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January 11, 2019

Takeover: Fanfiktion – Charaktere verkuppeln, die sich nicht leiden können

„Was sich neckt, das liebt sich.“

Wer kennt diesen Spruch nicht? Und wie oft kommt es vor, dass zwei Personen, die sich
eigentlich hassen, trotzdem ein heißes Paar abgeben würden?
Ich denke, dass das jeder von uns schon mal erlebt hat. Oder etwa nicht? Sei es in der
Lieblingsserie, in einem Buch, in einem Film oder auch in Animes.
Hier ein paar Klassiker aus genau dieser Kategorie:

Hermine Granger X Draco Malfoy (Harry Potter )
Katniss Everdeen X Gale Hawthorne (Tribute von Panem)
Lorenor Zorro X Sanji (One Piece)
Clarke Griffin X Bellamy Blake (The 100)

Genau diese (und auch viele weitere) Pärchen gehören mit in die fabelhafte Welt der
Fanfiktions. Doch was ist überhaupt eine richtige „Fanfiktion“? Man liest dieses Wort überall
und verwendet es auch selbst, doch was ist das eigentlich?
Zu den Fanfiktions (kurz: FF oder Fanfik) zählen literarische Texte, die Fans zu ihrem
Lieblingsbuch, ihrer Lieblingsserie oder auch über ihren Lieblingsstar schreiben.
Beispielsweise wird eine fiktive Geschichte darüber erzählt, wie sich die Mitglieder einer
berühmten Rockband kennenlernten oder ungeduldige Leser einer Romanreihe schreiben ihr
eigenes Ende der Geschichte, noch bevor der letzte Band erschienen ist.

Somit wissen wir nun erstmal, mit welcher Art von Texten wir es zu tun haben.
Wie ihr nun genau eine gute Fanfiktion schreibt und was ihr dabei beachten müsst, erklären
wir euch in einem unserer nächsten Blogeinträge. Seid also gespannt!
Aber gehen wir erstmal weiter in unserem Thema: Verkuppeln von Charakteren, die sich in
der Vorlage nicht leiden können.
Wie stellen wir das am besten an? Liebe auf den ersten Blick? Heimliche Gefühle?
Zwangsverkupplung in Form von z.B. One Night Stands? Oder sogar Zwangsheirat? Hier ist
eurer Fantasie überhaupt keine Grenze gesetzt, denn wir befinden uns hier bei den Fanfiktions.
Ein kleines Problem bei diesen Vorschlägen und Ideen ist es nämlich, diese ‘Abneigung’ dem
anderen gegenüber zu überwinden. Es klingt im ersten Moment zwar relativ simpel, doch das
ist es leider nicht. Die Geschichte sollte, auch wenn es nur eine Fanfiktion ist,
trotzdem glaubwürdig erscheinen. Natürlich gibt es Versionen, in denen sich die Charaktere
schon nach einem Kuss, der zufällig beim Flaschendrehen passiert ist, anziehend finden. Doch
das ist doch nicht der Sinn hinter so einer Geschichte, oder? Und seien wir mal ehrlich:
Würde es zu dem Charakter Draco Malfoy passen, sich Hals über Kopf in Hermine Granger
zu verlieben, nur weil sie ihm einen hingebungsvollen Kuss gegeben hat, nachdem sie mehr
oder weniger durch das Flaschendrehen dazu gezwungen wurden? Ehrlich gesagt nicht.
Er würde sich zunächst schütteln und auch niemals vor anderen Menschen offen zugegeben,
dass er etwas für ein ‘Schlammblut’ empfindet oder sich zu ihm hingezogen fühlt.
Zum Glück gibt es jedoch Wege, solch eine Liebesgeschichte glaubwürdig aufzubauen:

Schritt 1: Was könnten eure Figuren aneinander anziehend finden?

