jugendliteratur ansehen? Würden wirklich nur
Jugendliche Dark Fantasy Bücher oder Urban Fantasy Bücher in die Hände nehmen?
Lassen sich tatsächlich nur Jugendliche in die Welten von Dämonen, Drachen und Zauberei
entführen? Ich denke nicht. Auch wenn große, erfolgreiche Fantasy Bücher, wie “Harry
Potter”, “Der Goldene Kompass” oder “Die unendliche Geschichte” zunächst nur als Kinder und
Jugendliteratur veröffentlicht wurden sind, heißt es noch lange nicht, dass sie es auch sind.

Sollten solche phantastischen Werke deswegen von den anderen Lesern anders gewertet
und weniger ernst genommen werden? Dazu ein Kommentar von C.S. Lewis aus dem
Vorwort der Narnia Chroniken:

„Kein Buch ist es wert, es mit zehn zu lesen, wenn es sich nicht lohnt, es mit fünfzig zu lesen.“

 


Dieser Post im #sweekkeeperblog kommt von eurer SweekKeeperin Pauline Lederhausen @LeLine99. Sie schreibt gerne Fanfictions und Mischgenres und war Finalistin bei #MikroLicht.

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March 23, 2018

Takeover: Die wichtigsten Genres

Als Autor fragt man sich schnell: Was soll ich schreiben und wie soll ich es schreiben.
Gerade am Anfang sollte man sich deshalb bewusst machen, in welchem Genre man das Buch
schreiben soll, da es einen Unterschied macht, ob man Fantasy oder einen historischen Roman
schreibt. Denn die Leser haben eine gewisse Erwartung, wenn sie das Buch eines bestimmten
Autors lesen und dann wäre es verwirrend, wenn zum Beispiel ein historischer Roman plötzlich in
der Zukunft spielt. Natürlich lässt sich auch gut genreübergreifend Schreiben, zum Beispiel eine
lustig geschriebene Horror-Geschichte. Doch das sollte gut durchdacht werden, denn es kann sonst beim Leser Verwirrung stiften.

Außerdem werden Bücher immer nach Genres sortiert, weshalb man sich überlegen sollte,
welchem Genre man das Buch zuordnen will. Es lässt sich immer noch sehr gut mit den Klischees
spielen, zum Beispiel bei Fantasy/Übernatürlichem die Wesen anders darstellen, z.B. böse Vampire
oder ähnliches. Der Widersacher kann auch mal ein oft »positiv« dargestelltes Wesen sein, wie ein
Einhorn. Gerade in der Fantasy hat man diese Freiheiten und kann solche »Gesetze« verändern. Das
hebt die Geschichte von den anderen Geschichten dieses Genres ab und verleiht ihr einen
Wiedererkennungswert.

Es gibt viele verschiedene Unterscheidungen der Genres und der Untergenres, der Übergang ist
manchmal fließend. Das macht es manchmal schwer ein Buch einem bestimmten Genre
zuzuordnen, doch in der Regel lässt sich ein passendes Genre finden, wenn man sich ein bisschen
damit auseinander setzt.

Zu den drei (Ober-) Genres zählen:
1. Die Fiktionale Literatur
2. Die Nichtfiktionale Literatur und
3. Die Mischung aus Fiktionaler und nicht Fiktionaler Literatur

Fiktionale Literatur:
Unter Fiktionaler Literatur versteht man alle Geschichten, die nicht auf wahren Ereignissen
beruhen. Sie können auch wahre Teile enthalten, doch dann nur im übertragenen Sinne.
Hierzu zählt die gesamte Fantasy, aber auch Romantik und sogar historische Romane, auch
wenn diese auf realen Ereignissen beruhen. Natürlich zählen hierzu auch Thriller und Horror.
Im Grunde lässt sich sagen, dass dies der wichtigste Anteil in der Unterhaltungsliteratur ist.

Nichtfiktionale Literatur:
Hierzu zählen alle Fach- und Sachbücher sowie Ratgeber, die als Ziel die Informierung über Fakten
haben. Also Berichte, Schulbücher, Kochbücher etc. Außerdem zählen Biografien zu Nichtfiktionaler Literatur.
Dies ist also der bildende Bereich der Literatur, der als Hauptziel nicht die Unterhaltung, sondern
die Informierung hat.

Mischung aus Fiktionaler und nicht Fiktionaler Literatur:
Zu dem letzten großen Genre gehören Tatsachenromane, also Romane die auf wahren Ereignissen
beruhen und diese nur schildern, sowie biografische Romane. Dies können auch erzählende und
unterhaltende Sachbücher sein.
Diese Bücher beruhen alle auf Fakten, doch sie geben diese auf eine unterhaltende Art und Weise
wieder. Sie dienen zur Informierung, aber sollen gleichzeitig unterhalten. Sie können auch
fiktionale Elemente enthalten.
Theoretisch könnte man historische Romane also in diese Sparte einordnen, nicht in Fiktionaler
Literatur, aber die Einordnung in die Fiktionale Literatur ist gebräuchlicher und der Übergang ist
fließend.

 

In weiteren Beiträgen werden wir uns mit den einzelnen (Unter-) Genres näher beschäftigen und ergründen,
wie man diese unterscheidet, also zum Beispiel was einen historischen Roman ausmacht oder
welche Untergenres Fantasy hat. Seid gespannt!

 

Dieser Post im #sweekkeeperblog kommt von eurem SweekKeeper Laurus Larssen @Laurus_Larssen. Er schreibt gerne Fantasy, Kurzgeschichten und mehr. 

Du hast die Ankündigung des SweekKeeper Takeovers verpasst? Schau hier vorbei, um einen Überblick über die Autoren und die Themen zu bekommen!