Bei den nächsten beiden Schritten auf dem Weg zu deiner Fanfiktion gilt entweder:
„Gegensätze ziehen sich an.“ oder „Gleich und Gleich gesellt sich gern.“
Doch das Wichtigste bei unserem ersten Schritt ist, dass die beiden Charaktere ihre
gegenseitige Abneigung gegenüber dem anderen ablegen, denn ansonsten können sie sich
auch wohl kaum ineinander verlieben.
Viele Schreiberlinge machen hierbei jedoch den Fehler, dass sie nur auf das Aussehen der
jeweiligen Charaktere eingehen, doch gerade beim Verlieben geht es doch auch um die
inneren Werte. Natürlich stehen die weiblichen Charaktere sehr auf süße Grübchen, fesselnde
Augen und starke Muskeln und die männlichen Charaktere mehr auf die ordentliche Figur, die
Augen und das mädchenhafte Funkeln darin, doch was wirklich zählt, sind die inneren
Werte. Auch wenn das vielleicht nach einem typischen Klischee klingt, aber darauf sollte man
doch viel mehr achten, als auf die äußere Hülle, die vielleicht hart aussieht, aber innen
unglaublich weich ist. Also: Was hat der eine Charakter für Werte, die dem anderen gefallen
könnten? Vielleicht sogar versteckte Werte, die sonst niemand erahnen würde?
Vielleicht noch ein kleiner Tipp für diesen Schritt: Erstelle dir eine Tabelle mit den
Gemeinsamkeiten an deinen Figuren mit den Überschriften: Innere Werte von X,
Gemeinsamkeiten mit Y, Unterschiede zu Y.
Denke dabei immer daran: Gemeinsamkeiten (geteiltes Schicksal…) können Menschen
einander näherbringen, weil sie sich von dem anderen verstanden fühlen.
Unterschiede (Eigenschaften: Frohnatur verliebt sich in Griesgram) können Menschen aber auch
zueinander bringen, denn sie können einander ergänzen und neugierig machen.

Schritt 2: Warum können eure Figuren einander nicht leiden?

Es gibt verschiedene Gründe für diese Abneigung. Beispielsweise Vorurteile, wie z.B.
„Geschminkte Frauen sind oberflächlich und arrogant“ oder „Sportler und Musiker jagen
jedem Rock hinterher“. Solche Vorurteile können auch dazu führen, dass es zu sogenannten
‘Verzerrungen’ im Bild von einer anderen Person kommt und so fällt entsprechend auch nur
die negative Seite auf. Und wenn man nur dieses Negative in der Person sieht und den
Vorurteilen Glauben schenkt, kann es passieren, dass sich auch gewisse Missverständnisse
entwickeln, durch welche das Verhalten oder die Entscheidungen von jemanden
fehlinterpretiert werden kann. Das kann ziemlich schnell dazu führen, dass eine der beiden
Personen die andere schneller für etwas verdächtigt, was sie eigentlich gar nicht gemacht oder
anders gemeint hat.
Was auch immer diese ‘Verzerrungen’ beeinflusst haben mag, wichtig ist für deine Fanfiktion,
dieses Bild zu erschüttern. Was bedeutet, dass die Figur, die die Vorurteile hat,
mit der Wahrheit konfrontiert wird und erlebt, dass ihre Annahmen falsch sind.
Diese Konfrontation führt dazu, dass die Figuren in Laufe der Geschichte ihre Sichtweise ändern
oder sogar hinterfragen.
Zwei Beispiele dafür sind zum Beispiel Probleme, bei denen die eine Person ihre eigenen
Probleme an der anderen auslässt und Charaktere, die zu sehr von sich selber, ihren Ansichten
und Denkweisen eingenommen sind, dass sie andere Personen für anderen Ansichten und
Denkweisen verachten.

Schritt 3: Plant eure Geschichte!

Last but not least: Der letzte Schritt zu eurer Fanfiktion.
Wenn ihr die beiden Schritte von gerade eben befolgt habt und euch die passenden Notizen zu
den Charakteren eurer Wahl gemacht habt, kommt der wichtigste und schönste Schritt:
Das Planen der Geschichte.
Wie sollen die beiden nun aufeinandertreffen? Vielleicht eine gemeinsame Aufgabe? Ein
Mordauftrag? Eine Mission? Ein Kriminalfall oder vielleicht eine Stunde Nachsitzen? Das ist
jetzt euch überlassen, aber das wichtigste dabei ist, dass die beiden Zusammen arbeiten oder
eine gemeinsame Lösung finden, um zueinander zu finden.

Die nächste Frage ist: Wie stehen sie zueinander? Sind sie Kollegen, Klassenkameraden,
Nachbarn oder vielleicht sogar Kindheitsfreunde, die sich aus den Augen verloren haben,
nachdem sich die Familien zerstritten haben?
Fragt euch auch vor allem, wo eure Charaktere aufeinander treffen. Vielleicht haben sie
ja eine Zeitreise gemacht und sind jetzt in unserer Welt gelandet?
Eventuell erwachen sie auch als vollkommen andere Personen aus einem jahrhundertelangen Schlaf.
Es wäre doch ziemlich interessant, wenn Katniss und Gale auf einmal einen Kriminalfall lösen
müssten oder wenn Clarke und Bellamy auf einmal nicht mehr in der Zukunft sind, sondern in
einer High-School der heutigen Zeit?
Hier könnt ihr eurer Fantasie natürlich wieder freien Lauf lassen, denn wir sind hier bei eurer
ganz eignen Fanfiktion, die euch niemand anderes nehmen kann!



Dieser Post im #sweekkeeperblog kommt von eurer SweekKeeperin Pauline Lederhausen @LeLine99. Sie schreibt gerne Fanfictions und Mischgenres und war Finalistin bei #MikroLicht.

Du hast die Ankündigung des SweekKeeper Takeovers verpasst? Schau hier vorbei, um einen Überblick über die Autoren und die Themen zu bekommen!

October 5, 2018

Takeover: Wie erschaffe ich einen Charakter, den alle hassen?

Jeder von uns kennt Sie. Jeder hasst Sie – Oder auch nicht. Wir alle haben diesen einen von Ihnen,
den wir (natürlich nur im übertragenen Sinne) am liebsten selbst umbringen würden, wegen dem
wir manchmal die ein oder andere Buchseite herausreißen möchten oder wegen dem wir sogar selbst
rasend vor Wut werden, alleine wenn nur der Name genannt wird.

Die Sprache ist von den Charakteren, die wir alle hassen – beispielsweise die uns allen bekannten
Antagonisten. Sie stehen auf der Gegenseite und machen unseren Protagonisten das Leben schwer. Sie
tauchen immer dann auf, wenn niemand damit rechnet oder (vor allem meistens dann), wenn der
Moment gerade ziemlich…unpassend ist.

Doch, wie erschafft man als Autor genau so einen Charakter, bei dem sich die Haare unserer Leser
sträuben? Wofür braucht man überhaupt so einen „Hass-Charakter“? Was könnten typische
Charaktereigenschaften sein?

Genau diesen Fragen stellen wir uns im heutigen Blogpost!

Wofür brauche ich diesen einen Charakter, denn alle hassen?

Das ist ganz einfach zu beantworten: Zum einen brauchen wir einen von ihnen für die Spannung im Plot
und zum anderen natürlich auch dafür, dass Gegensätze bzw. Kontraste hergestellt werden können.
Nehmen wir an, der Grundsatz unserer Geschichte ist Liebe. Dann brauchen wir selbstverständlich
den Gegensatz bzw. den Kontrast. Und dieser ist Hass, denn sonst wirkt euer Buch bzw. eure
Geschichte schnell öde oder langweilig.
Wie langweilig wäre ein Buch, wenn es nicht einen Charakter gäbe, der immer irgendwie für Streit
sorgt, der unserem Protagonisten eine Falle nach der anderen stellt und seine (eigentlich) guten Pläne
durchkreuzt?
Seien wir mal ganz ehrlich: Was wäre ein Harry Potter ohne seinen Gegenspieler Draco Malfoy?
Oder ein Dornröschen ohne die böse Maleficent?
Zudem ist es meiner Meinung nach auch sehr wichtig, dass die Leser eines Buches mitfiebern können.
Oder sogar mental mit dem Protagonisten gegen etwas ankämpfen können, denn ohne das wirkt ein
Buch sehr schnell öde.

Wie schaffe ich es, dass die Leser diesen Charakter hassen?

Diese Frage lässt sich nicht ganz so einfach beantworten, wie die erste Frage. Schließlich wird es
immer wieder Leser geben, die genau diesen „Hass-Charakter“ mögen. Warum? Keine Ahnung.
Vielleicht aus dem einfachen Grund, dass alle anderen ihn hassen? Oder weil diese Menschen
vielleicht sogar selbst hasserfüllt sind?
Also überlegen wir, wie wir es schaffen können, dass möglichst ALLE Leser diesen Charakter nicht
ausstehen können. Dafür müssen wir vielleicht auf den Grundstein eines jeden Charakters
zurückgehen: Die Eigenschaften.
Fakt ist, dass wir für den ultimativen „Hass-Charakter“ die Charaktereigenschaften brauchen, die
niemand ausstehen kann, zum Beispiel Lügen, Hinterhältigkeit oder Arroganz. Hierfür habe ich mal
eine kleine Liste zusammengestellt, aus der man einige dieser Eigenschaften sammeln kann. Diese
Eigenschaften sind nur ein kleiner Inspirationskick. Letztendlich müsst ihr einen Charakter für EURE
Story entwickeln. Vielleicht habt ihr ja sogar noch „schlimmere“ Ideen?

1. Er/Sie lügt und betrügt jeden, den er/sie liebt, seien es Freunde, Familie oder Bekannte.
Seien wir doch mal ehrlich: Wer wird gerne belogen oder betrogen? Der Charakter mit dieser
Eigenschaft ist ein richtiger Lügner, wie er im Buche steht. Er kann sich die tragischsten
Geschichten über die anderen Charaktere oder sich selbst ausdenken, sie gut und vor allem
glaubhaft verkaufen, um die anderen gekonnt gegeneinander auszuspielen oder um selbst
davon zu profitieren.
Neben diesen Lügengeschichten betrügt er höchstwahrscheinlich auch noch seine Freundin
mit dem wunderschönen Mädchen von nebenan.

2. Er/Sie zeigt grundsätzlich nur negative Gefühle.
Der Charakter ist selbst voller Hass, Abneigung und Gleichgültigkeit, dass kein Platz für
Mitleid oder gar Liebe bleibt. Er ist die Abgebrühtheit in Person. Er zeigt keine Schwächen
und lacht nie über Witze. Es sei denn, es sind sehr böse Witze oder seine eigenen.

3. Er/Sie macht andere für seine/ihre Verbrechen verantwortlich und übernimmt keine Verantwortung
Er hat nur ein Motto: „Die anderen sind schuld. Nicht ich.“ Ganz klassisch verschwindet er
immer, sobald es brenzlig wird oder wenn der Plan schiefläuft. Im schlimmsten Fall lässt er
sogar seine Komplizen allein zurück und flieht ganz weit weg.

4. Er/Sie durchläuft keine positive Entwicklung
Das einzige, was dieser Charakter kann, ist noch böser und fieser werden. Es sei denn, ihr
wollt den Hass gegen Ende auflösen, dann dürft ihr das natürlich gerne tun.

5. Der Protagonist empfindet keine Empathie mit der zu hassenden Person
Die Person, mit der sich der Leser in der Geschichte identifiziert, sollte definitiv eine gewisse
Abneigung gegen den anderen Charakter haben oder im Laufe der Geschichte entwickeln.
Vielleicht entwickelt sich sogar der einst beste Freund zu dem „Hass-Charakter“ schlechthin?
Denn die Gefühle des Lesers werden meistens durch die Gefühle dieser Person beeinflusst.

Als kleines Fazit können wir also sagen: Macht euren Charakter so fies wie möglich! Versucht
einen richtig grauenhaften Charakter zu erstellen, dessen bloße Anwesenheit euren Lesern
schon die Haare sträubt. Vielleicht ist dieser „Hass-Charakter“ ja auch gar nicht euer
Antagonist, sondern der Protagonist? Vielleicht ist ja euer Protagonist der schlimmste Lügner,
Heuchler und Egoist, den man sich vorstellen kann.
Lasst eurer Kreativität freien Lauf und wir freuen uns auf viele, hinterlistige „Hass-
Charaktere“!



Dieser Post im #sweekkeeperblog kommt von eurer SweekKeeperin Pauline Lederhausen @LeLine99. Sie schreibt gerne Fanfictions und Mischgenres und war Finalistin bei #MikroLicht.

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September 14, 2018

Takeover: Die Rolle von Musik beim Schreiben

Kennt ihr das? Ihr schaut euch einen Film oder eine Serie an und damit die Stimmung so
richtig aufkommt, wird dramatische Musik eingespielt. Oder bei einem romantischen Date
spielt im Hintergrund die Geige, ihr schaut einen Film oder eine Serie mit Musical-
Elementen.
Es zeigt sich also, dass Filme und Serien oft Musik nutzen. Dies hat natürlich immer auch
einen oder gleich mehrere Gründe.
Filme und Serien spielen mit bestimmte Melodien, um Erinnerungen oder Emotionen in uns zu wecken. Wir
sollen mit den Charakteren fühlen, alles was sie spüren, ebenfalls spüren. Tief in ihre Welt
versinken, sich selbst Gedanken machen, was wir in solchen Situationen fühlen würden. Das
Gleiche? Etwas komplett anderes? Beeinflusst uns die Musik? So viele Fragen stellen sich
und regen uns zum Nachdenken an.

Manchmal würde ich mir wünschen, dass sich auch in meinem Leben mal eine
Hintergrundmusik abspielen würde. Das würde das Leben noch viel interessanter machen. So
ein Leben mit Musik, es wäre spannend und anders.

Was das mit Schreiben zu tun hat?

Nun, ich höre während des Schreibens meist auch Musik. Nicht, um in Schreibstimmung zu
kommen, nein. Ich versuche, zu jeder Situation, welche meine Charaktere durchleben, ein
passendes Stück zu finden. Das muss aber nicht ein Lied mit Text sein. Auch eine Melodie
reicht oft schon aus, um seine Sichtweise zu ändern.
Dadurch will ich meinen Charakteren näher sein, mit ihnen zu fühlen, ihre Emotionen zu
erleben und sie noch besser zu verstehen.
Oder aber ich höre die Musik, welche mein Charakter auch gerne hört. So wie jeder Mensch
einen unterschiedlichen Musikgeschmack hat, haben es auch Charaktere. Allein das macht sie
so besonders. Musik kann einen Charakter besonders machen, ihn hervorheben, ihn
ausmachen.
Interessant finde ich es dann, wenn das Aussehen der Charaktere und Musik überhaupt nicht
zusammenpassen.
Da hört ein Punker keine Rockmusik, sondern interessiert für das Geigenspiel oder Klarinette.
Ein Hippiemädchen, das sich gerne zu Rock´n Roll bewegt und tanzen geht. Ein Junge,
welcher selbst singt, hört sich Musicalsongs an, um sich zu verbessern.
Was ich auch mal in eine Geschichte eingebaut habe, war eine Gruppe junger Leute, welche
zum Karaoke gehen. Da macht es dann besonders viel Spaß, Musik zu hören, während die
Gruppe ihre Songs zum Besten gibt. Da kommt einem alles einfach auch gleich viel realer
und lebendiger vor.
Es zeigt sich also, dass sich nicht nur mit Sprache spielen lässt, mit Aussehen. Auch die
Musik, egal ob man sie während dem Schreibprozess hört oder sie einem Charakter zuordnet,
kann Schwung in die Geschichte bringen.
So viel kann sich verändern, wenn Musik beim Schreibprozess eine Rolle spielt.
Also falls ihr es nicht sogar schon macht, hört doch einfach während dem Schreiben gute
Songs, passend zur Situation. Es wird euch bestimmt viel leichter fallen, euren Charakteren oder Storys
mehr Leben einzuhauchen.

Wie Richard Wagner es schon sagte: „Musik ist die Sprache der Leidenschaft
Also lebt eure Leidenschaft, das Schreiben, auch mal mit Musik aus.



Dieser Post im #sweekkeeperblog kommt von eurer SweekKeeperin Yessi @Yessi. Sie schreibt gerne Fanfictions und Fantasy.

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May 11, 2018

Takeover: Die Entwicklung der Charaktere deines Romans

In den letzten Artikeln haben wir unter anderem gelernt, wie man dem Protagonisten eine Stimme
gibt und wie man die Storyline strukturieren kann. Ihr habt nun also einen entwickelten
Handlungsstrang mit Höhen und Tiefen – aber wie sieht es mit dem Charakter selbst aus?

Denn in einer guten Geschichte geht nicht nur die Handlung voran und es verändert sich nicht nur die
Umgebung – nein, es lässt sich immer auch eine Veränderung des Charakters beobachten.

Ein Roman ist ja immer ein Ereignis, das sich im Leben des Protagonisten einbrennt – wie sollte dieser
also ohne Veränderung daraus hervorkommen? Wie also auch wir uns durch verschiedene Erlebnisse
verändern, tut dies euer Protagonist ebenfalls.

Daher solltet ihr euch am Anfang überlegen, was für einen Einfluss die Handlung auf den
Protagonisten hat.

Das kann je nachdem auch die Moral des Buches sein, falls es denn eine hat.

Dabei kann es verschiedene Veränderungen geben, die sowohl negativ als auch positiv sein können.
Durch Dinge, die der Hauptperson passiert sind, hat sie dazugelernt, ihre Haltung zu einem Thema
verändert oder mit dem Tod eines Familienmitgliedes abgeschlossen. Es gibt unendlich viele
Möglichkeiten, inwiefern sich der Protagonist weiterentwickeln kann und bestimmt habt ihr dies
auch schon automatisch in eure Geschichten eingebaut.

Häufig entwickelt sich die Protagonistin oder der Protagonist von schüchtern oder schwach zu selbstbewusst oder stark.
Natürlich ist das eine Veränderung – und auch eine, die ich nicht missen möchte – aber seien wir
ehrlich, wenn das das Einzige ist, dann ist es etwas langweilig. Die Story vom Mauerblümchen hatten
wir nun schon mal gehört. Daher würde ich euch empfehlen, dass ihr euch noch etwas Weiteres dazu
überlegt.

Gehen wir etwas auf die verschiedenen Genres ein:

Wenn ihr einen Liebesroman schreibt zum Beispiel, dann ist die Protagonistin am Ende
wahrscheinlich in einer Beziehung. In der ersten Beziehung vielleicht? Dann hat sie gelernt, wie es ist,
dem anderen (oder demselben) Geschlecht näherzukommen und ist dadurch reifer geworden. Das
wäre eine Entwicklung. Oder vielleicht habt ihr ein trauriges Ende geschrieben und die Protagonistin
erlebt den ersten Herzschmerz, verliert dadurch vielleicht an Naivität. Auch dies ist eine Entwicklung.

Wenn ihr einen Fantasyroman schreibt, betritt der Protagonist häufig eine neue Welt. Daher hat er
vielleicht endlich herausgefunden, was seine besondere Gabe ist oder wie er damit umgehen kann.
Oder er hat eine Schule entdeckt, die endlich Leute wie ihn unterrichtet. Es kann aber auch sein, dass
er sich dennoch in der Persönlichkeit weiterentwickelt hat. Auch in einem Fantasyroman kann man
reifer werden, kann eine neue Sicht auf die Welt bekommen oder den ersten Herzschmerz erleben.
Möglicherweise wurde er von seinem Onkel hintergangen, der plötzlich auf seine Kräfte aus war –
und die Veränderung wäre dann, dass er anderen Menschen schwerer vertraut.

Auch bei einem Kriminalroman gibt es zweifellos Ereignisse, die sehr einschneidend sind. Wenn eure
Hauptperson einen Mord mitansehen muss, wird sie bestimmt nicht unverändert daraus
hervorgehen. Schock oder Panik oder Ekel wird da sicherlich eine Rolle spielen. Ebenso kann euer
Protagonist auch in einem Kriminalroman persönlich wachsen. Durch das Aufdecken eines Rätsels
beziehungsweise eines Mörders kann die Person reifer werden oder mehr über die Welt lernen.
Vielleicht schließt sie dadurch auch mit dem Tod des Opfers ab oder übt endlich Rache aus. All das
ist eine Veränderung oder Entwicklung des Charakters.

Nun, so eine Entwicklung hängt natürlich stark von den Erlebnissen der Person ab, kann aber auch
von seinem Umfeld bestimmt sein. Freunde wie auch Feinde können stark beeinflussen, in welche
Richtung sich der Protagonist verändert. Und ja, auch diese Figuren können sich verändern! Die
Freunde erleben vielleicht ja dasselbe und sind auch dabei, wenn plötzlich ein Mord geschieht. Selbst
der Feind kann sich verändern – ins Positive oder ins Negative. Das dürft ihr natürlich auch mit
einbauen und schon im Voraus planen. Dennoch würde ich den Fokus auf die Hauptperson (oder die
Hauptpersonen) legen und mich nicht allzu sehr darin verlieren, für jede Nebenrolle noch eine
Charakterentwicklung auszuarbeiten.

Ihr seht, dass Entwicklungen überall zu finden sind, und das ist auch gut so. Euer Charakter ist nicht in
Stein gemeisselt und ihr steigert den Realitätsbezug enorm, wenn ihr das in eure Planung mit
einbezieht. Ebenso ist die Geschichte dadurch dynamischer und der Leser wird sich besser mit der
Hauptperson identifizieren können.

Bestimmt seid ihr heute auch nicht mehr so, wie ihr vor 5 oder auch nur einem Jahr gewesen seid!

 

Dieser Post im #sweekkeeperblog kommt von eurer SweekKeeperin Delia @DeliaMunoz. Sie schreibt gerne Fantasy oder Mischgenres.

Du hast die Ankündigung des SweekKeeper Takeovers verpasst? Schau hier vorbei, um einen Überblick über die Autoren und die Themen zu bekommen!